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Statische oder dynamische Zinstheorie?

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Bibliographic data

fullscreen: Statische oder dynamische Zinstheorie?

Monograph

Identifikator:
1780205023
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-166182
Document type:
Monograph
Author:
Heinze, Gerhard http://d-nb.info/gnd/1156954630
Title:
Statische oder dynamische Zinstheorie?
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 165 Seiten
Tab.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. „Statische" oder „dynamische" Zinstheorie?
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Statische oder dynamische Zinstheorie?
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Einige vergleichende Bemerkungen über die Lösungsversuche des Preisbildungs- und Verteilungsproblems bei Cassel und Schumpeter und die Problemstellung
  • Erster Teil. Darstellung der Casselschen und der Schumpeterschen Zinstheorie
  • Zweiter Teil. „Statische" oder „dynamische" Zinstheorie?
  • Dritter Teil. Zusammenfassende Schlußbemerkung

Full text

144 
gewissen denkbaren Gegeneinwand entgegentreten. Bei ober- 
Mächlicher Beobachtung könnte man nämlich vielleicht noch 
versucht sein, die Sache sich folgendermaßen zurechtzulegen, 
Der künftige, erst nach 5 Jahren zu erlangende Nutzen von 
10 werde in der gegenwärtigen Schätzung in der Tat nur per- 
spektivisch verkleinert, also nur mit 6,21 angeschlagen. Aber 
diesem gegenwärtigen Werte des Zieles stehe eben auch nur ein 
gegenwärtiges (Arbeits- oder Geld-) Opfer von 6,21 gegenüber; 
das Warteopfer liege dagegen erst in der Zukunft und werde in 
dieser seine Kompensation durch den einstigen vollen Zukunfts- 
wert des Zieles — im Betrage von ‘10 — finden. Es stehe daher 
sinerseits gegenwärtiger Wert und gegenwärtiges Opfer, anderer- 
seits künftiger Wert mit der auch die. künftigen Opfer um. 
schließenden gesamten Opfergröße im erforderlichen Einklang. 
— Bei diesem Gedankengang würde man aber übersehen, daß 
jeder rationelle wirtschaftliche Kalkül die nicht fälligen Opfer 
oder Opferraten ebensowohl und zwar sofort in die Rechnung 
stellen muß, wie die fälligen. Wenn ich kalkuliere, ob ich ein 
mir gegen Zahlung von 20 Jahresraten ä 1000 fl. angebotenes 
Wohnhaus kaufen soll oder nicht, so darf ich nicht den gegen- 
wärtigen Wert des Hauses mit dem Werte der gegenwärtig 
fälligen Rate der Opfer, das ist mit der ersten sofort zu erlegenden 
Kaufschillingsrate von 1000 fl. allein in Vergleich bringen, 
sondern ich muß .selbstverständlich dem Werte des Hauses 
sofort den Wert aller gegenwärtig und künftig fälligen 20 Kauf- 
schillingsraten zusammengenommen gegenüberstellen, wobei 
nur die noch nicht fälligen Raten mit einem gewissen, sie auf 
ihren gegenwärtigen Wert reduzierenden Abzuge in Anschlag 
kommen werden. Analog setzt sich im Sinne der Abstinenz- 
theorie das gesamte für ein entferntes Genußziel auszulegende 
Opfer aus einer sofort fälligen, aus Arbeit oder Geld bestehenden 
ersten Opferrate und aus einer Reihe weiterer, über den ganzen 
zwischenliegenden Zeitraum sich echellonnierenden Raten von 
‚Warteopfern‘“ zusammen. Letztere mögen nun in den gegen- 
wärtigen Kalkül ebenfalls — sowie die später fälligen Kauf- 
schillingsraten des Hauses — nur mit einem gewissen, dem Grade 
ihrer zeitlichen Entlegenheit entsprechenden Abzuge eingestellt 
werden, aber sie müssen jedenfalls überhaupt eingestellt werden,
	        

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Statische Oder Dynamische Zinstheorie? Deichert, 1928.
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