Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gesellschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

Die verschiedenen Arten der Gemeinschaft. 
227 
die Gemeinschaftshaltung entgegengebracht.. Die Gemeinschaftsgesin- 
nung richtet sich hier auf die Gruppe in ihrer konkreten Verkörperung 
durch die Mitglieder. Und zwar kann man an ihr wie gesagt zwei Sei- 
ten unterscheiden. Erstens fühlen sich die Beteiligten gemeinschafts- 
mäßig verbunden mit den einzelnen zugehörigen Personen — jedoch 
nicht, sofern sie Personen sind, sondern sofern sie die Gruppenqualität 
in sich tragen. Zweitens fühlen sie sich gemeinschaftsmäßig verbunden 
mit der Gruppe als solcher, mit ihrem Glück und ihrer Ehre und deren 
Gegenteil; dabei erscheint ihnen die Gruppe (wenigstens zunächst) ver- 
körpert in den gegenwärtigen Mitgliedern, sofern diese in gewissen 
Situationen sich zu einer Einheit zusammenschließen. 
Obwohl sich das Gemeinschaftsverhältnis bei diesem Typus eigent- 
lich nur auf die Gruppe richtet, wird es doch erlebt als enge Verbunden- 
heit von Person zu Person. Die Gruppenangelegenheiten durchdringen 
bei diesem Typus noch das Leben aller Individuen nach allen Richtun- 
gen hin. Die Einzelnen leben zwar durchaus nicht uneingeschränkt 
($ 28), aber doch in weiter Ausdehnung in den Interessen und An- 
gelegenheiten der Gruppe. Und überall, wo sie sich in solcher Weise 
verhalten, also bei allem gemeinschaftlichen Tun und Verhalten, da ent- 
faltet sich das „Wirbewußtsein‘. In ähnlicher Weise vollzieht sich die 
Ausweitung des Ich da, wo ein einzelner in einer Gruppenangelegenheit 
etwas erlebt oder erleidet (z. B. ein Unrecht von einer anderen Gruppe 
erfährt) und andere Angehörige seiner Gruppe Zuschauer dieser Erleb- 
nisse werden: die Zuschauer erleben dann „seine“ Angelegenheit als 
„ihre‘“ Angelegenheit, weil das Erlebnis des Genossen ein Erlebnis der 
Gruppe ist. — Die spezifische Färbung des Bewußtseins ferner, die dem 
Gemeinschaftszustand entspricht, sowie überhaupt die mit ihm ver- 
bundene meist unbewußt bleibende psychophysische Haltung (in der 
Richtung der Vertrautheit, Sicherheit, Entspannung usw.) kommt bei 
diesem Typus in starkem Maße zur Geltung, weil der Einzelne sich fort- 
während von der Gruppe umgeben fühlt, da seine sämtlichen Genossen 
ihm diese fortgesegßt verkörpern. Sie beeinflußt alle interindividuellen 
Beziehungen und gibt ihnen einen eigenen Reiz, auch wenn sie nur einen 
kleineren Kreis innerhalb der Gruppe umfassen und es sich dabei um 
keine Gemeinschaftsangelegenheiten handelt. 
Neben denjenigen Beziehungen, die zwischen den einzelnen Genos- 
sen als Mitgliedern der Gruppe bestehen, kommen auch rein persönliche 
Beziehungen freundschaftlicher Art zwischen ihnen in Betracht. Je nach 
der Stärke dieser persönlichen Beziehungen können auch sie Gemein- 
schaftscharakter besigen oder sie bedeuten nur ein gemeinschaftsähn- 
liches Verhältnis. In systematischer Hinsicht sind diese Beziehungen 
von der Gruppengemeinschaft streng zu unterscheiden. Den Unter-
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.