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Wirtschaftlichkeitslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftlichkeitslehre

Monograph

Identifikator:
1777655390
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178507
Document type:
Monograph
Author:
Kobatsch, Rudolf http://d-nb.info/gnd/1013687159
Title:
Wirtschaftlichkeitslehre
Place of publication:
Wien
Publisher:
Österr. Staatsdr.
Year of publication:
1928
Scope:
IV, 200 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
15. Öffentliche Rationalisierung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftlichkeitslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Wesen, Sinn und Umfang der Rationalisierung
  • 2. Individuelle Rationalisierung
  • 3. Rationelle Hauswirtschaft
  • 4. Rationelle Naturbeherrschung
  • 5. Rationalisierung der Landwirtschaft
  • 6. Rationalisierung in Industrie und Gewerbe
  • 7. Rationalisierung im Kleinbetrieb, namentlich im Gewerbe
  • 8. Die Rationalisierung des Warenvertriebes
  • 9. Rationalisierung des Verkehrswesens
  • 10. Rationalisierung des Geld- und Kreditverkehres
  • 11. Soziale Rationalisierung
  • 12. Soziale Wirkung der Rationalisierung
  • 13. Positive (innerbetriebliche) Mittel der sozialen Rationalisierung
  • 14. Stellungnahme von Wirtschaftsführern und Politikern zur Rationalisierung
  • 15. Öffentliche Rationalisierung
  • 16. Internationale Rationalisierung
  • 17. Vorschläge

Full text

180 
Einführung (allerdings noch nicht bei den Wiener städtischen Unter- 
aehmungen). Zu empfehlen wäre z. B. auch die Anbringung von 
Orientierungstafeln in allen Amtsgebäuden u.ä, 
Bei der Rationalisierung einer öffentlichen Verwaltung handelt 
es sich allerdings nicht bloß um die Verbesserung des Verfahrens, 
sondern auch um die- rationelle Änderung der Mentalität der 
Beamten: es darf keinen Bureaukratismus, keinen Formalismus 
geben, sondern es muß auch in diesen Angestellten jener Service- 
%edanke herrschend werden, der die amerikanischen Angestellten 
auszeichnet (siehe oben) und den Handelsangestellten so sehr 
empfohlen wird. Es genügt zur rationellen Ersparung auch nicht, 
Beamte abzubauen, sondern es sind überflüssige Ämter oder Amts- 
stellen und Referate zu beseitigen, denn bleiben diese bestehen, so 
werden für sie hinterher eben vertragsmäßige Beamte aufgenommen. 
Die Agenden und Akten müssen weniger zahlreich werden, der 
Amtsgang verkürzt, die mehrfachen Revisions- und Zur-Einsicht- 
Instanzen (oft nur leerer Durchlauf!) energisch gestrichen werden. 
Die Dienstzeit, die pünktlich einzuhalten ist, muß auch mit Arbeit 
verbracht werden; zwar sind viele unterinstanzliche Ämter, die eben 
an termingemäße Erledigung gebunden Sind, oft stark mit Arbeit 
überhäuft, dafür zeigt sich in manch anderen höheren Ämtern 
geringere Arbeitsintensität, obwohl ich viele Referenten in den 
Zentralstellen als überaus eifrige, sehr stark beschäftigte Arbeiter 
kenne. Die Arbeiten sollten auch nach dem Grundsatz der Fließ- 
arbeit (Progreßsystem, siehe oben) aneinandergereiht sein, was viele 
Zeitvergeudung unmöglich machen würde. Die Automatik in der 
Sehaltsvorrückung (»Ochsentour«) kann nicht rationell genannt 
werden; das Leistungsprinzip und Leistungsprämien sind rationeller. 
In den öffentlichen Dienst sollten ferner nur die Besten der Besten 
sintreten; eine strenge und sachliche psychotechnische Auslese 
‘te not. Die öffentlichen Beamten dürfen sich auch nicht als etwas 
‚Höheres« vorkommen als das übrige Staatsvolk, und sich nicht 
kastenmäßig abschließen. 
{m inneren Amtsbetriebe und im Parteienverkehre gelte der Grund- 
satz der co-operation, des service! DerUmstand, daß gerade befähigte 
Beamte es oft schwer haben, vorwärts zu kommen (suggestions 
siehe oben] sind ja selten oder nicht gerne gesehen), drängt sie 
vorzeitig in die Privatpraxis, während viel Mittelmaß zurückbleibt. 
Ein Fachmann empfiehlt daher, ein Mindestmaß an offenen Stellen
	        

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Wirtschaftlichkeitslehre. Österr. Staatsdr., 1928.
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