Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Jungdeutsche Manifest

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Jungdeutsche Manifest

Monograph

Identifikator:
1779856016
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-164114
Document type:
Monograph
Author:
Mahraun, Artur http://d-nb.info/gnd/118781278
Title:
Das Jungdeutsche Manifest
Edition:
2. Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Jungdeutscher Verl.
Year of publication:
[1928?]
Scope:
208 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Abschnitt. Das Fronterlebnis und seine Wirkungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

4. Der Kampf gegen die Verschwendung in der Industrie. 
Der grösste Fehler wäre, wenn man die amerikanische Wirtschaft 
als ein wundersam organisches Gefüge betrachten wollte. Das 
gerade Gegenteil ist der Fall. Deswegen ist es eigentlich nicht das 
Wunder, dass jenes Land von schier unendlich erscheinenden öko- 
Nomischen Kräften übersprudelt, viel erstaunlicher ist, dass die 
Widersprüche sich doch zum Ganzen fügen, dass dieser kapita- 
listische Turm zuBabel unerschütterlicherscheint und weiter wächst. 
Der Verschwendungskoeifizient der Produktion ist in den Ver- 
einigten Staaten für unsere Begriffe ausserordentlich hoch. Es wird 
vieles weggeworfen, was bei uns in der verarmten deutschen Wirt- 
schaft als hoher Wert gilt. Viele bedeutende Betriebe verachten 
noch heute Nebenprodukte und Abfälle in einem Ausmasse, dass 
diese Verschwendung erschreckend wirkt. 
Man erlebt in Amerika aber noch eine andere Art von Ver- 
schwendung. Die Vereinigten Staaten wirken auf den Beobachter 
wie ein kapitalistischer Garten Eden, in dem alles wahllos blüht und 
wuchert, in dem sich niemand darum kümmert, was umkommt oder 
zertreten wird... 
Um nur ein Beispiel für viele zu geben, sei hier festgehalten, dass 
in der amerikanischen Automobilindustrie trotz Ford die gegen- 
seitige Konkurrenz ganz ausserordentlich zross ist, dass dennoch 
immer wieder neue Automobilfabriken entstehen, die wieder zu- 
sammenbrechen oder andere vernichten. In den Jahren von 1913 
bis 1924 sind in den Vereinigten Staaten rund 20 Automobilfabriken, 
darunter solche mit grossen Jahresproduktionen, entstanden und 
verblüht. Zum Teil hat daran allerdings auch der Krieg mitgewirkt. 
Die Leistungsfähigkeit der bestehenden Automobilfabriken ist 
ebensowenig voll ausgenützt wie z. B. die der Kohlengruben, der 
Mühlen oder der Schuhfabriken. 
Der Arbeitsminister Davis veröffentlichtein der offiziellen Monats- 
Zeitschrift seines Ministeriums zufällig im September 1925 bis ins 
Einzelne gehende Ziffern über die mangelhafte wirtschaftliche 
Nutzung wichtigster Industrien. Er stellte fest, dass die amerika- 
Nische Schuhindustrie bei voller Beschäftigung in der Lage sei, den 
Stiefelbedarf der ganzen Welt zu decken. Sowohl ihr Beschäifti- 
SUNSSZTad wie der der Mühlen- und Kohlenindustrie liege zwischen 
einem Viertel und einem Drittel ihrer Kapazität, ihrer Leistungs- 
möglichkeit. 
Man hat in Amerika den Eindruck, als ob die Menschenmassen 
den Städten über den Kopf gewachsen seien, sie ständig sprengen 
wollten, dass aber zugleich die Waren, die vergegenständlichte Pro- 
duktionskraft dieser Menschen, sie selbst im Übermass ihrer Mengen 
ersäufen möchten. Man meint, das Herankommen einer Krise des 
Überflusses körperlich zu fühlen. 
71
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.