Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gesellschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

Die Bewertung des Mitmenschen. 
95 
veranlasse immer zum Emporblicken und der Haß immer zum Herab- 
blicken. Mit der Liebe können sich vielmehr die andern beiden Bewer- 
tungen verbinden; und das Entsprechende gilt auch vom Haß. Aber 
diese Bewertungen sind in ihrem Wesen, wenn sie_im Zusammenhang ver- 
schiedener Gesinnungen auftreten, nicht dieselben; das ist durch den all- 
gemeinen Zusammenhang des Seelenlebens ausgeschlossen. Vielmehr ist 
Sinn und Bedeutung der Bewertung jeweils verschieden gefärbt und eben- 
so auch die Haltung der Über-, Unter- oder Gleichordnung. Beginnen wir 
mit dem Emporblicken, also der Haltung der Unterordnung, so 
findet diese ihre volle, gesundeste Wesensentfaltung bei der Gesinnnung der 
Liebe; wie sich auch umgekehrt die Liebe mit ihrer Neigung, ihrem Ge- 
genstand ein Höchstmaß von Wert beizulegen, in dem verehrenden Auf- 
blick zu einer überlegenen Vollkommenheit am reinsten entfalten kann. 
Und in der Tat ist die typische Situation der Unterordnung ja auch die 
Unterordnung und Verehrung gegenüber dem Führer oder der Gruppe 
als Ganzen, denen beiden gegenüber zusammen mit der Gemeinschafts- 
gesinnung die Liebe entgegengebracht wird. Aber auch mit dem Haß 
kann sich die Unterordnung verbinden. Es gibt Fälle, in denen er sich 
dem Eindruck der Überlegenheit nicht entziehen kann und sich zu einem 
widerwilligen Aufblicken genötigt sieht. Die Haltung der Unterordnung 
kann dabei nur in gebrochener Weise auftreten. Namentlich die innere 
Nachahmung mit ihrem Drang, sich die verehrte Persönlichkeit zu eigen 
zu machen, ist durch das Wesen des Hasses dabei ausgeschlossen; nur 
die Fügsamkeit und eine gewisse Beeinflußbarkeit bleibt bestehen. Einen 
besonders Typus bildet dabei der Fall, daß der Haß verdrängt ist, weil 
der Hassende nicht die Kraft aufbringen kann, den Haß in seinem Ver- 
halten aufrecht zu erhalten und zur Geltung zu bringen. Der schwache 
Mensch, sei er aus angeborenen Anlagen oder kraft der sozialen Verhält- 
nisse schwach, kommt typischerweise in diese Lage, falls sich der Haß 
gegen einen Stärkeren richtet. Die Verdrängung führt dann zu der be- 
kannten Überkompensation in der Richtung eines (unechten) liebediene- 
rischen Wesens, vermöge deren auch die Unterordnung krampfhaft ge- 
steigert erscheint. — Wieder anders gestaltet sich die Gesinnung der 
Unterordnung bei der Gesinnung der Unparteilichkeit, bei der 
die innere Hingabe eingeschränkt ist; und bei der Gleichgültigkeit, bei 
der sie fehlt und der Emporblickende sich gleichsam mit einer kühlen 
theoretischen Konstatierung der Überlegenheit begnügt. 
Entsprechendes gilt von dem herabblickenden Bewer- 
ten, also der Haltung des gehobenen Selbstgefühles. Es kann die Über- 
zeugung von dem minderen Wert auch bei der Liebesgesinnung eintreten. 
Der Vater hegt Liebe dem verlorenen Sohn gegenüber und erblickt diesen 
gleichwohl unter sich. Und in demselben Verhältnis steht die Mutter zu
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.