Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gesellschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

Die Tatsachen der Sympathie. 
105 
6. In den bisher betrachteten Fällen stand der von der Beein- 
flussung Ergriffene in Reih und Glied mit den ursprünglichen Trägern 
des Gefühls. Wir kommen jegt zu einem andern Typus von Vorgängen. 
Hier steht ihr Träger weit ab für sich als reiner Betrachter dem Er- 
lebenden gegenüber. Gemeint ist das Verstehen. Betrachtet man es 
gleichsam von außen her, so kann es als verwandt mit dem eben be- 
trachteten Vorgang erscheinen. Es scheint eine allmählige Abstufung von 
dem vorigen zu diesem Typus hinüberzuführen. Eine recht anschauliche 
Schilderung einer Verwundung z. B. kann eine Reaktion hervorrufen, die 
dem unmittelbaren Miterleben des Schmerzgefühles sehr nahe kommt. 
Im allgemeinen aber wird eine-Schilderung nur eine vorstellungsmäßige 
Nachbildung hervorrufen. — Jedoch würde man sich bei dieser Auf- 
fassung eines typischen Irrtums schuldig machen. Namentlich darf die 
Tatsache, daß man in beiden Fällen von einer „Nachbildung“ sprechen 
kann, nicht darüber täuschen, daß in beiden Fällen nicht ein und derselbe 
Begriff mit dem Worte gedeckt wird. Der Irrtum entspricht der natura- 
listischen Auffassung der inneren Welt, die diese nach Analogie der 
äußeren Welt konstruiert, insbesondere mit Begriffen (wie „Nachbil- 
dung“) aus jener Sphäre operiert, die tatsächlich bei der Übertragung 
zu bloßen Wörtern herabsinken. Maßgebend sein kann nur eine Be- 
trachtung von innen heraus, die phänomenologisch vorgeht. Sie ergibt: 
das Verstehen ist eine Art von Wissen. Ein Wissen um einen see- 
lischen Zustand ist aber grundverschieden von dem Erleben des- 
selben Zustandes. Ob ich z. B. einen Schreck erlebe oder über dieses Er- 
lebnis reflektiere, ist ein wesenhafter Unterschied. Demgemäß tritt das 
Miterleben von Gefühlszuständen schon bei Tieren auf, während das 
Verstehen erst beim Menschen vorkommt. Freilich kann sich beides, Mit- 
erleben und Verstehen, miteinander verbinden, und zwar in den ver- 
schiedensten Stärkegraden beider Vorgänge. Man kann auf diese Weise 
von einem starken Miterleben, verbunden mit schwachem Verstehen. 
einen kontinuierlichen Übergang bilden bis zum ausgeprägten Verstehen, 
verbunden mit schwachem Miterleben. Aber in Wirklichkeit findet dabei 
keine kontinuierliche Entwicklung statt, sondern mit dem ersten Auf- 
treten einer Spur des Verstehens entsteht etwas seinem Wesen nach 
völlig Neues. 
Uns beschäftigt hier nur die Leistung des Verstehens. Diese ist 
viel größer, als eine oberflächliche Betrachtung sie uns zunächst erscheinen 
läßt. Erstens umfaßt der Inhalt des Verstehens viel mehr als eine 
Reihe formulierter oder formulierbarer Einsichten, nämlich auch Zu- 
stände, die nur intuitiv einheitlich erfaßt und nicht urteilsmäßig zer- 
gliedert werden. (Sie brauchen nicht emotional-subjektiver Art zu sein, 
sondern können ebenso der Sphäre des „Geistes“ wie der „Seele“ an-
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.