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Wirtschaftlichkeitslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftlichkeitslehre

Monograph

Identifikator:
1777655390
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178507
Document type:
Monograph
Author:
Kobatsch, Rudolf http://d-nb.info/gnd/1013687159
Title:
Wirtschaftlichkeitslehre
Place of publication:
Wien
Publisher:
Österr. Staatsdr.
Year of publication:
1928
Scope:
IV, 200 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
6. Rationalisierung in Industrie und Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftlichkeitslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Wesen, Sinn und Umfang der Rationalisierung
  • 2. Individuelle Rationalisierung
  • 3. Rationelle Hauswirtschaft
  • 4. Rationelle Naturbeherrschung
  • 5. Rationalisierung der Landwirtschaft
  • 6. Rationalisierung in Industrie und Gewerbe
  • 7. Rationalisierung im Kleinbetrieb, namentlich im Gewerbe
  • 8. Die Rationalisierung des Warenvertriebes
  • 9. Rationalisierung des Verkehrswesens
  • 10. Rationalisierung des Geld- und Kreditverkehres
  • 11. Soziale Rationalisierung
  • 12. Soziale Wirkung der Rationalisierung
  • 13. Positive (innerbetriebliche) Mittel der sozialen Rationalisierung
  • 14. Stellungnahme von Wirtschaftsführern und Politikern zur Rationalisierung
  • 15. Öffentliche Rationalisierung
  • 16. Internationale Rationalisierung
  • 17. Vorschläge

Full text

7/6 
Käufergewohnheiten; dazu kommt, daß die europäischen Industrien 
auf die Ausfuhr in sehr verschieden geartete Länder, also auch_auf 
verschiedene Qualität und Art der Ausfuhrwaren Bedacht nehmen. 
müssen. Aber man erkennt doch an, daß die Erzeugung in Europa 
zu-sehr Zersplittert, zu sehr differenziert ist; daher ist die Zusammen- 
ziehung der Betriebe und deren Rationalisierung, die größere Ein- 
{achheit und Einheitlichkeit der Produkte bis zu einem gewissen 
Grade (der sich von selbst ergibt) wohl geboten. Außerdem bringt 
der Zusammenschluß noch folgende rationelle Vorteile: gemeinsamer, 
daher billigerer Einkauf der Rohstoffe; Verteilung der Erzeugung 
auf die frachtlich günstigst gelegenen Gebiete; Zentralisierung und 
Verbilligung der Werbearbeit; gemeinsamer und billigerer Verkauf. 
Auch ist der nationale Zusammenschluß der (wichtigeren) Betriebe 
sines Industriezweiges die Voraussetzung seines Anschlusses an 
aine internationale Kombination. 
{rrationell wäre es nur, wenn eine industrielle Konzentration 
über das gerechtfertigte Maß hinaus die Verkaufspreise hoch- 
halten oder gar erhöhen wollte; das hieße der Rationalisierungs- 
idee den schwersten Nachteil zufügen und würde auch sehr bald 
zur stärkeren Einfuhr billigerer Auslandsware drängen. Kluge Berater 
der Industrie in den Körperschaften, die dem Rationalisierungs- 
gedanken dienen, haben die wichtige Aufgabe, in solchen Fällen zu 
warnen, nicht wieder in den alten Fehler zu verfallen: lieber weniger, 
aber zu hohen Preisen, als möglichst viel, aber zu mäßigen Preisen 
zu verkaufen; derGewinn ist nämlich im letzten Falle sogar größer und 
xann immer größer werden, im ersten Falle dagegen schrumpft er ein. 
Bessere Marktbeherrschung — ein Gebot der Rationalisierung. 
In dem erwähnten Hoover-Bericht wird als größte Verlustquelle 
waste) oder Verschwendung des heutigen Wirtschaftssystems die 
periodische Inflationshausse mit . folgendem Rückschlag — die 
Krisen — bezeichnet; dieser Faktor nimmt daher in der mitgeteilten 
»Liste« der Verlustquellen die erste Stelle ein. Auch Prof. M. Keynes 
bezeichnet die Schwankungen im Güterumschlag und in der Be- 
schäftigung‘ als »die ernsteste Erkrankung« unserer Wirtschafts- 
ordnung. Was für Heilmittel werden gegen dieses Leiden vor- 
geschlagen? Welche Heilmittel kann auch der Rationalisierungs- 
politiker gutheißen?
	        

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Wirtschaftlichkeitslehre. Österr. Staatsdr., 1928.
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