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Grundzüge der Theorie der Statistik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge der Theorie der Statistik

Monograph

Identifikator:
1782637850
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178813
Document type:
Monograph
Author:
Westergaard, Harald http://d-nb.info/gnd/117574163
Nybølle, Hans Cl. http://d-nb.info/gnd/127386696
Title:
Grundzüge der Theorie der Statistik
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl.
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1928
Scope:
640 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VIII. Kapitel. Versicherungswesen und Statistik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Theorie der Statistik
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • I. Kapitel. Die Geschichte der Statistik
  • II. Kapitel. Beschaffung und Bearbeitung der Massenbeobachtung
  • III. Kapitel. Das Exponentialgesetz
  • IV. Kapitel. Die Anwendung des Exponentialgesetzes
  • V. Kapitel. Interpolation und Ausgleichung
  • VI. Kapitel. Bevölkerungsstatistik
  • VII. Kapitel. Abgeleitete statistische Ausdrücke
  • VIII. Kapitel. Versicherungswesen und Statistik
  • Schluß

Full text

590 
vorhergesehener Verluste anzusammeln suchen. Nur ausnahmsweise 
wird nämlich davon die Rede sein, gerade die erwarteten Entschädi- 
gungssummen auszahlen zu müssen. Jede statistische Vorausbe- 
rechnung dieser Summen ist schon daher mit einer gewissen Un- 
sicherheit behaftet, daß sich teils der Zinsfuß, teils die Häufig- 
keit der Ereignisse, gegen deren Eintreffen man sich versichert 
(Tod, Krankheit usw.), dauernd verändern kann. Im 8 381 
kehren wir zu den durch solche Unsicherheitsmomente veranlaßten 
Fragen zurück. Eine gewisse Unsicherheit läßt sich übrigens auch 
auf das Vorhandensein von Individualursachen („zufälligen“ 
Abweichungen) zurückführen; als Maßstab für diesen Teil der Un- 
sicherheit hat man indes wie bei jeder ähnlichen Berechnung den 
mittleren Fehler. 
Wenn man den einfachen Fall, wo jede von insgesamt n Per- 
sonen für den gleichen Betrag, nämlich a Kronen, gegen einen mit 
der Häufigkeit von p eintreffenden Schaden versichert ist und die 
bis zur Auszahlung verstreichende Zeit gleich t gesetzt wird, dann 
muß der gegenwärtige Wert der Ausgaben der Gesellschaft gleich 
a-v‘.n-p sein; und da der mittlere Fehler an der erwarteten An- 
zahl von Schäden gleich Vnpq ist, wo q=1-—D, so wird der 
mittlere Fehler des gegenwärtigen Werts der Ausgaben gleich 
a v‘-Ynpq 
sein. 
Wenn sich z. B. jede von 10000 Personen für 500 Kr. gegen 
ein Ereignis, das mit einer Wahrscheinlichkeit von !/,9 eintrifft, 
und dessen Diskontofaktor gleich 1/4, ist, versichern läßt, dann wird 
der Kapitalwert der erwarteten Ausgabe jetzt gleich 
10000 - + - 500 - + = 250000 Kr., 
und der mittlere Fehler gleich 4 - 500 -V10 000-7 7% = 7500 Kr. sein. 
Hat man demgegenüber einen Reservefond von 15000 Kr., dann 
wird die Wahrscheinlichkeit dafür, daß die wirkliche Ausgabe um 
nicht mehr als 15000 Kr. (d.h. 2mal den mittleren Fehler) von der 
arwarteten abweicht, gemäß der Tabelle 22 gleich 0,954 gesetzt 
werden können. Die Wahrscheinlichkeit dafür, daß der Reservefond 
nicht verbraucht wird, d. h. dafür, daß die faktische Ausgabe nicht 
über 250000 +2 . 7500 — 265000 Kr. hinausgeht, wird dann gleich 
4 (1 — 0,954) = 0,023. 
Wenn der Reservefond 30000 Kr., also das Vierfache des
	        

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Grundzüge Der Theorie Der Statistik. G. Fischer, 1928.
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