Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gesellschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

Der historische Charakter des menschlichen Seelenlebens. 201 
wiegend subjektiv, durch die Einflüsse der Erwartung und der Furcht 
bestimmt ist. Die äußere Möglichkeit zu solchen Sinnestäuschungen ist 
überall gegeben, wo wir undeutliche Wahrnehmungen haben, die zu 
einer Ergänzung ihres Inhalts herausfordern. Sie ist also auch bei uns 
noch vorhanden. Aber bei uns vollzieht sich tatsächlich die Ergänzung 
in anderer Richtung. Der Einfluß der herrschenden Denkweise und 
Weltanschauung erstreckt sich also hier wiederum bis in das Bereich der 
Wahrnehmungen hinab. Dasselbe gilt sogar für leibliche oder genauer 
psychophysische Vorgänge. Die Nahrungsmenge, deren der Mensch zur 
Sättigung bedarf, ist nicht konstant, vielmehr schwankt sie je nach den 
subjektiven Verhältnissen wahrscheinlich in ziemlich erheblichen Gren- 
zen. Dasselbe ist für unsere Temperaturverhältnisse anzunehmen, wenn 
wir an die großen tatsächlichen Verschiedenheiten der Klimate und Hei- 
zunzgsmöglichkeiten denken. 
2. Wir sehen also: es gibt keine konstante menschliche Natur in 
dem in Rede stehenden Sinn. Freilich darf man auch nicht annehmen, 
daß sich das menschliche Seelenleben nun in einer Fülle geschichtlicher 
Verschiedenheiten entfaltet, der jede Art von Einheit abgeht. In Wirk- 
lichkeit bewegt sich das menschliche Seelenleben vielmehr auf der Grund- 
lage gewisser konstanter Anlagen, die eine geschichtlich verschiedene 
Entfaltung finden, oder in gewissen konstanten Formen, die mit wech- 
selndem Inhalt erfüllt werden. Beide Seiten des Sachverhalts 
wollen gleichmäßig gewürdigt werden. Die Fülle der Verschieden- 
heit wird uns durch die Erfahrung hinreichend aufgedrängt. Die 
Konstanz gewisser Grundanlagen dagegen muß gegenüber dem Po- 
sitivismus, der nichts als Anpassung und sonstige Milieueinwirkungen 
sieht, nachdrücklich betont werden. So kann sich der Kampf beim Men- 
schen der verschiedensten körperlichen und geistigen Mittel bedienen 
und auf eine entsprechende Fülle verschiedener Ziele gerichtet sein: 
stets ist seine letzte Triebkraft doch ein und derselbe Kampfinstinkt. 
So kann sich das Machtverhältnis in den denkbar verschiedensten For- 
men auswirken, hinter denen doch derselbe Machtwille als konstante 
Grundlage steht. Gewiß ist der Ekel vor bestimmten Gegenständen ein 
geschichtliches Erzeugnis, in diesem Sinne ist der Ekel gewiß keine all- 
gemeine menschliche Eigenschaft: aber deswegen darf man nicht in den 
Irrtum verfallen, als ob der Ekel als seelische Haltung überhaupt, als 
Form des Verhaltens schlechtweg erst zu einer bestimmten Zeit oder 
bei einem bestimmten Volk durch einen Gegenstand, der ihn reizte, 
ins Leben gerufen wäre. Vielmehr ist der Affekt des Ekels als bloße 
formale Anlage ebenso allgemein menschlich, wie jeder besondere In- 
halt geschichtlich bedingt. Daß hinter der unühersehbaren Fülle der
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.