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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

Das Wesen der Gesellschaft. 
173 
wie als Gegenstände der Jagd den Charakter bloßer Nüsglichkeitsgegen- 
stände gewinnen. Speziell der Kampf zeigt neben solchen Formen, denen 
gerade die innere Verbundenheit ihr eigenartiges Gepräge verleiht 
($ 25), solche, die zum reinen Sachverhältnis neigen. Dahin gehört der 
Kampf gegen die Verbrecher wie der Krieg, der legtere jedoch nur, wenn 
er sich gegen als fremd empfundene Völker richtet. 
Anderseits können körperliche Objekte in einer ähnlichen Weise zu 
uns sprechen wie menschliche Mitglieder der Gesellschaft. Alles Hab 
und Gut, das zu unserem Selbstgefühl enge Beziehungen besigt, gehört 
hierher und ebenso alle Objekte, die wie Erinnerungsträger oder Heilig- 
tümer mit unserem Innenleben eng verflochten sind und dadurch einen 
symbolischen Wert gewinnen. Kurz gesagt alle materiellen Träger eines 
objektiven Geistes besigen mehr oder weniger Gesellschaftscharakter. 
Sie vermögen zwar nicht in dem Maße wie der Mensch mit dem Ich einen 
Verkehr zu pflegen, weil ihnen die menschlichen Fähigkeiten des Aus- 
druckes und der Mitteilung abgehen; sie können jedoch ebenfalls den 
Menschen als ein „Du‘ ansprechen, weil es jedem Objekt gegenüber 
eine große Fülle von Auffassungsmöglichkeiten gibt und der Mensch in 
diesem Fall ihm in seiner jeweiligen Auffassung diejenigen Züge zu ver- 
leihen vermag, die sein innerstes Leben in Bewegung segben. 
Über die Fähigkeit der Vergemeinschaftung mit unpersönlichen Gebilden s. 
$ 13, und $ 19,,. Hier nur einige Beispiele für das Vorkommen eines Sozialverhält- 
nisses ihnen gegenüber. Das Bild eines Menschen kann uns so nahe stehen, daß wir 
seine Vernichtung wie die Vernichtung eines lebendigen Wesens empfinden. Unsere 
Heimat erzählt uns von unserer Jugend. Ein Ring spricht uns von dem Glück ent- 
schwundener Jahre; eine Landschaft vermag uns in wehmütige oder heitere Stimmung 
zu versegen, und die Kunst der Dichtung hat diese Sprache besonders ausgebildet. — 
Für die Erklärung dieser Wirkung nur ein paar Andeutungen. Der schaffende Mensch 
legt in sein Werk seine ganze Person hinein: daraus erklärt es sich, daß dieses 
wieder zu ihm spricht, wie wenn ein zweites Ich ihm gegenüber stände. Symbole nach 
Art der Fahne oder des Ringes haben bedeutsame Erlebnisse in sich aufgespeichert 
und gewinnen dadurch eine starke Ausdruckskraft — etwa wie Menschen, mit denen 
man alle jene Ereignisse zusammen erlebt hat. Ähnlich beruht die sprechende Wir- 
kung der heimatlichen Landschaft darauf, daß sie gleichfalls als ein Erinnerungs- 
träger uns gegenübertritt vermöge der Jugenderlebnisse. die in ihr verdichtet sind. 
Die Grenze zwischen der Sachwelt und der Gesellschaft verläuft 
also nicht parallel mit derjenigen zwischen der Körperwelt und der 
menschlichen Welt. Man kann nur sagen: es besteht eine Tendenz, 
daß die Körper als Sachen und die Menschen als gesellschaftliche Objekte 
erscheinen. Auch kann das Gesellschaftsverhältnis seine vollkommenste 
Ausprägung nur an menschlichen Trägern erfahren; und vom Sach- 
verhältnis gilt in etwas abgeschwächter Weise dasselbe hinsichtlich der 
Körperwelt. Beide Bereiche sind dabei nicht durch eine schroffe Kluft
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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