Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gesellschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

08 Die sozialer Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft. 
9. Die Tatsachen der Sympathie. 
Inhalt: Unter dem Namen der Sympathie sind namentlich drei Gruppen 
von Tatsachen zu unterscheiden: .l. Ein direktes Miterleben fremder Affekte, das 
auf sinnlicher Grundlage ruht und namentlich in der milderen Form der An- 
steckung von Stimmungen, Willenshaltungen und Gesinnungen von der größten so- 
zialen Bedeutung ist. — 2. Ein Wissen um die Gefühle und überhaupt um die 
inneren Zustände anderer, das als eine Art Miterleben des inneren Lebens anderer für 
die Expansion des Ich von der größten Wichtigkeit ist. — 3. Die Tatsache der 
Mitfreude und des Mitleides, die ebenfalls auf angeborenen Anlagen beruht und 
durch die Entwicklung der Kultur vielfach gesteigert wird. 
1. Das Wort Sympathie dient als ein Sammelname für verschiedene 
Gruppen von Tatsachen, die oft in verhängnisvoller Weise miteinander 
vermengt werden. Es sind ihrer namentlich die folgenden zu unter- 
scheiden. Erstens gibt es ein direktes Miterleben von Gefühls- 
zuständen eines anderen Wesens. Die Gefühle strömen in diesem .Fail 
unmittelbar vom ersten Wesen auf seine Umgebung über; sie wirken 
direkt ansteckend. Die Scheidewand zwischen Ich und Nicht-Ich ist dabei 
aufgehoben. Ein Kind kann niemanden weinen sehen, ohne selbst zu 
weinen; der ansteckenden Wirkung des Lachens erliegen viele Erwachsene 
— alles Vorgänge, bei denen natürlich nicht nur die Ausdrucksbewegun- 
gen, sondern auch die Affekte selbst überstrahlen. Ebenso ruft der Schrei 
aus Schmerz bei vielen die stärksten Schmerzzustände hervor, und leb- 
hafte Freudenbezeugungen wie das Tanzen und Springen vor Freude 
stecken vielfach ebenso an. Der Mechanismus dieser ganzen Vorgänge be- 
ruht auf den Ausdrucksbewegungen: diese bilden den Reiz, auf den hin 
der betreffende Gefühlszustand als Antwort eintritt. Man hat früher wohl 
gemeint, die Reaktion bestände zunächst nur in der Erzeugung der glei- 
chen Ausdrucksbewegungen, allgemeiner der gleichen Ausdruckshaltungen, 
und an diese knüpfe sich sekundär erst der entsprechende Gefühlszustand, 
wobei natürlich von Ausdruckshaltungen auch in solchen Fällen zu spre- 
chen wäre, wo diese durch Selbstbeherrschung nach außen möglichst unter- 
Jrückt werden, aber doch noch wahrnehmbar bleiben. Doch sprechen 
weder die eigenen Erlebnisse noch theoretische Gründe für einen der- 
artigen Umweg über die Ausdrucksbewegungen; vielmehr läßt typischer- 
weise die Wahrnehmung des fremden Ausdrucks gleichzeitig das eigene 
Gefühl und seinen Ausdruck entstehen. — 
Voraussegung für die Übertragung ist natürlich die Anschaulichkeit 
des ursprünglichen Vorganges, also die Schaustellung des inneren Zu- 
standes durch Ausdruckshaltungen, die hinreichend lebhaft und auch hin- 
reichend einfach und eindeutig sein müssen, um den angeborenen Mecha- 
nismus in Bewegung zu segen. Voraussegung ist damit natürlich auch die 
unmittelbare Gegenwart des ersten Trägers der Gefühle. Doch gilt das
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.