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Wirtschaftlichkeitslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftlichkeitslehre

Monograph

Identifikator:
1777655390
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178507
Document type:
Monograph
Author:
Kobatsch, Rudolf http://d-nb.info/gnd/1013687159
Title:
Wirtschaftlichkeitslehre
Place of publication:
Wien
Publisher:
Österr. Staatsdr.
Year of publication:
1928
Scope:
IV, 200 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
12. Soziale Wirkung der Rationalisierung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftlichkeitslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Wesen, Sinn und Umfang der Rationalisierung
  • 2. Individuelle Rationalisierung
  • 3. Rationelle Hauswirtschaft
  • 4. Rationelle Naturbeherrschung
  • 5. Rationalisierung der Landwirtschaft
  • 6. Rationalisierung in Industrie und Gewerbe
  • 7. Rationalisierung im Kleinbetrieb, namentlich im Gewerbe
  • 8. Die Rationalisierung des Warenvertriebes
  • 9. Rationalisierung des Verkehrswesens
  • 10. Rationalisierung des Geld- und Kreditverkehres
  • 11. Soziale Rationalisierung
  • 12. Soziale Wirkung der Rationalisierung
  • 13. Positive (innerbetriebliche) Mittel der sozialen Rationalisierung
  • 14. Stellungnahme von Wirtschaftsführern und Politikern zur Rationalisierung
  • 15. Öffentliche Rationalisierung
  • 16. Internationale Rationalisierung
  • 17. Vorschläge

Full text

136 
keit erstrecken, um Personen festzustellen, welche die Monotonei 
schwer ertragen. Viele moderne Rationalisierungsfachleute empfehlen 
auch, die Arbeit sportlich zu gestalten, um das Unangenehme der 
Monotonie abzuschwächen; man bringe einen gewissen Rhythmus 
in die Arbeit, man veranschauliche dem Arbeiter seine Leistung, 
berücksichtige überhaupt möglichst die psychologischen günstigen 
Begleitumstände der Arbeit. 
Zur weiteren Bekräftigung dieses, unserer Ansicht nach durchaus 
richtigen, günstigen Urteiles über rationalisierte Arbeit seien noch, 
man könnte sagen, zwei Kronzeugen zitiert, nämlich Personen, die 
längere Zeit in den Fordwerken gearbeitet haben und über ihre 
Erfahrungen berichteten. Der eine ist E. Hultzsch, der in einem 
Vortrage (Dresden, 27. März 1925) über seine Erfahrungen berichtete. 
Er wurde als Lehrling aufgenommen (das Arbeitsbureau umfaßt nur 
zinen Leiter und drei Beamte für 40.000 Arbeiter!); er mußte sich zuerst 
einer ärztlichen Prüfung in bezug auf Sehschärfe, Herz, Lunge usw. 
unterziehen und wurde dann, ohne weitere Instruktion, sofort an 
die Linie gestellt; nur ein Werkmeister gab.eine kurze Anweisung 
über die Arbeit — für die technische Ausbildung sorgte der Werk- 
unterricht der Lehrlingsschule. Hultzsch lobt das große Ver- 
antwortlichkeitsgefühl und die Sachlichkeit der Beamten; die Arbeiten 
werden unausgesetzt durch die Werkmeister und foremen beobachtet. 
Hultzsch war zuerst im Tractor Assembly Department beschäftigt; 
für je 20. bis 40 Arbeiter gab es einen foreman,. außerdem war da 
sin foreman für den Fernsprecher und die Prüfung der Zeitkarten; 
ein. weiterer foreman beaufsichtigte den Nachschub des Materials usw. 
Ein Safety firstman überwachte die Sicherheit der Maschinen und 
Betriebseinrichtungen, stellte die Ursache einer Verletzung fest und 
besprach in periodischen Versammlungen alle Vorsichtsmaßregeln 
(s. später »Unfallverhütung«). Im Gegensatz zu Taylor, der einen 
zroßen‘ Stab von Beamten, ein kompliziertes Arbeitsbureau u. ’ä. 
hat, ist bei Ford all dies auf ein Mindestmaß gebracht. Im weiteren 
Gegensatze zu Taylor — der mit starren Leistungsaufträgen 
arbeitet (auf genau vorgeschriebenen Arbeitszetteln), die genauen 
Zeitstudien entsprechen, die nie individuell, sondern typisch vor- 
genommen werden — gibt Ford nur die Zeitspanne des: ge- 
samten. Arbeitsvollzuges an, niemals die Zeitdauer des einzelnen 
Handgriffes (wie Taylor); diese Zeitspanne ist aber immer nur ideell 
vorhanden, wirkt nicht eingedrillt als Zwang. Hultzsch hatte z. B.
	        

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Wirtschaftlichkeitslehre. Österr. Staatsdr., 1928.
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