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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Gruppe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

436 
Es kommt hier ferner die gegenseitige Ergänzung der einzelnen Mitglie- 
der der Kollegien in Betracht. Im ganzen kann man vielleicht sagen: ein 
solches Kollegium leistet mehr als ein einzelner Mensch von .durchschnitt- 
lichem Niveau, aber weniger als eine einzelne bedeutende Persönlichkeit. 
Man kann schon aus dieser Gegenüberstellung zweier verschiedener 
Typen von Gruppen entnehmen, welche Rolle die Individua lität 
der Gruppe hei unsrer Frage spielt. Man muß in der Tat bei der 
Gruppe mit einer solchen ebenso wie bei dem einzelnen Menschen rech- 
nen: so verschieden nach Niveau und Gehalt diese sind, ebenso verschie- 
den jene. Die großen Lebensgemeinschaften, jene Dauergebilde in der 
Geschichte der Menschheit mit ihrem überwiegend naturhaft elementa- 
ren Charakter, haben in dieser Beziehung einen ganz anderen Charakter 
als die spezialistischen Berufsgruppen des modernen Lebens. Schon bei 
der Erörterung des Lebensdranges der Gruppe wiesen wir darauf hin 
($ 31,2), wie dieser in der Regel zwar einen überwiegend naturalisti- 
schen Inhalt hat, im einzelnen jedoch die maßgebenden Wertanschau- 
ungen sehr verschieden sein können. Die einzelnen Fälle wollen daher 
jeder individuell verstanden sein. So begründet Simmel seinen Sat 
vom Unterschied des sozialen und des individuellen Niveaus hauptsäch- 
lich mit Beispielen, die er dem Typus der Lebensgemeinschaften ent- 
nimmt!) und verallgemeinert mit Unrecht, was er bei ihnen feststellt. 
Ein anderes Bild zeigt ein in der äußeren Formulierung ziemlich über- 
einstimmendes Beispiel, das sich auf den Übermut jugendlicher Zusam- 
menrottungen bezieht: „Wo es gilt, dem Lehrer einen Schabernack zu 
spielen, den Schuldiener hinters Licht zu führen, einen Obstbaum zu 
plündern, eine mißliebige Person durch Einwerfen der Fensterscheiben 
oder sonstige Demolierung ihres Eigentums zu ärgern, da übt das Wort 
des Führers eine oft unglaubliche Gewalt über die andern aus, und selbst 
die friedfertigsten Kinder vollführen in blindem Gehorsam Taten, über 
welche die Eltern, die ihnen nie so etwas zugetraut hätten, mit Recht in 
Schrecken geraten. Es handelt sich dabei nicht nur um den Einfluß des 
bösen Beispiels, obwohl dieser Faktor natürlich nicht‘ übersehen werden 
darf, sondern der sociale esprit de corps gewinnt ersichtlich einen ganz 
besonders starken Einfluß auf die Gemüter, wenn es die Zusammen- 
rottung zu einem Kampfe gilt”).“ Der Schlüssel zum Verständnis be- 
steht hier ersichtlich in der Tatsache, daß die Jugend in ihrer Unterneh- 
mungs- und Tatenlust durch unsere Erziehung überall gehemmt ist (und 
früher noch mehr war): die in jedem Einzelnen vorhandene schlum- 
mernde Tendenz zur Durchbrechung der Dämme gewinnt offenbar durch 
Die Gruppe. 
1) Simmel ‚ Grundfragen der Soziologie, S. 35. 
2) KarlGroos. Die Spiele der Menschen, S. 437
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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