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Wirtschaftlichkeitslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftlichkeitslehre

Monograph

Identifikator:
1777655390
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178507
Document type:
Monograph
Author:
Kobatsch, Rudolf http://d-nb.info/gnd/1013687159
Title:
Wirtschaftlichkeitslehre
Place of publication:
Wien
Publisher:
Österr. Staatsdr.
Year of publication:
1928
Scope:
IV, 200 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
7. Rationalisierung im Kleinbetrieb, namentlich im Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftlichkeitslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Wesen, Sinn und Umfang der Rationalisierung
  • 2. Individuelle Rationalisierung
  • 3. Rationelle Hauswirtschaft
  • 4. Rationelle Naturbeherrschung
  • 5. Rationalisierung der Landwirtschaft
  • 6. Rationalisierung in Industrie und Gewerbe
  • 7. Rationalisierung im Kleinbetrieb, namentlich im Gewerbe
  • 8. Die Rationalisierung des Warenvertriebes
  • 9. Rationalisierung des Verkehrswesens
  • 10. Rationalisierung des Geld- und Kreditverkehres
  • 11. Soziale Rationalisierung
  • 12. Soziale Wirkung der Rationalisierung
  • 13. Positive (innerbetriebliche) Mittel der sozialen Rationalisierung
  • 14. Stellungnahme von Wirtschaftsführern und Politikern zur Rationalisierung
  • 15. Öffentliche Rationalisierung
  • 16. Internationale Rationalisierung
  • 17. Vorschläge

Full text

79 
nicht mehr in unsere moderne Zeit der Groß- und Massenproduktion 
gehört? Schon das Erfurter Programm der deutschen Sozialdemokratie 
(1875), ja sein geistiger Ahne, das »Kommunistische Manifest« (1845) 
hatten, auf Grund eines — allerdings selbstherrlich gegebenen — 
Entwicklungsgesetzes, das Kleingewerbe zum Niedergange und Aus- 
sterben verurteilt, und auch heute gibt es Volkswirte und Politiker, 
welche dieses Urteil durchaus bestätigen. Es war aber, wie so oft 
in der Geschichtslehre ein Fehlurteil. Denn das »Gewerbe« hat sich 
in allen Staaten, auch in solchen mit gewaltig emporgeschossener 
Großindustrie, in Deutschland, Frankreich, ja auch in England und 
selbst in den Vereinigten Staaten durchaus erhalten und sogar — 
eben infolge der immer neuen Techniken und Fachindustrien — 
neue Blüten getrieben, neue Zweige seinem altknorrigen Stamme an- 
gesetzt. Daß das Gewerbe sich erhalten und weiterentwickeln konnte, 
ist mehreren Ursachen zu danken: einmal der vis inertiae, die auch 
in wirtschaftlichen Dingen sehr mächtig ist; dann dem zunehmenden 
Bedarfe an individuellen Mitteln der Bedürfnisbefriedigung (mit 
steigendem Wohlstande), daher die Existenzberechtigung der Kunst- 
und feinen Modegewerbe; ferner dem Bedarfe an Reparaturen aller 
Art; dazu kommen die Gewerbe der persönlichen Dienstleistungen, 
Am wichtigsten aber sind, wie schon erwähnt, die Nebengewerbe der 
naeuen Industrien und Techniken. Mercier verweist im Abschnitte 
‚Rationalisation et artisanat« darauf, daß selbst Ford eine von 
seinem Riesenwerke ganz verschiedene Organisation zu Hilfe ge- 
nommen habe, die »familiale« Werkstatt und das Handwerk, um 
dort Hilfsmittel und Bestandteile für seine Produktion herstellen zu 
lassen; natürlich müssen es völlig gleichartige Erzeugnisse sein, um 
zur Montage an einem beliebigen Verkaufsorte dienen zu können 
Auch die wunderbaren Fortschritte in der Verteilung der elektrischen 
Energie sichern dem Handwerke neue, zahlreiche Betätigungsarten. Auf 
dem Lande ist eine Mischung von gewerblicher und landwirtschaftlicher 
Arbeit, je nach Jahreszeit und Tagesstunde, eine sehr wirtschaftliche 
Betriebsform. Aber selbst was die modernen, automatisierten Betriebe 
anbelangt, ist hier ausgezeichnete gewerbliche Facharbeit noch durch- 
aus nicht zu entbehren, so zur Vorbereitung der Montage, zur 
fachgemäßen periodischen Prüfung (Demontierung, Ausbesserung und 
Wiederzusammensetzung) der Werkzeuge (Werkzeugmaschinen), die 
Äußerst genau arbeiten müssen, wenn sie Präzisionsarbeit verrichten 
sollen: für diese Tätigkeiten braucht man sehr geschulte Mechaniker,
	        

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Wirtschaftlichkeitslehre. Österr. Staatsdr., 1928.
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