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Das Arbeitsrecht der Čechoslovakischen Republik

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Bibliographic data

fullscreen: Das Arbeitsrecht der Čechoslovakischen Republik

Monograph

Identifikator:
177130992X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-153391
Document type:
Monograph
Author:
Wokurek, Ludwig
Title:
Das Arbeitsrecht der Čechoslovakischen Republik
Place of publication:
Brünn
Publisher:
Verlag des "Hauptvereines deutscher Ingenieure in der Čsl. Republik"
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 405 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Teil. Arbeiterschutzrecht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die baltische Wirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • Polens Finanzlage im Jahre 1927
  • Polens Eisenhuettenindustrie
  • Die polnischen Staatsgruben in Oberschlesien
  • Die polnische Zuckerindustrie im Jahre 1927
  • Entwicklung des polnischen Kohlenexports ueber See
  • Der Danziger Hafen im Jahre 1927
  • The International Shipbuilding and Engineering Co. Ltd. ( Danziger Werft und Eisenbahnwerkstätten A.-G.), Danzig
  • „Weichsel" Danziger Dampfschiffahrt- und Seebad-Actien-Gesellschaft, Danzig
  • Polens Handelsbeziehungen mir den skandinavischen und baltischen Laendern
  • Die Wirtschaft in den Baltikumlaendern
  • Lettlands Staatsfinanzen
  • Lettlands Aussenhandel und Transit im Jahre 1927 (Januar-Dezember)
  • Die Latvijas Banka im Jahre 1927
  • Estlands Wirtschaft im Jahre 1927 (ein Ueberblick ueber einige bedeutende Wirtschaftszweige)
  • Die Waehrungsreform in Estland
  • Bank Handlowy w Warszawie
  • Polens Schiffahrtswesen
  • Das Flugwesen in Polen
  • Wissenschaft

Full text

Polens Salzmonovol / Panstwowy Monovol Soli! 
1. Die Salinen, ihre Verteilung und Vorräte, 
Unter den zahlreichen mineralischen Schätzen, die dem 
polnischen Staate gehören, nehmen die Salinen eine äußerst 
wichtige Stellung ein. Das Salz tritt in Polen in allen Teil- 
gebieten in Form von Steinsalz, salzhaltizen Mergelschichten, 
sowie Solquellen hervor. Die zuerst erschlossenen und seit 
undenkbaren Zeiten exploitierten Salzkammern befinden sich 
in Kleinpolen. Diese Kammern ziehen sich! wie ein verlänger- 
ter Paß am nordöstlichen Rande der polnischen Karpathen ent- 
lang (in der Wojewodschaft Kraköw in der Nähe von Wie- 
liczka und Bochnia in Form von Steinsalz und in den Woje- 
wodschaften Lwöw und Stanistawöw in Form von salzhalti- 
gem Mergel und Solquellen). 
Im ehemaligen preußischen Teilgebiet tritt das Steinsalz 
in den Wojewodschaften Schlesien und Poznan zutage. Die 
dem ponischen Staate gehörenden Salinen in der Wojewod- 
schaft Poznan, die in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhun- 
derts entdeckt worden sind, müssen zw den reichsten in Polen 
zerechnet werden. Das ehemalige russische Teilgebiet ist an 
Salz das dart nur in Form von wenig salzhaltiyen (1-5 Pro- 
Kazimierz Bukowski 
Direltor ıdlor efinatlichen Salinen 
zent Na Cl) Solquellen vorkommt (Ciechocinek und Druskie- 
niki), der Äärmste Teil des Landes. Die Salzvorräte in den bis- 
1er erschlossenen Salinen belaufen sich auf über 5% Millionen 
Fonnen; eine Menge, welche Polen die Salzversorgung für 
1000 Jahre varantiert. Polen kanıy daher mit Recht als ..Salz- 
land“ bezeichnet werden. . 
2. Die Entwicklung der Salzindustrie in Polen, 
Solange die Republik Polen eigene Salinen besessen hat, 
solange bestand ein gut entwickelter Handel mit polnischem 
Salz. Die Karawanen, die: Salz mit sich führten, ginyen Seit 
den ältesten Zeien bis hinter Kiew. 
Erst die erste Teilug des Landes im Jahre 1772 hat diese 
Handelsfäden, welche Polen mit den: Osten verbunden haben, 
vernichtet und zerrissen, da die polnischen Salinen damals in 
den Besitz Oesterreichs gelangten, welches den Salzhandel 
mit dem Osten entweder nicht auszunutzen verstand oder es 
nicht verstehen wollte. 
Die polnische Regierung war seinerzeit um die Ent- 
deckung neuer Salzlager am linken Weichselufer bemüht, aber 
sämtliche Nachforschungen waren vergebens, denn niemand 
hatte damals angenommen, daß auf polnischem Gebiet sich in 
größeren Tiefen Lager von Permsalz als Verlängerung der 
deutschen Salzlager des Halberstadt - Magzdeburgischen Bek- 
kens sich befinden. 
In der Zeit vor der Teilung gab es in Wapno und Ino- 
wroclaw  (Großpotlen) .keine Salinen, dagegen bestanden in 
<leinpolen zirka 100 Salinen, deren Gesamtproduktion vor dem 
Jahre 1772 zirka 140 000 Tonnen betrug. Im Jahre 1919 muß- 
;en größere Mengen. aus dem Auslande eingeführt werden, 
während im Jahre 1920 bereits an den Export von polnischem 
Salz gedacht werden konnte. 
3. Die Salzproduktion in der Gegenwart Sowie ihre Arten. 
An tätigen Unternehmen, die Salz produzieren, besitzt 
Polen. gegenwärtig 14, und zwar 3 in der Woiewodschaft 
>oznan (Inowroclaw, Wapno und Solno), 1 in der Wojewod- 
chaft Warschau (Ciechocinek), 2 in der Wojewodschaft Kra- 
öw (Wieliczka und Bochnia), 3 in der Wojewodschaft Lwöw 
"acko, Drohobycz und Stebnik) und 5 in der Wojewodschaft 
tanistawöw (Bolechöw, Dolina, Katusz, Lanczyn und Kosöw). 
liese Unternehmen beschäftigten im Jahre; 1926 — 3682 
\rbeiter. 
Polen produziert sämtliche bekannten Salzarten, mit Aus- 
ahme des Hüttensalzes, und zwar: 
1. Luxuskochsalz „Vacuum“ — dies ist die beste Art von 
;peisesalz, ähnlich des „Ceberos“-Salzes, von feinster Art mit 
chneeig-weißem Farbton und einem Gehalt von 99,7 Prozent 
Ya Cl. 
2. Stücksalz, verschiedenkörnig, mit einem Gehalt von 
9 Prozent Na Cl. 
3. Steinsalz mit einem Gehalt von 98 Prozent Na Cl. 
Die gesamte Produktion von Steinsalz betrug im Jahre 
926 457711 To. Von dieser Menge entfallen 218 919 To, auf 
Steinsalz (47,7 Prozent), 120483 To. auf Kochsalz (26.5 Pro- 
zent) und 118369 To. auf Sale (258 Prazent). 
Wtadystaw Malkiewicz 
Direktor des Salzverkaufsbüros des 
etaatlichen Salzmonopols 
Im Vergleich zum Jahre 1925 ist die gesamte Salzproduk- 
ion in Polen 1926 um 33220 To. oder 7,8 Prozent gestiegen, 
vährend die Produktionssteigerung im Jahre 1927 gegenüher 
lem Voriahre 32000 To. betrug. 
4. Die Salzkonsumtion, 
Der Salzkonsum in den letzten vier Jahren erhellt aus f ol- 
sender Tabelle: 
Salzart 1924 1925 1926 1927 
kg kg ke kg 
<ochsalz 58 490409 100202065 120000000 125 584 000 
Steinsalz 184396162 213162344 208534000 237916 000 
Insgesamt 42886571 313364409 328534000 363 500 000 
Der Verbrauch von Speisesalz als dauernder Konsum kann 
ür die Entwickung der Produktion nicht von entscheidender 
3Zedeutung sein; denn die Hauptrolle in dieser Beziehung spielt 
ler Verbrauch von Salz für industrielle und landwirtschaftliche 
Zwecke, sowie ferner der Export. Auf alle Mittel, welche eine 
ırgiebigere Ausnützung der Salzvorräte ermöglichen könnten, 
vird besondere Aufmerksamkeit gelenkt. 
5. Export. 
Das polnische Salz, insbesondere Kochsalz, gewinnt in den 
yaltischen Staaten einen immer günstigeren Markt. Was da- 
regen Steinsalz anbetrifft, das Polen in größeren Mengen für 
len Export zur Verfügung hat, so stößt dasselbe auf eine 
tarke Konkurrenz seitens Deutschlands. Das deutsche Stein- 
alz, das als Nebenprodukt bei der Gewinnung von teuren 
>ottaschesalzen gewonnen wird, wird mit Rücksicht darauf 
ast umsonst auf den Auslandsmarkt geworfen. Was den Ge- 
alt von Na Cl anbetrifft, so steht das deutsche: Steinsalz. dem 
‚olnischen weit nach, so daß das polnische Salz trotz der 
charfen Konkurrenz, wenn auch langsam, immer mehr neue 
\bsatzmärkte im Auslande gewinnt. Abnehmer des polnischen 
3alzes sind: Jugoslavien, die Czechoslowakei, Dänemark, 
°“chweden. Lettland. Litauen und Ostpreußen.
	        

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Die Baltische Wirtschaft. 1928.
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