Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien

Monograph

Identifikator:
1776197003
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-171695
Document type:
Monograph
Author:
Zache, Hans http://d-nb.info/gnd/1096768860
Title:
Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Weimann
Year of publication:
[1928]
Scope:
39 S.
Ill.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Die einzelnen Schutzgebiete und ihre Entwicklung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien
  • Title page
  • Erster Abschnitt. Die Schutzgebiete unter deutscher Verwaltung
  • Zweiter Abschnitt. Die einzelnen Schutzgebiete und ihre Entwicklung
  • Dritter Abschnitt. Die Schutzgebiete im Weltkriege
  • Vierter Abschnitt. Die Schutzgebiete unter Mandatsverwaltung
  • Fünfter Abschnitt. Anerkennungen der deutschen Kolonialbetätigung aus Feindesmund
  • Sechster Abschnitt. Stimmen Eingeborener der deutschen Kolonien
  • Ausblick

Full text

Wirischaftsgeschichte der deutschen Kolonien 
besserung und Ausrüstung im fernen Osten 
stationierter Schiffe und ihrer Kohlenversorgung, 
dazu aber auch der wirtschaftlichen Erschließung 
der Halbinsel (Provinz) Schantung dienen. Das 
Pachtgebiet hat mit 500 4km den Umfang 
des Hamburgischen Staatsgebiets. Daraus hal 
sich unter der Leitung weitblickender Gouver— 
neure (Rosendahl, Jaeschke, Truppel, Meyer— 
Waldeck) eine für subtropische Verhältnisse — 
Tsingtau liegt unter dem Breitengrade von Tunis 
und Algier — mustergültige Stadt, mit einem 
ausgezeichneten Hafen, Aufforstung des benach— 
barten Gebirgszuges und einer deussch-chinesischen 
Hochschule und die 435 km lange Schantung— 
bahn durch das Kohlengebiet der Provinz eni— 
wickelt. Der Handel belief sich auf 200 Meil⸗ 
lionen M. Es wurden besonders Strohborten, 
Bohnenkuchen, Erdnußöl, Erdnüsse, Seide, Häute 
ausgeführt. „Großartig,“ schreibt die „Quinzaine 
Coloniale“ am 10. Mai 1908, „ist der Hafen 
von Tsingtau, ein richtiger Hafen nach Lduro— 
päischem Muster, wie ihn weder Yokohama 
noch Schanghai besitzen, wo die größten Schiffe 
an mehr als 2 km langen Kais anlegen können. 
Ein über 4 Km langer Hafendamm' schützt den 
Hafen vor Versandung. Es befinden sich dort 
Reparaturwerkstätten, Trockendocks und ein 
Schwimmdock, das Schiffe von 16000 t auf— 
nehmen kann, und im ganzen sernen Osten seines⸗ 
gleichen sucht. Und „United Empire“ (London 
1912) fügte hinzu: „So alt wir als Kolonialvolf 
auch sind, so haben wir doch noch nicht ausgelernt, 
befonders wenn das Wort, kolonisieren im moͤdernen 
Sinn gebraucht wird. Viel können wir lernen 
von dem, was Deutschland ruhig und unauffällig 
in China tut. Die deutschen Maßnahmen zut 
Durchführung von Ordnung und System, Hygiene 
und Aufforstung erzwingen Achtung und sprechen 
zu dem erwachenden China in beredter Weise 
von einem Lande, das ihm wie eine aus der 
Dunkelheit emporgestiegene neuweltliche Macht 
erscheint. China empfindet nicht mehr Kiautschou 
als einen Dorn in seinem Fleische, sondern als 
eine Stelle, von der Gesundheit auf das himm— 
lische Reich ausstrahlt.“ 
vegen der Artauswahl und der zu bekämpfenden 
Schädlinge, sondern besonders deswegen, weil sie 
zanz xegelmäßige und scharfe abgegrenzie Regen— 
ind Trockenzeilen oder Bewässerungsinöglichkeit 
»oraussetzt. Es darf deshalb nicht wundernehmen, 
»aß die Versuchsperiode verhältnismäßig so aus— 
zedehnt war: anderseits war dieses Staduüm 1914 
im großen und gauzen überwunden, so daß mit 
dein Einsetzen regelmäßiger und steigender großer 
Lieferungen gerechnet werden konnte. 
8. Die Schiffahrt nach den Schutzgebieten 
Hand in Hand mit der wirtschaftlichen Ent⸗ 
vicklung ging die Entfaltung der Schiffahrt 
Jach Deutschlands überseeischen Besitzungen“). 
Sie hatte den Stand erreicht, der eine schnelle 
ind zweckmäßige Verbindung zwischen dem Mutter— 
ande und den Kolonien gewährleistete und den 
Bedürfnissen entsprach. Die älteste und zugleich 
vichtigste Linie, die den Verkehr nach und von 
inseren west⸗ und füdwestafrikanischen Kolonien ver— 
nittelte, ist die Woermannlinie. Bereits um 
die Mitte des vorigen Jahrhunderts hatte das 
Zaus Woermann an der Kameruner Küste eine 
Reihe von Fakloreien errichtet, die untereinander 
ind mit dem Heimatlande durch eine kleine Segler⸗ 
lotte in Verbindung standen. An die Sitelle 
)er Segler traten Ende der achtziger Jahre 
Ddampfer, die bald einen regelmäßigen Verkehr 
nufnahmen, so daß ihnen die Beförderung der Post 
ibertragen werden konnte. Die von Woermann 
zegründete Afrikanische Dampfschiffahrts-A.-G. 
sob sich zusehends trotz scharfer englischer Kon⸗ 
urrenz und obwohl ein Auͤtrag auf Subvention 
884 von dem Reichstag abgelehnt wurde. 1887 
ählte die Flotte der Gesellschaft bereits acht große 
ind fünf kleinere (für die Küstenfahrt bestimmie) 
Ddampfer, 1896 kaufte Woermann die Afrika— 
ische Dampfschiffahrts-Gesellschaft, insgesamt 
5 Dampfer, mit 28000 Brutto⸗Register⸗Toͤnnen. 
Die Woermann⸗-Flotte vergrößerte sich dann von 
Fahr zu Jahr und zählte 1914 40 Schiffe, dar— 
inter drei Doppelschraubendampfer von 7000 bis 
1500 Tonnen. Alle wichtigen Plätze der West— 
lüste Afrikas von Marokko bis zum Kapland 
vurden angelaufen. Neben der Woermannlinie 
waren die Hamburg-Amerika-Linie und die Ham— 
burg⸗Bremer⸗Afrika-⸗Linie Morddeutscher Lloyd) 
an dem westafrikanischen Schiffahrtsverkehr be— 
seiligt, beide mit je zwölf geräumigen und modern 
eingerichteten Frachtdammpfern. Jusgesamt zählte 
ilso die für den westafrikanischen Dienst zur Ver— 
riügung stehende Flotte 64 Schiffe. 
Den Ostafrikadienst versah die Deutsche 
OstafrikacLinie, die im Juli 1890 mit einer staal— 
lichen Subvention eröffnet wurde. Anfänglich 
bestand eine vierwöchentliche Verbindung von 
7. Die Baumwollfrage in den Schutzgebieten 
Es muß noch von der Baumwolle geredet 
werden, weil von der Baumwoll- und Wollein— 
fuhr in Deutschland 1 Million Textilarbeiter, 
d. h. mit Angehörigen und den Arbeilern der 
Hilfsindustrien und deren Angehörigen 7 Millionen 
Menschen abhängig sind. Es kann nicht ver— 
schwiegen werden, daß der Menge nach die Schutz⸗ 
gebiete die Hoffnung bisher micht erfüllt haben, 
die man hegte. Denn während wir aus den 
Vereinigten Staaten 500000 6 einführten, lieferte 
Togo nur 2000, Deutsch-Ostafrika 8000 Ballen. 
Die Baumwolle hat sich wider Erwarten als 
eine sehr schwierige Kultur erwiesen, nicht un 
*) Nach W. Roß in „Weltverkehr und Weltwirt— 
schaft“. 
22
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Wirtschaftsgeschichte Der Deutschen Kolonien. Weimann, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.