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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Gruppe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

362 
Werte der einzelnen Klassen. Endlich liegt auch die allgemeine Neigung, 
im Erfolg ein Gottesurteil zu finden, in der Richtung der in Frage stehen- 
den Tatsache. In der Literatur tritt uns diese Neigung zum ersten Male 
in großem Maßstab im Buche Hiob entgegen, wo Hiobs Leiden von seinen 
Freunden auf sein Unrecht zurückgeführt wird. Einen großen Fort- 
schritt bedeutet es, wenn diese Methoden der Repression durch die Ten- 
denz zur wirklichen Heilung und Vorbeugung erseät werden — ein 
Wandel, der bei uns erst in der jüngsten Vergangenheit begonnen hat 
und der in der Hauptsache nicht auf Humanität, sondern auf einem 
besseren Verständnis für das Wohl der Gruppe beruht ($ 32,,). 
6. Es wäre aber irrig anzunehmen, daß die positiven 
Tendenzen, d. h. der Wille zum Bessern und Heilen bei der Be- 
handlung der minderwertigen Elemente, auf niederen Stufen über- 
haupt fehlten. Sie beschränken. sich vielmehr nur auf einfache 
Fälle, insbesondere nur auf die Fälle leichter persönlicher Mängel im 
Wesen und Verhalten, die zu Reibungen führen und überhaupt Anstoß 
erregen. Es besteht im typischen Gruppenleben, wie wir früher ($ 13,,) 
sahen, in dieser Beziehung eine enge Fühlung zwischen den ver- 
schiedenen Genossen zum großen Teil mit Hilfe der untersprachlichen 
Ausdrucksmittel, wobei die Mitglieder fortgesegßt in der einen oder an- 
deren: Richtung bewertet werden und darauf entsprechend reagieren. 
Alles dieses geschieht zum größten Teil unbewußt. Daneben gibt es aber 
auch bewußte Regulierungen in sprachlicher Form: Lob und Tadel, Be- 
wunderung und Spott sind im täglichen lebendigen Verkehr fortgesegt 
am Werk. Es besteht einerseits eine außerordentliche Feinfühligkeit 
für die drohende Gefahr einer Störung der Gruppenordnung und ander- 
seits eine entsprechende Empfindlichkeit gegenüber den Reaktionen der 
Umgebung. Das Leben der Gruppe darf nicht als ein Strom aufgefaßt 
werden, der sich von selbst stets eben und gleichmäßig bewegt. Stets 
sind vielmehr Tendenzen am Werk, ihn in Unruhe und Störung zu ver- 
setzen, denen gegenüber er sich in seiner Bahn nur durch entsprechende 
Reaktionen behaupten kann. Die Ordnung und Gesundheit der Gruppe 
werden nicht von selbst erhalten, sondern ihre Erhaltung beruht auf 
einem fortgesegten lebendigen Kräftespiel aller gegen alle. 
Die Gruppe. 
Die vorstehenden Betrachtungen haben wie durchweg in diesem Kapitel einen 
[dealtypus im Auge. Mit ihm stimmen aber die meisten Kulturen hinsichtlich der 
betrachteten Dinge mehr oder weniger überein. Nur die modernen Verhält- 
nisse machen eine Ausnahme. Überall sonst ist das Individuum eingebettet in 
die Familie oder Sippe und in gemeinschaftsähnliche Beziehungen, die die Nachbarn 
oder Ortsgenossen umfassen. Auch wenn sich über diesen Kreisen weitere nach Art 
des Stammes oder Volkes erheben, so spielt sich doch typischerweise das ganze Leben: 
Arbeit und Genuß. Feste und kriegerisches Leben, durchweg in dem angedeuteten
	        

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Urzeit Und Mittelalter. Heyfelder, 1904.
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