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Wirtschaftlichkeitslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftlichkeitslehre

Monograph

Identifikator:
1777655390
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178507
Document type:
Monograph
Author:
Kobatsch, Rudolf http://d-nb.info/gnd/1013687159
Title:
Wirtschaftlichkeitslehre
Place of publication:
Wien
Publisher:
Österr. Staatsdr.
Year of publication:
1928
Scope:
IV, 200 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
5. Rationalisierung der Landwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftlichkeitslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Wesen, Sinn und Umfang der Rationalisierung
  • 2. Individuelle Rationalisierung
  • 3. Rationelle Hauswirtschaft
  • 4. Rationelle Naturbeherrschung
  • 5. Rationalisierung der Landwirtschaft
  • 6. Rationalisierung in Industrie und Gewerbe
  • 7. Rationalisierung im Kleinbetrieb, namentlich im Gewerbe
  • 8. Die Rationalisierung des Warenvertriebes
  • 9. Rationalisierung des Verkehrswesens
  • 10. Rationalisierung des Geld- und Kreditverkehres
  • 11. Soziale Rationalisierung
  • 12. Soziale Wirkung der Rationalisierung
  • 13. Positive (innerbetriebliche) Mittel der sozialen Rationalisierung
  • 14. Stellungnahme von Wirtschaftsführern und Politikern zur Rationalisierung
  • 15. Öffentliche Rationalisierung
  • 16. Internationale Rationalisierung
  • 17. Vorschläge

Full text

2 
bedeutenden »Leerlauf« der landwirtschaftlichen Arbeit verursacht, 
indem bis zur Hälfte der aufgewendeten Arbeitszeit auf unproduktive 
Wege, Holung und Bringung, verloren geht; das mit dem Streubesitz 
verbundene Wende- und Tretrecht macht‘ ernste Fortschritte der 
Bodenkultur geradezu unmöglich, ebenso die Anwendung von 
Maschinen. Seit Hunderten von Jahren wird die »Flurbereinigung« 
vetrieben, eigene »Kommassierungs-« oder »Arrondierungs«gesetze 
erschienen — ihre Durchführung läßt aber sehr zu wünschen übrig, 
wenigstens in Österreich. Die Rationalisierung des landwirtschaftlichen 
Betriebes fordert mithin als eine Grundvoraussetzung. die energische, 
großzügige Reform der Grundstückeverteilung. »Bauerngeschlechter 
folgen Geschlechtern auf nassem, saurem Boden — sie haben nicht 
den Gemeinsinn, die Einsicht, mit den Nachbarn zur gemeinsamen 
Beseitigung der Übelstände zusammenzuarbeiten.« Die Bauern in 
Westfalen, Hannover und Sachsen sind besser daran, weil sie das 
Anerbenrecht, also mehr geschlossene Besitztümer, kennen (vgl. 
»Reichspost« vom 29. September 1927). 
Die weitere besitzpolitische Frage, ob Groß- oder Kleinbesitz 
vorteilhaftere Bewirtschaftung verbürge, ist nicht generell und apo- 
diktisch zu beantworten. Wahrscheinlich ist eine gesunde Mischung 
der Besitzgrößen und eine namhafte Zahl mittlerer Bauerngüter 
das beste Mittel zur Entwicklung des Ertrages. Großbesitze ermög- 
lichen die Verwendung maschineller Arbeitsbehelfe, die rationellere 
Verwertung wichtiger Nebenprodukte und die Anlage der sogenannten 
land- und forstwirtschaftlichen Industrien. Die nach dem Kriege in 
mehreren Staaten Ost- und Südosteuropas erfolgte, mehr weniger weit- 
gehende Zerschlagung der Großbesitze (Agrar- oder Bodenreform) 
hat, wie das Internationale landwirtschaftliche Institut in Rom be- 
richtet (1926), auf die Bewirtschaftung dieser Böden im allgemeinen 
nicht vorteilhaft gewirkt, eher nachteilig, wenn man davon absieht, 
daß in manchen Gebieten vom Getreidebau zur Viehzucht über- 
gegangen wurde, was an und für sich ein Vorteil sein kann, aller- 
dings nicht zu sein braucht. 
Wichtige Verbesserungen wurden in manchen Staaten, so auch 
in Deutschland, für den Bau und die Anlage (Einrichtung) der land- 
wirtschaftlichen Gebäude vorgeschlagen und zum Teil schon in 
Anwendung gebracht. Früher wurde oft unpraktisch (irrationell) und 
zu teuer gebaut, zu viel »Kapital« in den »Hof« gesteckt, Ställe, 
Scheunen, Keller usw. ohne Rücksicht auf den Arbeitsaufwand bei
	        

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Wirtschaftlichkeitslehre. Österr. Staatsdr., 1928.
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