Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Sittlichkeit in Ziffern?

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Sittlichkeit in Ziffern?

Monograph

Identifikator:
1779816413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-167099
Document type:
Monograph
Author:
Michels, Robert http://d-nb.info/gnd/118733737
Title:
Sittlichkeit in Ziffern?
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 229 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Teil IV. Akzessorische Fragen der moralstatistischen Kausalitäten
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sittlichkeit in Ziffern?
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Theoretische Vorfragen
  • Zweiter Teil. Statistische Vorfragen
  • Dritter Teil. Kriterien
  • Teil IV. Akzessorische Fragen der moralstatistischen Kausalitäten
  • Schlußbemerkung
  • Index

Full text

208 
Vierter Teil. 
Sie halten die Sittenstrenge für einen unentbehrlichen Bestand- 
teil des alten amerikanischen Geistes, den gegen Katholizismus, 
Judentum, Neger, deutsches, französisches, slawisches usw. 
Wesen aufrecht zu erhalten oberstes Sittengesetz der Vater- 
landsliebe sei. So bedienen sie sich zur Erreichung dieses Zweckes 
sehr drastischer Mittel. Vermummte Gestalten entführen mit 
List und Gewalt den Ehebrecher oder die Ehebrecherin (zumal 
wenn sie den bekämpften Gruppen angehören) in den Wald, 
ziehen sie nackt aus, bestreichen ihre Körper mit Teer und heften 
ihnen Hühnerfedern an, um sie dann in diesem Zustande laufen 
zu lassen, nicht ohne das ausdrückliche Verbot, je wieder in den 
Heimatsort zurückzukehren. Wenn das nicht den Teufel mit 
Beelzebub austreiben und den Rechtsstaat durch blöde Willkür 
ersetzen heißt, haben die Worte ihre Bedeutung verloren. 
Im ganzen darf man sagen, daß die Nachkriegszeit eine 
Welle freierer Auffassung in Ehe- und Liebesfragen mit sich 
brachte. Die schon längst unterhöhlte und praktisch fast all- 
gemein zum toten Buchstaben gewordene strafrechtliche Ver- 
folgungsmöglichkeit des Ehebruchs (Ehebruchsparagraphen) 
wurde von neuem heftigster Kritik ausgesetzt1%, In Rußland 
1066 „Der Ehebruch ist auch strafbar, Das ist altes Recht. Und zwar wird 
seit langem fast durchweg der Mann ebenso beurteilt wie die Frau, während 
die romanischen Länder auch hier noch an seiner Bevorzugung festhalten 
und ihn nur strafen, wenn er eine Konkubine in der ehelichen Wohnung 
oder auch offenkundig anderswo gehalten hat. Frankreich 339 (Arch. f. 
Kriminalanthr., S. 62, 235), Belgien (und Luxemburg) 389, Italien 354, 
Spanien 452, die Schweizer Kantone Freiburg, Tessin. Vielfach wurde und 
es wird in diesen Ländern der Mann viel geringer bestraft als die Frau. 
Ebenso ist der dritte Mitschuldige, unter Umständen er allein strafbar, aber 
auch er mehrfach geringer, da er ja nicht zur Treuhaltung verpflichtet 
ist, — umgekehrt der dritte Mann auch wieder schwerer. Die Strafe, 
früher für die Frau Todesstrafe, ist heute meist eine geringe Freiheits- 
strafe, aber nach dem neuesten deutschen Entwurf 1919 gegenüber den 
sechs Monaten Höchstmaß des geltenden Rechts auf ein Jahr Gefängnis 
erhöht. Vielfach muß heute vorher die Ehe geschieden sein, und zwar 
meist eben wegen des zu strafenden Ehebruchs. So in Deutschland, dem 
Schweizer Entwurf, Holland, Norwegen, Finnland, Ungarn (in Schweden
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Sittlichkeit in Ziffern? Duncker & Humblot, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.