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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Monograph

Identifikator:
1785255827
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-188456
Document type:
Monograph
Title:
Statistik der Evangelischen Liebestätigkeit (Halboffene und Offene Fürsorge) und Jugendarbeit
Place of publication:
Berlin-Dahlem
Publisher:
Wichern-Verl.
Year of publication:
1928
Scope:
XIII, 689 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Fürsorge- und Jugendarbeit in den Provinzen und Ländern. Geordnet nach den Evangelischen Kreis-Wohlfahrtsdiensten
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
    Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

Die Leitideen und Ziele der verschiedenen Moralsysteme. 73 
Die Moralsysteme, welche den Egoismus überhaupt oder den verfeinerten Egoismus 
als Grundprincip predigten, haben sich in neuerer Zeit teils zu einer individuellen Glück— 
seligkeitslehre, teils zu der Theorie erhoben, daß aller sittliche Fortschritt in dem Streben 
bestehe, die größte Summe von Glück oder Lust für die größte Menschenzahl her— 
zustellen; diese Ütilitätslehre, scheinbar von Christentum und idealistischer Moral so 
weit entfernt, will in den Händen edler und feinfühliger Ethiker und Politiker im ganzen 
dassfelbe. Sagt doch selbst Lotze: „alle moralischen Gesetze sind Maxrimen der allgemeinen 
dustökonomie“. Auch die ideglistischen Systeme schmuggeln indirekt eine Glückslehre ein. 
Die Wirksamkeit dieser realistischen Schule ist in der Gegenwart fast noch im Wachfen; 
der ganze englische Radikalismus mit fseinen politischen und wirtschaftlichen Idealen ist 
auf diesem Boden erwachsen. Aber freilich kann dieses Ideal der Glückssteigerung je 
nach der Klaffifikation, nach der Einzeldarstellung und Ausführung der Lustarten sehr 
derschieden sich gestalten und deshalb ebenso leicht zu irreführenden socialen Ideen, zu 
einer falschen Ordnung der menschlichen Zwecke als zu einer richtigen führen. Auch 
dem feinsten Theoretiker des Utilitarismus, J. St. Mill, ist es nicht gelungen zu 
heweisen, daß seine Behauptung, es sei vorzuziehen, ein unbefriedigter Mensch, als ein 
befriedigtes Schwein zu sein, allgemein geteilt werde und als Princip den fittlichen 
Fortschritt beherrschen könne. 
Die idealistischen Moralsysteme haben ihre Formeln und idealistischen Zweck— 
gedanken aus der sittlichen und politischen Geschichte der Menschheit abstrahiert; ich 
denne nur: die Hingabe des Menschen an Gott und an die gesellschaftlichen Gemein— 
schaften sowie die Ausbildung der Persönlichkeit (mit der Selbstbehauptung und Berufs- 
ruͤsbildung), die fortschreitende Vervollkommnung des einzelnen und der Gesellschaft, die 
Ausbildung des Wohlwollens, des Mitleides, des sogenannten Altruismus, die Ideen der 
Gerechtigkeit, der Freiheit und der Gleichheit. Es sind Ideale und Zweckideen, welche 
seit Jahrtausenden ausgebildet, auch in allen höheren Religionen im Mittelpunkte der 
ethischen Betrachtung stehen, ja in allen Kulturmenschen einen wesentlichen Bestandteil 
hres höheren Gefühlslebens, ihrer Pflichtbegriffe, ihres gesellschaftlichen Handelns bilden. 
Ihre jeweilige Gestaltung in den leitenden Geistern, in der herrschenden Litteratur, in 
den Strömungen der Zeit drückt dem praktischen Leben, vor allem auch dem volkswirt—⸗ 
schaftlichen und socialen, seinen Stempel auf; und zwar deshalb mehr als die noch so 
seinen Überlegungen und Vorstellungen der Lustvermehrung, weil solche Ideale mit dem 
Siege der höheren Gefühle siets an sich an Kraft gewinnen und zumal in bewegten 
Zeiten die Herzen der Masse ganz anders erfassen, elektrisieren können als jene. 
Ihre jeweilige praktische Einzelgestaltung erhalten diese Leitidern und Zweckideale 
durch die natürlichen, technischen, wirtschaftlichen und socialen Zustände des betreffenden 
Volkes; ihre innerste Natur aber liegt im sittlichen Wesen des Menschen und seiner 
gesellschaftlich-historischen Entwickelung überhaupt; es sind Ideale, die vor Jahrtausenden 
schon in derselben Grundrichtung wirkten wie heute, und wie sie in späteren Jahrtausenden 
wirken werden. Es wird keine Zeit kommen, in der man nicht Billigkeit und Gerechtig— 
eit, Wohlwollen und Hingabe an die socialen Gemeinschaften als Ideale anerkennen 
wird. In ihrer allgemeinen Tendenz und Wirksamkeit sind diese Ideen das Höchste, was 
im menschlichen Geiste existiert. Sie stellen auch die höchsten Kräfte der Geschichte und 
der gesellschaftlichen Entwickelung dar. Sie werden immer als die Führer auf dem 
Pfade des Fortschrittes dienen. Die großen Zeiten und Männer sind es, welche im 
Kampfe für sie Reformen durchgesetzt haben. Das gilt auch für alle wirtschaftlichen 
und socialen Reformen. 
Aber das schließt nicht aus, daß daneben in ihrem Namen oft das Thörichtste 
gefordert wurde. Jedes einzelne dieser Ideale drückt eine partielle Richtung der pfychisch— 
aͤttlichen und gesellschaftlichen Entwickelung aus, ohne Maß, Grenzen, Gestaltung derselben, 
Möglichkeit der Durchführung anzugeben. Jedes hat sich im praktischen Leben zu paaren 
mit einem gewissermaßen entgegengesetzten Ideal: die Ausbildung des Individuums muß 
sich der der Gesellschaft anpassen und unterordnen; die Selbstbehauptung muß sich mit 
den Forderungen des Staates, die Freiheit mit der Ordnung des Ganzen vertragen.
	        

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The ABC of Taxation. Doubleday, Page & Company, 1916.
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