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Russian local government during the war and the Union of Zemstvos

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Bibliographic data

fullscreen: Russian local government during the war and the Union of Zemstvos

Monograph

Identifikator:
1794855874
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-179223
Document type:
Monograph
Author:
Polner, Tichon I. http://d-nb.info/gnd/172311195
Title:
Russian local government during the war and the Union of Zemstvos
Place of publication:
New Haven
Publisher:
Yale Univ. Press
Year of publication:
1930
Scope:
XXV, 317 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapter XII. The Central Committee of the union of Zemstvos in the third year of the war
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Russian local government during the war and the Union of Zemstvos
  • Title page
  • Contents
  • Chapter I. Origin and organization of zemstvo institutions
  • Chapter II. Activities of the zemstvo institutions on the eve of the war
  • Chapter III. Origin and organization of the All-Russian Union of Zemstvos
  • Chapter IV. General outline of the work of the Union of Zemstvos
  • Chapter V. The Zemstvos and the Zemstvo Union
  • Chapter VI. Relief of sick and wounded soldiers
  • Chapter VII. Relief of families of mobilized men
  • Chapter VIII. Assistance to farming
  • Chapter IX. Relief of refugees
  • Chapter X. Participation of the Zemstvos in the work of supply
  • Chapter XI. Work in the army
  • Chapter XII. The Central Committee of the union of Zemstvos in the third year of the war
  • Chapter XIII. The Joint Committee of the unions of Zemstvos and of towns for the supply of military equipment and munitions
  • Chapter XIV. Changes in the basic principles of local government during the war
  • Chapter XV. The effects of the war upon the work of local government
  • Chapter XVI. Conclusion
  • Index

Full text

Der Idealtypus der Gruppe und ihr Eigenleben. 321 
Betrachtungen beziehen sich in erster Linie auf Gruppen mit stark ausgeprägtem 
Gruppencharakter, während gerade in unserer modernen Kultur der Gruppencharakter 
schwach ausgeprägt ist. Es lassen sich hinsichtlich der Stärke des Gruppencharakters 
also zwei verschiedene Typen unterscheiden, je nachdem die Gruppenangelegenheiten 
oder die persönlichen Angelegenheiten in erster Linie den ganzen Stil des Lebens und 
der Kultur bestimmen — ein Gegensag der Typen, den wir als Gentilizismus und 
Individualismus bezeichnen ($ 37). — Zum Schluß wird der Gruppe als einem mit 
dem Wesen der menschlichen Gesellschaft gegebenen und daher universal verbreiteten 
Gebilde die in der populären Literatur vielfach mit ihr vermengte Masse als eine 
auf einen bestimmten Kulturtypus beschränkte Tatsache gegenübergestellt, wobei auf 
die Vermengung der verschiedenen Bedeutungen des Wortes „Masse“ hingewiesen und 
an der Lehre von den besonderen Eigenschaften der Masse Kritik geübt wird ($ 38). 
27. Der Idealtypus der Gruppe. 
Inhalt: In idealtypisch reiner Ausprägung betrachtet steht die Gruppe den 
wechselnden Individuen als beharrendes und sie gestaltendes Wesen gegenüber. Sie 
wird von ihren Mitgliedern als ein besonderes Gebilde aufgefaßt, und zwar als ein 
in Individuen gegliedertes Ganzes. Die Mitglieder werden entsprechend von ein- 
ander als „Genossen‘“ (d. h. als Glieder des Ganzen) aufgefaßt, und ebenso faßt jedes 
Mitglied sich selbst als Glied des Ganzen auf. Diese Auffassungen sind nicht weiter 
ableitbar, sondern beruhen auf angeborenen Anlagen; und die ihnen entsprechenden 
Begriffe der Gruppe und der Genossen bedeuten demgemäß legte Begriffe, d. h. 
soziale Kategorien. — Der Einzelne hegt die Gesinnung der Liebe gegen die Gruppe 
und die Gesinnung der Acktung gegen die Genossen. Die Gruppe steht ihren Mit- 
zliedern als ein objektives (d. h. sie beeinflussendes) Wesen gegenüber und führt 
ein Eigenleben im Sinne einer Individualität. Sie gehört zu einer besonderen Klasse 
von Gebilden, den sozialen Objektivgebilden. 
Während das bisher Gesagte in der Anschauung des sozialen Lebens gegeben ist, 
zreift die Frage nach dem kausalen Zusammenhang zwischen Gruppe und Individuum 
darüber hinaus. Hier kann man dem extremen Individualismus und extremen Uni- 
versalismus eine Auffassung gegenüberstellen, nach der die Gruppe nicht mit der 
Summe der Individuen zusammenfällt, aber auch keine Substanz für sich ist, son- 
dern eine Einheit aktueller Natur bedeutet, die in den Individuen fundiert ist und 
in dem Zusammenspiel der Individuen beim sozialen Verkehr kraft schöpferischer 
Synthese ihr Leben führt. 
1. In der reinsten Form finden wir das Wesen der Gruppe aus- 
zeprägt in Gebilden wie dem Stamm, der Sippe, den Männerbünden und 
der Familie — also in Gebilden, die wir früher als Lebensgemeinschaften 
bezeichnet haben und die sich von anderen Vereinigungen von Gemein- 
schaftscharakter durch ihr tägliches enges Zusammenleben und den um- 
fassenden Charakter ihrer Gemeinschaftsangelegenheiten unterscheiden. 
Bei dem Beispiel der Familie darf natürlich nicht an den heutigen hoch- 
gradig individuellen Typus, sondern muß an den älteren Typus gedacht 
werden, in dem der objektive Charakter der Familie voll ausgeprägt ist. 
In dem legöteren Zuge liegt überhaupt die wesentlichste Eigenschaft der 
Vierkandt. Cesellschaftsliehre.
	        

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Methodische Einführung in Die Allgemeine Wirtschaftsgeographie. Verlag von Gustav Fischer, 1914.
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