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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

458 Die „wichtigsten historischen Formen der Gruppe. 
Rationalismus und wird zum Träger der liberalen Tendenzen, wobei man 
überall zwischen geistigen und wirtschaftlichen Grundlagen dieser Rich- 
tung unterscheiden kann, von denen die einen mehr von der Intelligenz 
und daneben dem Beamtentum, die anderen von den erwerbstätigen 
Kreisen vertreten werden. 
2. Seit dem neunzehnten Jahrhundert sind, wie schon bemerkt, die 
Stände durch Klassen in der modernen westeuropäischen Kultur er- 
set. Eine weitgehende Mischung zwischen den Ständen hat deren 
äußere Schranken niedergerissen und in Verbindung mit anderen Ein- 
Aüssen ihre Einheitlichkeit und ihren inneren Zusammenhang zerstört. 
Die an ihre Stelle getretenen Klassen sind Mengen von Menschen, die in 
erster Linie durch wirtschaftliche Interessen, also durch 
den Nuben, zusammengehalten werden, während eine einheitliche kultu- 
relle Sonderart ihnen nicht zukommt. Sie haben keinen Gruppencharak- 
ter, sondern sind bloße Aggregate. Völlig trifft das freilich nur da zu. 
wo sich das Wesen einer Klasse in idealer Reinheit entfaltet hat. Tatsäch- 
lich ist das nirgend der Fall. Am meisten gilt es wohl vom Bürgertum, 
das wegen seiner Mischung aus ungleichartigen Bestandteilen von vorn- 
herein am ungünstigsten gestellt war. Vom Bauerntum gilt es, soweit 
es durch städtische Einflüsse zersegt ist; beim Adel hat wohl die Mischung 
mit dem Besigadel am meisten zerstörend gewirkt. Am meisten Stand 
geblieben (oder geworden) ist freilich in einem besonderen Sinne der so- 
genannte vierte Stand, der Arbeiterstand, der überhaupt erst wesent- 
lich im neunzehnten Jahrhundert entstanden ist. Jedenfalls bildet er 
weit mehr als eine bloße Interessengemeinschaft. Auf die gegenseitige 
Hilfsbereitschaft im täglichen Leben, auf das enge Zusammensein in den 
Fabriken wurde schon vorhin ($ 29, und 41,,) hingewiesen. Was seine 
Angehörigen geistig verbindet, ist weniger eine eigene Kultur als eine 
Kulturlosigkeit und damit zusammenhängend eine erbitterte Kampfstel- 
lung gegen die bürgerliche Welt, die aber nicht bloß wirtschaftlichen und 
politischen Charakter hat, sondern eine geistige Grundlage besigt. Der 
vierte Stand kehrt sich grundsäglich ab von der bürgerlichen Kultur und 
verneint deren Wert, wiederum nicht nur in wirtschaftlicher und politi- 
scher, sondern auch in geistiger Hinsicht. Der enge Zusammenschluß in 
seinen Reihen ist vor allem derjenige der Kampfgemeinschaft, daneben 
auch, wie schon früher erwähnt, derjenige der wirtschaftlichen Unter- 
stükungsgemeinschaft der Schwachen sowohl in persönlicher wie in poli- 
tischer Hinsicht. 
3. Noch einen Blick auf die modernen politischen Parteien. 
um auf den Zusammenhang ihrer soziologischen Anschauungen mit den
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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