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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Gruppe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

Gegenseitige Hilfsbereitschaft. 
373 
gliederung einer Anzahl einschlägiger Fälle. Die englischen Gewerkschaf- 
ten haben seinerzeit die Unterstügung ihrer arbeitslosen Mitglieder nicht 
aus Teilnahme schlechtweg, sondern aus Furcht vor Unterbietung in den 
Löhnen eingeführt: sie wollten, wie mehrfach ausdrücklich erklärt wurde; 
nicht in erster Linie jene vor Elend, sondern sich selbst vor Herabdrük- 
kung der Löhne schüßen, als ob die Gruppe solidarisch einen Angriff der 
Unternehmer auf Herabsegung der Löhne abwehren wollte, der sich zu- 
nächst gegen einen Teil, nämlich die Arbeitslosen richtete!). Ebenso 
ist es bekanntlich mit der Loyalität als einer spezifischen Tugend ‚des 
Adels. „Man, geht zusammen, solange es paßt; manus manum lavat“, 
läßt Fontane einmal einen Angehörigen dieser Schicht sagen. Ähnlich 
sagt Bismarck über die von ihm unterschiedenen Abstufungen der 
monarchischen Gesinnung: „Ein gewisses Maß der Hingebung wird durch 
die Gesegße bestimmt, ein größeres durch politische Überzeugung; wo es 
darüber hinausgeht, bedarf es eines persönlichen Gefühls von Gegen- 
seitigkeit, das bewirkt, daß treue Herren treue Diener haben, deren Hin- 
zebung über das Maß staatsrechtlicher Erwägungen hinausreicht.‘“ (Ge- 
danken und Erinnerungen II, 291.) Endlich sei erinnert an die vielen 
humanen Bestrebungen unserer Zeit, wie sie sich vorzüglich auf dem 
Gebiete der Volksgesundheit, der Rechtspflege, der Jugendfürsorge und 
der Bekämpfung der Trunksucht, der Kriminalität der Jugendlichen, der 
übermäßigen Arbeitsdauer, der ungesunden Wohnungsverhältnisse usw. 
entfaltet haben. Die Übelstände, deren Beseitigung hier angestrebt wird, 
sind derart, daß auf die Dauer durch sie das Wohl der gesamten Nation 
bedroht erscheint. Eine gewisse Vorstellung eines solchen Zusammen- 
hanges und die Befürchtung einer entsprechenden Gefährdung hat sich 
bei uns allmählich in weiteren Kreisen zu regen begonnen Es ist hier 
ähnlich gegangen wie mit den Anfängen der sozialen Reform in Eng- 
land: solange man nur an die Güte und Humanität appellierte, waren 
die Bemühungen vergeblich. Empfänglich waren weitere Kreise erst, 
als ansteckende Krankheiten aus den Heimstätten der Kleiderindustrie 
sich weiterzuverbreiten begannen, als nach einem bitteren Worte Kings- 
leys die Blattern im Osten Londons auch die Blattern im Westen zu 
verbreiten drohten. Allgemein kann man so sagen, daß Reformen, die 
eine Hebung der unteren Schichten bedeuten, mehr auf utilitarischen als 
auf idealistischen Beweggründen beruhen. Die einfache Humanität der 
Gesinnung ist nur bei wenigen kräftig genug. Sie findet einen Widerhall 
bei den breiten Massen erst dann, wenn diese sich, freilich mehr gefühls- 
mäßig instinktiv als klarbewußt. auch in ihrem eigenen Gedeihen bedroht 
‘X 
Webb. Geschichte und Theorie der Gewerkschaften I. 144.
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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