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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1042018391
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-81635
Document type:
Monograph
Title:
Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
V, 362 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

A  PRBERFERL 
Ha 
Einleitung. 
zunächst die Gesellschaft im allgemeinen (im Gegensay zu 
konkreten historischen Formen derselben) zu erforschen. Sie muß sich 
die Gesellschaft dazu gereinigt denken von allen erlebten „Inhalten“ 
oder inhaltlichen Bestrebungen, sodaß gleichsam nur das reine Schema 
des sozialen Lebens, die reinen Formen der Gesellschaft übrig bleiben wie 
Gruppe, Führung, Gehorsam, Strafe, Gemeinschaft, Kampf, Macht, Ach- 
tung, Anspruch, Tausch usw. Es ist das die Hauptaufgabe, die sich dieses 
Buch (mit Ausnahme des darüber hinausgehenden legten Kapitels) ge- 
stellt hat. Sie entspricht in ihrem Kern dem von Simmel geschaffenen 
Begriff der formalen Soziologie, der aus demselben Abstraktionsprozeß 
entsprungen ist. In der Ausführung wird sie freilich andere Bahnen wan- 
deln müssen, sofern Simmel vielfach an unwesentlichen Gegenständen 
hängen geblieben ist und die Dinge gerne in einer gleichsam spielerischen 
Weise behandelt hat. 
Zweitens kommen in Betracht die verschiedenen historischen For- 
men der Gesellschaft, z. B. die französische Gesellschaft des achtzehnten 
Jahrhunderts oder die chinesische Familie. Hier sind verschiedene Fälle 
zu unterscheiden. Man kann solche besonderen Formen unter dem syste- 
matischen Gesichtspunkt betrachten, indem man einen besonderen Typus 
der Gesellschaft an ihnen erkennt, z. B. eine besondere Färbung des 
Machtverhältnisses. Insoweit gehört ihre Behandlung selbstverständlich 
zur Soziologie. Und zwar gewinnt man hierbei Material für einen in- 
duktiven Weiterbau der Soziologie, nachdem ihr Kerngebiet 
durch Zergliederung eines reinen Schemas der menschlichen Gesellschaft 
unter Anwendung des phänomenologischen Verfahrens geschaffen ist. 
Die in jenem Kerngebiet erörterten reinen Typen gliedern sich in der 
historischen Wirklichkeit in eine Reihe. von Untertypen, die nicht mehr 
rein systematischen, sondern historisch-systematischen Charakter tragen. 
Für diejenigen, die die Gesellschaftslehre auf die Wirklichkeit des ge- 
schichtlich-gesellschaftlichen Lebens anwenden wollen sei es im betrach- 
tenden sei es im handelnden Leben, ist dieser empirisch-induktive Teil 
der Soziologie besonders wichtig. Sie begehren von der Soziologie, daß 
sie von der rein formalen zur typenbildenden Soziologie fortschreitet‘). 
Anders liegt die Sache, wenn man eine solche historische Form ledig- 
lich mittels systematischer Begriffe beschreibt und kennzeichnet. Hier ist 
von einer Anwendung der Soziologie auf historische Pro- 
bleme zu sprechen. Wir müssen diese Probleme der jeweiligen histori- 
schen Disziplin überlassen, schon deswegen, weil die Soziologie sich sonst 
ins Uferlose ausdehnen würde: aber auch. weil die volle Sachkenntnis 
1) Max Rumpf in Schmollers Jahrbüchern, Band 48, S. 917 flg.
	        

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Proposed New Customs Tariff. Printed under the authority of His Majesty’s Stationery Office by Darling and Son, Limited, 1914.
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