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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Gruppe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

Gruppenbewußtsein und sonstiges Kollektivbewußtsein. 355 
kann daher sagen, daß auch die rein individuellen Bewußtseinsinhalte 
auf diesem Wege indirekt an der Kollektivität teil- 
nehmen. 
In diesem letzteren Sinne reicht dann die Wirkung des Kollektiv- 
geistes genau so weit in die einfachsten Formen des Seelenlebens herab, 
wie wir dies bei unserer Betrachtung über die historische Gestaltung 
unseres Seelenlebens ($ 17) kennengelernt haben, die denselben Tat- 
bestand nur von einer anderen Seite her beleuchtet hat. So erscheint z. B. 
eine Wahrnehmung eines Einzelnen zunächst als ein rein individueller 
Akt. Wir müssen uns jedoch unserer früheren Betrachtungen erinnern 
über die historischen Kräfte, von denen die Struktur der Wahrnehmun- 
gen abhängt; z. B. die Art zu sehen beim Maler, beim Jäger, beim Holz- 
händler usw. Die in einer Gruppe herrschende Art zu sehen aber beruht 
ehensogut wie ihre Art zu denken oder zu fühlen auf fortgesegten Wech- 
zelbeeinflussungen. Die einzelne Wahrnehmung einer einzelnen Person, 
obwohl an sich durchaus individuell, z. B. das Erblicken blauer Schatten 
oder das Gewahrwerden von Gespenstern, ist somit in ihrem Aufbau von 
derartigen Kollektivvorzängen bestimmend beeinflußt. 
31. Der Lebensdrang der Gruppe. 
Inhalt: Einen Lebensdrang zeigt die Gruppe in verschiedenem Maße, je 
nachdem ihr Charakter stärker oder schwächer ausgeprägt ist. Der Lebensdrang richtet 
sich in erster Linie auf biologische und soziale Güter, wie die Erhaltung und die 
Sicherung der Existenz, die Ausdehnung der Gruppe und die Steigerung ihrer Macht 
und ihres Besiges, und erst in zweiter Linie auf geistige Güter. Sein Gegenstand 
ist aber lediglich die Gruppe als solche; ausgeschlossen von ihm sind also alle rein 
persönlichen Interessen und die Interessen schwächerer Teilgruppen, soweit durch sie 
nicht auch das Interesse der Gruppe in einer sich aufdrängenden Weise berührt wird. 
In dieser Beschränkung sind vom Standpunkte der individualistischen Ethik aus be- 
trachtet eine Fülle von Härten enthalten. — Negativ richtet sich der Lebensdrang in 
der Form der Abwehr gegen Elemente, die als störend empfunden werden wegen 
biologischer, sozialer oder persönlicher Minderwertigkeit, falls die Störung gewisse 
Grenzen überschreitet. Die ältesten Verfahren sind das Beiseiteschieben und Ver- 
nichten oder das Ignorieren. Erst viel später bilden sich die Methoden der Hilfe 
und Vorbeugung aus. Daneben besteht von Anfang an eine positive Behandlung sozia- 
ler Störungen von geringerem Grade, die auf dem persönlichen Kontakt in der Gruppe 
beruht. Diese letstere Art Regulierung vollzieht sich vorwiegend unbewußt. 
1. Von dem Lebensdrange einer Gruppe kann man in demselben 
Sinne sprechen wie von demjenigen eines einzelnen Menschen. Er ist 
natürlich nicht in gleicher Weise in allen Gruppen entwickelt entsprechend 
der verschiedenen Stärke, in der der Gruppencharakter überhaupt aus- 
geprägt sein kann. Eine schwach ausgeprägte Gruppe wie die heutige 
Proletarierfamilie hat einen sehr viel geringeren Lebensdrang als die
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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