Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gesellschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

56 Die sozialeh Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft. 
Außer von Individuen oder Gruppen kann endlich. der Unterord- 
nungswille auch von unpersönlichen Gebilden erregt werden. 
Sitte und Recht sind hier in erster Linie zu nennen; alle Arten von Be- 
fehlen überhaupt, die sich von ihrem Urheber losgelöst und irgendwie 
objektive Existenz gewonnen haben, wie Verordnungen, Erlasse und 
Regelungen jeder Art; endlich auch Organisationen von überwiegend 
unpersönlichem Charakter, wie etwa die moderne Unternehmung, Ge- 
bilde also, die nach den geltenden Maßstäben hinreichenden Wert be- 
ıiBßen müssen und, das ist wieder die Hauptsache, deren Träger den Unter- 
ordnungsbetrieb zu erregen vermögen. So hat die Sitte unbedingte 
Autorität, weil hinter ihr die unbedingt autoritative Gemeinschaft des 
Stammes oder Volkes steht; so die Ordnung des Rechtes, weil hinter 
ihr ebenso der unbedingt autoritative Staat steht. Auch bei der Sitte 
und dem Rechte war schon früher darauf hingewiesen, daß sie nicht 
in erster Linie der Furcht vor üblen Folgen ihre Macht verdanken. Man 
denke an den Ton, in dem in naiven Verhältnissen der Mensch von dem 
Gebot der Sitte redet. In einem ähnlichen Ton spricht etwa der Jurist 
vom Recht oder vom Staate; es klingt aus ihm eine unbedingte Ver- 
ehrung für beide heraus. Auch die Mode gehört hierher. Auch sie ver- 
dankt ihre Autorität der „Gesellschaft“, d. h. wiederum einer beson- 
deren Form der Gruppe. Die Mode bildet sogar ein besonders lehr- 
reiches Beispiel für die Herrschaft des Unterordnungstriebes. Denn das 
Unvernünftigste, Geschmackloseste und sozial Schädlichste wird von 
jedermann gutgeheißen, verteidigt und bewundert, sobald es einmal 
sanktioniert ist. Mit dem Hinweis auf den, Wunsch nach Erhaltung und 
Verbesserung des gesellschaftlichen Ansehens ist der Sachverhalt natür- 
lich nicht erschöpft. Denn es fragt sich, warum die Gesellschaft ihrer- 
seits die Innehaltung gewisser Formen fordert, ob etwa lediglich die 
Rücksicht auf Nugßen oder Vorteil aus ihrem Verhalten spricht. Tatsäch- 
lich zeugt auch hier der Ton, in dem Zuschauer wie Handelnde von den 
Forderungen der Mode sprechen, von etwas andrem, nämlich einer Ach- 
tung oder einem Respekt vor ihrem Gebote. 
Von der Sitte und Mode wenden wir uns zu solchen unpersönlichen 
Gebilden, deren Inhalt mehr persönlich und innerlich bestimmt ist, näm- 
lich der Pflichtvorstellung und dem persönlichen Lebensideal. Ihnen 
gegenüber ist die Haltung der unbedingten Unterordnung besonders 
klar. Welcherlei Interessen auch, objektiv betrachtet, dem Inhalt. des 
Pflichtgebotes oder des Lebensideals zugrunde liegen mögen, erlebt 
wird beides als unbedingter Wert, dem man sich um seiner selbst willen 
unterzuordnen hat. Ein klassisches Beispiel bildet Kants begeisterter
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.