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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

158 Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft. 
Wurzel ist jedenfalls instinktartig, ihre einfachste Form haben wir wahr- 
scheinlich im Greifen zu erblicken, das sich bekanntlich sehr früh beim 
Kinde als starker Instinkt bemerklich macht. Eng verwandt mit unserem 
Triebe ist wohl das, was von Psychologen gelegentlich als Sammeltrieb 
bezeichnet wird!). Ein solches Sammeln wird sich nicht wahllos jedem 
Gegenstande zuwenden, sondern nur solchen, die irgendwie von Wert 
sind. 
Literatur: Über die Bedeutung der Ausdruckstätigkeit für die Entstehung 
jer Kultur vgl. Danzel, Die Anfänge der Schrift, und Karl Schröter, An- 
fänge der Kunst im Tierreich und bei den Zwergvölkern. Das erstere Buch belehrt 
zugleich an vielen Stellen über die Verbreitung und Bedeutung der Tendenz zur 
Dbijektivierung des Innern. 
14. Die innere Verbundenheit als Wesen der Gesellschaft. 
Inhalt: die Betätigung der sozialen Instinkte bringt durchweg eine spezi- 
Gsche innere Verbundenheit der beteiligten Personen mit sich, die von den Zu- 
;tänden und Geschehnissen der Körperwelt mit ihrem diskreten Charakter grund- 
verschieden ist. Insbesondere ist jeder Akt des sozialen Verkehrs, d. h. der Mittei- 
lung und des von ihm nicht zu trennenden Verständnisses, durch eine solche Ver- 
zundenheit ausgezeichnet, bei der sich Mitteilung und Resonanz, gegenseitiges Geben 
and Nehmen untrennbar verschlingen, und so die Erlebnisse beider beteiligten Per- 
sonen in eins zusammenfließen. Je nachdem die Gegenstände die hierbei in Frage kom- 
mende Fähigkeit der Resonanz für einen Menschen besigen oder nicht besigen, zerfallen 
;ie für ihn in zwei verschiedene Welten: die Sozialwelt und die Sachwelt. Nur auf die 
lestere ist die übliche Raum- und Sachlogik der Naturerkenntnis anwendbar, wäh- 
‚end die andere einer ganz anderen („geisteswissenschaftlichen“‘) Logik untersteht. 
Dabei wird an den Gebilden der Sozialwelt nicht etwa von Haus aus ein Inneres 
von einem Äußeren unterschieden, sondern sie werden ursprünglich als psycho- 
ohysische Einheiten erlebt. — In der Entwicklung geht die Entfaltung der Sozial- 
welt derjenigen der Sachwelt beim Kinde bei weitem voraus, wobei es jedoch zweifel- 
haft bleibt, ob die erste in den Anfängen die einzige Auffassungsform des Kindes 
ıbgibt. Auch bei den Naturvölkern dominiert die Sozialwelt bei weitem über die 
Sachwelt, ohne daß damit ihre ausschließliche Herrschaft anzuerkennen wäre. Durch- 
weg umfaßt die Sozialwelt nicht alle Menschen und die Sachwelt nicht alle Körper, 
die Grenzlinien kreuzen sich vielmehr. 
L- 
1. Eine Welt völlig eigenartiger innerer Beziehungen hat sich unseren 
Blicken in den vorhergehenden Betrachtungen über die sozialen Anlagen 
les Menschen enthüllt. Sie ist unverständlich für die alte individuali- 
;tische oder besser gesagt atomistische Auffassung vom Menschen. Dar- 
nach steht der Mensch dem Menschen innerlich völlig abgeschlossen, näm- 
lich völlig selbständig und innerlich fremd gegenüber. Nur äußere Be- 
1) Vgl. Karl Groos, Spiele der Menschen 1. Aufl., S. 124. James spricht 
von einem hesonderen Erwerbstrieb (Principles of Psychology II. 422).
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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