Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gesellschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Gruppe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

378 
Die Gruppe. 
sein, und sein Glaube, dadurch etwaige unerwünschte Folgen abwenden 
zu können. Der Schwache bietet in diesem Falle einen Bund an, zu dem 
er selbst oft freilich nichts als den persönlichen guten Willen beizu- 
steuern vermag, für den aber der Starke erfahrungsmäßig oft zugängig 
ist. Die bekannte Tatsache, daß der schwache Mensch voll von Hilfs- 
hereitschaft gegen den Starken ist, hat offenbar den gleichen Sinn. Hier- 
hin gehört es auch, wenn im legten Kriege unsere Krieger eine besondere 
Neigung zeigten, alte eingeschlummerte Beziehungen wieder hervor- 
zusuchen und sich im Briefwechsel warm anzuschließen. Ähnlich. schlie- 
Ben sich Landsleute in der Fremde zusammen. Dasselbe gilt vom Alter, 
das einen gewissen Kraftverlust sowohl auf dem vitalen wie auf dem 
sozialen Gebiet in sich enthält. Nur sind es hier in erster Linie die 
Schicksalsgenossen, die zum Zusammenschluß unter sich neigen. — Auch 
ein charakteristisches Überstrahlen im Sinne einer Irrationalität 
macht sich hierbei bemerklich. So rufen ungewohnte schwierige Ver- 
hältnisse häufig als äußere Bekundung des Willens zum Zusammenschluß 
einen Drang beieinander zu sein hervor, auch wenn dadurch tatsächlich 
die Schwierigkeiten nicht vermindert, vielleicht vergrößert werden. So 
haben Familienangehörige beim Ausbruch eines Krieges oder in ähnlichen 
Nöten einen Drang zusammen zu sein. So atmeten nach einem Bericht 
aus dem Weltkriege selbst im Trommelfeuer unsere Soldaten auf, wenn 
sich mehrere zusammenfanden, obwohl eine. solche Vereinigung gegen 
3Jie Vorschriften war; und ähnlich war auch beim Stürmen eine Tendenz 
zur Gruppenbildung zu bemerken. 
In unseren modernen Verhältnissen kann man die Solidarität als 
spezifische Eigenschaft der unteren Volksschichten ansprechen. Hilty in 
seinen bekannten Büchern über das Glück wird nicht müde zu versichern, 
laß die sogenannten kleinen Leute ein viel höheres Maß von Wohlwollen 
und Opferwilligkeit gegeneinander haben als die Reichen. Alle Beob- 
achter und Kenner der einschlägigen Verhältnisse werden dem wohl zu- 
:timmen. Freilich muß man von einem moralischen Werturteil über die 
inneren Vorzüge dieser Menschenschicht absehen; denn es handelt sich 
hier um die Betätigung einer Instinktanlage, deren stärkeres Funktio- 
nieren nicht von einer besonderen Gesinnung, sondern von den Verhält- 
aissen abhängig ist. Es sei hier nur ein Beispiel angeführt, das Gertrud 
Bäumer einmal in der „Hilfe“ (1915, Nr. 43) aus den Akten der Kriegs- 
hilfe mitgeteilt hat: „Eine Kriegerfrau, deren Mann gefallen ist, stirbt 
and hinterläßt vier kleine Kinder. Eine andere, Stellmachersfrau, nimmt 
diese vier Kinder ihrer Freundin einfach zu sich und versucht, sich mit 
ihnen durchzuschlagen. — Es war, was man so sagt, „unvernünftig“ von 
ihr; sie wußte auch gar nichts von den Unterstügungen, die sie für die 
Kinder bekommen konnte. — Wie großartig dieses ‚einfache In-die-
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.