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Die wirtschaftliche Konzentration

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Konzentration

Monograph

Identifikator:
1779735448
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-164166
Document type:
Monograph
Author:
Gruntzel, Josef http://d-nb.info/gnd/121546470
Title:
Die wirtschaftliche Konzentration
Place of publication:
Wien
Publisher:
Springer
Year of publication:
1928
Scope:
78 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
23. Die Wirkungen auf die Arbeiter
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Konzentration
  • Title page
  • Contents
  • 1. Die Begriffsbildung
  • 2. Betrieb
  • 3. Die Unternehmung
  • 4. Die Ursachen der Konzentration
  • 5. Die Formen der Konzentration
  • 6. Die Sammelunternehmung
  • 7. Die Kapitalsanlagevereinigung
  • 8. Die vertikale Konzentration
  • 9. Die horizontale Konzentration
  • 10. Teilweise und vollständige Konzentration
  • 11. Der vertragsmäßige Zusammenschluß
  • 12. Zusammenschluß durch Aktienerwerb oder Aktientausch
  • 13. Der Zusammenschluß durch Bildung einer Haltegesellschaft
  • 14. Der Zusammenschluß durch völlige Verschmelzung
  • 15. Das Kartell
  • 16. Der Trust
  • 17. Die Interessengemeinschaft
  • 18. Die Fusion
  • 19 Die Zwangsorganisation
  • 20. Die internationale Organisation
  • 21. Die Wirkungen auf die Produktionskosten
  • 22. Die Wirkungen auf die Preise
  • 23. Die Wirkungen auf die Arbeiter
  • 24. Die Versuche einer gesetzlichen Regelung
  • Index

Full text

Die Wirkungen auf die Arbeiter 
57 
gerade der freie Konkurrenzkampf Massen von Arbeitern plötzlich 
brotlos macht. Ein hervorragendes Beispiel sehen wir in dem Ankauf 
der Owenschen Patente für Flaschenblasmaschinen durch den Verband 
der europäischen Flaschenfabriken. Eine solche Maschine leistet mit 
vier Mann dasselbe, was 75 Glasbläser nebst ihren Hilfsarbeitern ver- 
fertigen konnten. Bei freier Konkurrenz hätte sich jede Fabrik mit der 
Anschaffung solcher Maschinen beeilen müssen, eine furchtbare Er- 
schütterung des Arbeitsmarktes wäre eingetreten, vielleicht hätten 
sich die Arbeiterrevolten aus den Anfangszeiten der Fabriksindustrie 
wiederholt. Das europäische Kartell kaufte aber im Jahre 1908 das 
Patent gemeinsam an und führte die Maschine nur in langsamer Folge ein, 
so daß im ersten Jahr nur 10% der Erzeugung und in den folgenden 
Jahren fortschreitend je 5% auf Maschinenarbeiten. übergeleitet wurden. 
Die Stetigkeit in der Beschäftigung behindert die Entstehung der 
„industriellen Reservearmee‘‘, welche auf die Arbeitslöhne drückt und 
bei Arbeitskonflikten die Widerstandskraft der Arbeiter lähmt. 
Die Wirkung auf die Arbeitslöhne ist eine günstige, weil das Lohn- 
niveau höher und stetiger ansteigt als unter der freien Konkurrenz, 
welche es jähen Schwankungen aussetzt. Hierüber sind namentlich im 
Kohlenbergbau und in der Eisenindustrie Deutschlands eingehende Unter- 
suchungen angestellt worden. Ein Vergleich der Löhne im Ruhrrevier 
und den übrigen Kartellgebieten mit den Löhnen in dem früher vom 
preußischen Fiskus beherrschten Saarrevier zeigte, daß die Kartellierung 
den Arbeitern sogar günstiger ist als die Verstaatlichung, obzwar es 
immer das Bestreben des staatlichen Bergbaues war, ‚die Löhne nicht 
steigen und fallen zu lassen, sondern sie möglichst in derselben Höhe zu 
halten oder doch nur, wenn eine Veränderung eintritt, sie nach oben 
zu verändern‘ (Rede des preußischen Handelsministers im preußischen 
Abgeordnetenhause am 26. Februar 1907). Die vielfach angestellten 
Untersuchungen über den Anteil der Arbeitslöhne am Wert des ge- 
förderten Produktes sind für die Kartellfrage nicht beweisend, weil 
die Ursachen der Anteilsveränderungen technischer Natur sind. Man 
hat freilich eingewendet, daß den Arbeitern die volle Ausnützung‘ der 
aufsteigenden Konjunktur erschwert oder unmöglich gemacht wird, 
weil sich die kartellierten Unternehmer bei der Anwerbung von Arbeitern 
nicht mehr zu überbieten brauchen. Eine derartige Ausnützung liegt 
aber nicht im Interesse des Arbeiters, weil sie zu einem um 8o schärferen 
Rückschlage führen muß. Die amerikanischen Trusts scheinen allerdings 
weniger auf eine stetige Lohnentwicklung hinzuarbeiten, aber die Ursache 
dieser Abweichung liegt nicht in den Trusts, sondern in den amerikanischen 
Wirtschaftsverhältnissen. Solange Europa das große Reservoir bildet, 
welches auch dem Bedarf Amerikas notwendige Arbeitskräfte abgibt 
und überschüssige wieder aufnimmt, sind die Trusts weniger auf die
	        

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Die Wirtschaftliche Konzentration. Springer, 1928.
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