Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gesellschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Gruppe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

404 
dieser auch vor den Beteiligten selber verhüllt durch die Form der Ord- 
nung und des Rechtes, indem die Machtverhältnisse dabei die bekannte 
Transponierung vom Tatsächlichen ins Normative erfahren und die ganze 
Ordnung als objektive Macht, als dem Willen der Beteiligten entrückt, 
als heilig und gottgewollt erscheint. Daß die Ordnung einen harten 
Charakter hat, wird von allen Beteiligten und etwaigen Zuschauern über- 
sehen über der Tatsache, daß eine Ordnung‘ vorhanden ist; denn jede 
Ordnung erscheint dem naiven Denken als heilig. 
Eineneigenen Typus bildet die moderne Kultur. Hier 
berühren sich im Wirtschafts- und Berufsleben, im öffentlichen und per- 
sönlichen Leben fortgeseöt Menschen, denen jede nähere Beziehung fehlt. 
Diese behandeln sich ebenfalls als Fremde. Freilich behandeln sie sich 
im allgemeinen nicht als Gegenstände einer Sachmoral; wenigstens bleibt 
dies ein Grenzfall, der nur in besonders ungünstigen Fällen, nämlich 
gegenüber besonders schwachen Elementen oder Teilgruppen mehr oder 
weniger erreicht wird ($ 20,2). Im allgemeinen verkehren die Menschen 
hier vielmehr miteinander nach dem Grundsag einer Rechtsmoral: sie 
nehmen nicht weniger und nicht mehr Rücksicht aufeinander als diese 
fordert. Innerhalb einer ausgesprochen individualistisch aufgebauten 
Gesellschaft, wie es die unsrige ist, ist für die Gruppenmoral außerhalb 
der engsten Kreise kein Raum mehr. Anderseits würde das Walten der 
Sachmoral mit ihrer vollendeten Rücksichtslosigkeit einen Kampf aller 
gegen alle und damit ein Chaos bedeuten. Es bleibt also, soll die Ge- 
sellschaft überhaupt bestehen, nur ein Rechtsverhältnis übrig. Und in 
der Tat ist das Rechtsverhältnis bekanntlich in unserer modernen Kultur 
zu einer Ausdehnung gekommen wie nie zuvor. Der moderne Staat ist 
in erster Linie Rechtsstaat im Gegensatz zu allen anderen Typen. Das be- 
deutet eine Wandlung von der größten Tragweite. Einem Menschen 
nicht mehr als die Anerkennung gewisser Rechte zu gewähren, ist ein 
Verhalten, das in anderen Kulturtypen nur den Stammesfremden gegen- 
über vorkommt. Unsere Kultur hat also die Fremdenmoral zu einer 
Volksmoral gemacht!). Aus der Tauschgemeinschaft andrer Kulturen 
($ 22,,) ist das reine Rechtsverhältnis geworden, und Mißtrauen und 
Konkurrenz sind zu normalen Verhaltungsweisen auch unter Volks- 
genossen geworden. Auch im täglichen Verkehr des Staates mit seinen 
Bürgern hat unsre Kultur alles Gemeinschaftsähnliche, das die Strenge 
des Rechtes mildern kann, abgestreift, anderseits aber auch an die 
Stelle von Willkür, patriarchalischem Ermessen und Wohlwollen feste 
Ansprüche geseßt. 
Die Gruppe. 
1) Max Scheler, Abhandlungen und Aufsäße II, 309. — W. Som bart 
Der Bourgeois S. 346.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.