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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
1782637850
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178813
Document type:
Monograph
Author:
Westergaard, Harald http://d-nb.info/gnd/117574163
Nybølle, Hans Cl. http://d-nb.info/gnd/127386696
Title:
Grundzüge der Theorie der Statistik
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl.
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1928
Scope:
640 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Kapitel. Das Exponentialgesetz
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

6. Trinkspruch auf den Deutschen Handelstag. 
359 
Kaufleute im Auslande in milder Verachtung den Hühnern verglich, die in der 
Streu die Körner aufpickten, die edle Pferde aus der Krippe fallen ließen. 
Das Zaubermittel, durch das das Märchen Wirklichkeit wurde, hieß Einig 
keit. Nur weil zuerst das Allgemeine sichergestellt wurde durch die gemeinsam be 
geisterte Arbeit aller Stände, hat alles einzelne auf festem Grund und in gesichertem 
Rahmen wachsen können. 
Die alten Probleme der wirtschaftlichen Einheit sind gelöst, neue sind an ihre 
Stelle getreten. Heute steht der deutsche Kaufmann mitten in organisatorischen 
Aufgaben, von denen man vor 50 Jahren auch nicht einmal eine Vorstellung 
hatte. Mit tausend Fäden ist er in die Weltwirtschaft verknüpft; den Gönnern 
früherer Zeiten steht er als gleichberechtigter Partner gegenüber; das Deutsche Reich 
ist eine Firma geworden, zu der man sich mit Stolz bekennt. 
Und doch, meine Herren, die uns Deutschen so besonders sympathische Abneigung 
gegen den Racker von Staat ist, wenn ich nicht irre, auch aus einem Teile der 
Kaufmannschaft noch nicht gewichen. Der alte Gegensatz zwischen Individualismus 
und Staat wird immer noch durch die Bücher geschleppt, als ob der Posten noch 
unverändert validierte. In Wirklichkeit laufen die Interessen und Pflichten der 
Privatbetriebe so mit den Interessen und Pflichten des Staates ineinander, daß 
der Gegensatz, wo er konstruiert wird, ein gekünstelter ist. Kein privates Erwerbs 
geschäft ist heutzutage noch reines Geschäft, es ist in gewissem Sinne zugleich Amt. 
In der Sorge für seinen Betrieb und für die in ihm tätigen Personen erfüllt der 
Landwirt so gut wie der Gewerbetreibende und der Kaufmann Pflichten gegenüber 
der Allgemeinheit, ohne die wir uns unser heutiges staatliches Leben nicht denken 
können. Man kann da nicht mehr scheiden. Das Ansehen Deutschlands in der Welt 
ist dem deutschen Kaufmann in reichem Maße zugute gekommen. Aber wo bliebe 
das Ansehen des deutschen Namens im Auslande, wenn der deutsche Kaufmann da 
draußen es nicht verstünde, sein Ansehen hochzuhalten? Wer privates Gut verwaltet, 
soll es heutzutage tun in pmouro der Allgemeinheit. 
Darum können Staat und Privatwirtschaft nur gedeihen, wenn sie sich gegen 
seitig von dem gleichen Geiste durchdringen lassen. Man rühmt deutscher Staats 
auffassung Pflichtbewußtsein und Rechtsgefühl als treibende Kräfte nach. Kann unser 
Handel ohne diese Tugenden prosperieren, wäre er ohne sie zu seiner jetzigen Blüte 
gelangt? Und wiederum. Nüchternes Kalkulieren, Rechnen mit realen Größen, frei 
von allem Phrasentum und doch große Ziele im Auge, — nur so kann der deutsche 
Kaufmann seinen Platz in der Welt erobern und behaupten. Kann unser Staats 
leben unter anderer Flagge segeln? 
Und noch eins. Wirtschaftliches Leben ist ohne Egoismus undenkbar. So auch 
das staatliche Leben, so auch das politische Leben der Parteien. Aber es gibt kurz 
sichtigen und weitsichtigen Egoismus. Kein verständiger Kaufmann dünkt sich zur 
Alleinherrschaft berufen, und ebensowenig gibt er um vereinzelten augenblicklichen 
Profits willen notwendige Verbindungen und Beziehungen für die Zukunft preis. 
Solcher Geist, Blick auf das Ganze, nicht Haften am Kleinen und Kleinlichen, weit 
herziges Erfassen alles Tüchtigen sollte auch unser politisches Leben erfüllen. In 
diesem Sinne akzeptiere ich die aus Ihren Reihen so oft erhobene Forderung: Mehr 
kaufmännischer Geist in unsere öffentlichen Zustände. 
Die treuesten Wünsche für Sie und in Ihnen für unser Vaterland fasse ich in 
den Ruf zusammen: 
Der Deutsche Handelstag hoch! hoch! hoch!
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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