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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Gruppe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

376 
Die Gruppe. 
zenossen verteilt, während die durch den Hackbau von jeder einzelnen 
Familie gewonnenen vegetabilischen Nahrungsmittel lediglich von ihr 
selber verzehrt werden. Ohne die Verteilung würde eine so große auf 
einmal gewonnene Fleischmenge nämlich zum größten Teil verderben: 
das gegenseitige Abgeben dient also zur Verbesserung der Ernährung, 
während bei vegetabilischen Nahrungsmitteln angesichts der stetigen 
und regelmäßigen Art ihrer Gewinnung keine entsprechende Situation 
besteht. Es ist daher ein glücklicher Ausdruck, wenn Thurnwald dieses 
Abgeben als eine „Anteilnahme am Überfluß“ bezeichnet. Er rechnet 
hierher auch die Verteilung des Lohnes, den der Eingeborene für seine 
Arbeit beim Europäer in Gestalt von Messer, Axt, Klingen, Tüchern, 
Tabak usw. erhält, da die große Masse gleicher Gegenstände von den 
Einzelnen lange nicht so gut ausgenußt wird, wie dies beim Abgeben der 
Fall ist); 
Wenn die gegenseitige Hilfsbereitschaft in solcher Weise beschränkt ist auf die 
Fälle, wo sie förderlich ist, im übrigen aber der Selbständigkeit und Eigenverantwor- 
tung des Einzelnen freien Spielraum läßt, so zeigt sich auch hierin die doppelseitige 
Natur des Menschen, die ihrem Wesen nach mit gleicher Stärke sowohl nach einem 
Gruppenleben wie nach einem persönlichen Leben drängt. 
3. Aus dem Gesagten ergibt sich eine wichtige Folgerung: Druck 
und Not begünstigen im allgemeinen die Verbindung 
der Menschen, weil mit ihnen die ebenerwähnte Bedingung für 
das Eintreten der gegenseitigen Hilfsbereitschaft geschaffen wird oder 
in gesteigertem Maße gegeben ist. Sehr schön kommt diese Tatsache in 
der folgenden Darstellung des sozialen Lebens der Kaileute auf Neu- 
Guinea zur Geltung: „Die vielbesprochene Gütergemeinschaft der Pa- 
Duas hat ihren guten Grund. Zulegt liegt derselbe in der Hilflosigkeit des 
Einzelnen wie im Wohle des Ganzen. Ein junger Mann vermag seine 
Frau nicht zu bezahlen; seine Verwandten müssen das für ihn besorgen. 
‚.‘. Bei genauer Betrachtung erscheint die Gütergemeinschaft den ein- 
geborenen Verhältnissen sehr gut angepaßt. ... Die Leute einer Sippe 
müssen zusammenhalten und zusammenhelfen. Der Einzelne kann sich 
weder schüßen noch genügend versorgen. Vor allem beim Feldbau 
braucht er Hilfskräfte . . .“?). — Auch auf der Stufe unserer Kultur 
zilt dieser Satz noch. Bei der Zerstörung der Stadt Halifax durch eine 
furchtbare Explosion waren, wie es in einem einschlägigen Bericht heißt, 
in den ersten paar Tagen nach dem Unglück die Menschen allgemein be- 
reit,. bei den dargebotenen Entschädigungen und Unterstüßungen jeder 
sich mit einem relativ geringen Betrage zu begnügen, um die andern, 
1) Richard Thurnwald, Die Gemeinde der Bänaro S. 52. 
2) Neuhauß, Deutsch-Guinea II, 93.
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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