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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Gruppe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

383 
denn auch in den Fällen, wo sich dieses Verhalten auch persönlich 
fremden Menschen zuwendet wie bei der Gastfreundschaft oder der ano- 
nymen Fürsorge für die Unterkunft in der Einsamkeit handelt es sich 
doch wahrscheinlich stets um Stammesgenossen oder Angehörige solcher 
verschiedenen Stämme, die einander näher stehen. Die Zugehörigkeit 
zu der gleichen Gruppe aber bringt die erforderliche innere Nähe ent- 
weder (nämlich bei der persönlichen Gruppengemeinschaft) ohne wei- 
teres mit sich oder begünstigt (bei der abstrakten Gruppengemeinschaft) 
wenigstens ihr Auftreten. — Ferner kann innerhalb der Gruppe die 
Solidarität in zwei verschiedenen Färbungen auftreten, von 
denen die eine gegenüber der Hilfsbereitschaft außerhalb der Gruppe 
etwas Neues bedeutet. Der Sinn der gegenseitigen Hilfe kann nämlich 
einerseits sein: wir fördern uns gegenseitig (oder gegebenen- 
falls: wir fördern uns alle dadurch, daß wir gewissen Elementen helfen); 
oder er kann sich auf die Formel bringen lassen: die Gruppe wird 
durch unser Einschreiten gefördert. Im ersten Fall sind die Hel- 
fenden persönlich beteiligt, sofern sie im allgemeinen für ihre Person 
von ihrem Verhalten einen Gewinn erhoffen; im zweiten Fall sind sie 
unbeteiligte Zuschauer, denen es nur um die Gruppe, nicht um ihr durch- 
schnittliches persönliches Wohl zu tun ist. Je größer die innere Distanz 
zwischen den Gruppenangehörigen ist und je mehr sich die Gruppe in 
der Auffassung von den Personen losgelöst hat (d. h. je mehr der ab- 
strakte Typus der Gruppe ausgeprägt ist), desto mehr wird der zweite 
Typus über den ersten überwiegen; während anderseits bei der persön- 
lichen Gruppengemeinschaft gemäß ihrem Wesen die persönliche Hilfe 
zugleich eine Hilfe für die Gruppe bedeuten kann. So lassen sich 
die modernen Bestrebungen, Erkrankten oder von einem Unfall Be- 
troffenen durch öffentliche Maßregeln sofort die Hilfe und Aufnahme in 
Krankenhäusern zu sichern, sowohl zurückführen auf das Bewußtsein 
der Möglichkeit, daß jeder in eine derartige hilfsbedürftige Lage kommen 
könne, wie auch auf die Überzeugung, daß dem Ganzen eine Art Ver- 
wilderung aus der Vernachlässigung einer solchen Fürsorge erwachsen 
könne. Wenn in der legten Zeit vor dem Kriege die Forderung nach 
bargeldlosem Verkehr bei uns so viel Erfolg gehabt hat, so kann man 
das treibende Motiv einerseits in der Hoffnung auf eine Mehrung des 
Wohlstandes aller erblicken; anderseits stand dabei aber zugleich die 
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Ganzen als solchen, seine wirt- 
schaftliche Weltstellung auf dem Spiel. Ebenso handelt es sich bei der 
Loyalität des Adels einerseits um den Bestand der Vorrechte der einzelnen 
Personen, anderseits zugleich um den Bestand der Gruppe als solcher in 
ihren charakteristischen Eigenschaften überhaupt. Bei dem Bestreben 
der englischen Gewerkschaften, dem Lohndruck durch eine Unterstügung 
Gegenseitige Hilfsbereitschaft.
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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