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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

Aus dem Vorwort zur ersten Auflage. 
Über Ziel und Inhalt des Buches unterrichtet die Einleitung. Es 
sei daraus nur das Folgende herausgehoben. Dieses Buch behandelt 
weder die Urgeschichte der Ehe noch den Ursprung des Staates, es fragt 
nicht nach den Gesegßen des geschichtlichen Lebens oder nach universell 
verbreiteten Kulturstufen. Auch erörtert es weder den sozialen Aufstieg 
oder das Wesen des Berufes, noch befaßt es sich mit Sozialpolitik oder 
Kriminalstatistik und ebensowenig mit dem Rassenproblem oder der Be- 
einflussung der natürlichen Auslese durch die Kultur oder den Leistungen 
des Krieges in dieser Hinsicht. Den Gegenstand des Buches bilden viel- 
mehr die letsten Formen, Kräfte und Tatsachen des gesellschaftlichen 
Lebens schlechtweg und damit Gebilde, die unabhängig von allem histo- 
rischen Wandel aus dem Wesen der Gesellschaft folgen. Es ist im Grunde 
dasjenige Ziel, das bereits Simmel vorgeschwebt hat, das aber bei 
dem damaligen Stand der Forschung noch nicht lösbar war. Lösbar ge- 
worden ist es vielmehr erst durch die Entwicklung der Phänomenologie, 
die uns in ganz neuer Weise umfassende Reihen letter apriorischer Tat- 
bestände festzustellen ermöglicht. Sie gewährt uns für unser Gebiet die 
Möglichkeit, die unübersehbare Fülle der Tatsachen auf einen verhältnis- 
mäßig geringen Bestand von Urphänomenen zurückzuführen, ähnlich und 
zugleich völlig anders, wie die rationalen Naturwissenschaften alle Er- 
scheinungen aus legten Elementen und Naturgesegen ableiten; und da- 
mit die weitere Möglichkeit statt empirisch-induktiver, oft mehr oder 
weniger zufälliger Typen solche aufzustellen, die einen unbedingten lo- 
gischen Vorzug darin besigen, daß sie aus dem „Wesen“ der Dinge folgen. 
In inhaltlicher Hinsicht ergibt sich eben durch dieses Ver: 
fahren, daß alles gesellschaftliche Leben einen spezifischen inneren Zu- 
stand seiner Träger bedeutet, nämlich eine spezifische innere Verbunden- 
heit in sich enthält, die von allen Anpassungs- und Nüßglichkeitsverhält- 
nissen grundverschieden ist. Was Tönnies in seiner Entdeckung der 
Gemeinschaft als einer besonderen Lebensform begonnen hatte, ist hier 
folgerecht zu Ende geführt. —
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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