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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

118 Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft. 
Nachbildung der fertigen Schriftzüge, sondern vor allem an eine Ein- 
fühlung in das Vorbild zu denken haben. 
Notwendig ist jedoch die Überlegenheit im Werte für die Nach- 
ahmung einer Vorlage nicht. Wenn z. B. Kinder mit Leidenschaft Tiere 
der verschiedensten Arten in der intensivsten Weise nachahmen, so ist 
es nicht sicher, daß überall eine von ihnen empfundene biologische Über- 
legenheit der Tiere ($ 5,,) das Motiv bildet. Auch der Reiz des Un- 
gewöhnlichen könnte schon allein angesichts der großen Emp- 
fänglichkeit der Kinder für alles Ungewöhnliche ein hinreichendes Mo- 
tiv abgeben und spricht jedenfalls vielfach mit. Auch die Tatsache, daß 
ein Versprechen unter Umständen ansteckend wirken kann, bezeugt, daß 
das Ungewöhnliche als solches eine eindrucksvolle Vorlage sein kann. 
Es können auf diese Weise auch Vorbilder von ausgesprochen negativem 
Werte zur Nachahmung gelangen. Auffällige Mängel der äußeren Er- 
scheinung wie Stottern oder Hinken reizt bekanntlich die Nachahmungs- 
lust der Kinder oder Ungebildeter in hohem Maße. Auch hier muß man 
annehmen, daß zunächst das Ungewöhnliche an sich die Aufmerksamkeit 
festhält. Hinzutreten die oben erwähnten Motive der Neugierde (wie macht 
man es) und der Kampflust, die die Schwierigkeit der ungewöhnlichen 
Vorlage bewältigen will. Vor allem aber spricht das Selbstgefühl mit, 
zunächst als einfaches Gefühl der Überlegenheit über die mit dem Man- 
gel behafteten Personen; es kommt dann in der Regel der Beifall hinzu, 
den die Zuschauer der gelungenen Karrikatur zollen und der davon 
zeugt, daß sie die gleiche Freude an der Nachahmung auffälliger Mängel 
besigen. — Vielfach finden wir auch Neuerungen, z. B. neue Wörter 
oder Kleidermoden, von solchen Personen angenommen, die sie zunächst 
wegen ihrer Geschmacklosigkeit und Häßlichkeit verurteilten und ab- 
lehnten. Schwerlich kann man diesen Übergang ins andere Lager ledig- 
lich aus der bloßen Anpassung an die Umgebung erklären. Es ist auch 
fraglich, ob stets im Augenblick der Annahme die Überzeugung eines 
negativen Wertes bereits dem Gegenteil Play gemacht hat. Grade das 
Bewußtsein der Wertwidrigkeit vermag die Aufmerksamkeit zu fesseln 
und die Vorlage festzuhalten im Sinne einer fascinierenden Wirkung und 
so schließlich zur Kapitulation zu führen. Sicher gehört diesem legteren 
Typus an die Nachahmung von Verbrechen und die Häufung von Selbst- 
morden an bestimmten Stellen, wobei im legteren Fall natürlich bereits 
entsprechende Dispositionen vorhanden sein müssen. 
Als legte begünstigende Bedingung für die Nachahmung kommt end- 
lich jede Verengung des Bewußtseins in Betracht, sofern 
diese die Widerstände gegen die hierbei als vorhanden vorausgesegßte 
triebhafte Tendenz zur Nachahmung vermindert. Künstlich wird eine 
solche z. B. durch die Hypnose herbeigeführt. Ferner gehören hierher
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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