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Zum Wiederaufbau Deutschlands und Europas

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Bibliographic data

fullscreen: Zum Wiederaufbau Deutschlands und Europas

Monograph

Identifikator:
1798241765
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-183163
Document type:
Monograph
Author:
Dyes, Wilhelm August http://d-nb.info/gnd/172534097
Title:
Zum Wiederaufbau Deutschlands und Europas
Place of publication:
Cöthen
Publisher:
Schettler
Year of publication:
[1925]
Scope:
30 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Europa
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zum Wiederaufbau Deutschlands und Europas
  • Title page
  • Die zweite Periode der Kriegsfolgezeit
  • Europa
  • Die Vereinigten Staaten von Nordamerika
  • Einblicke in den Welthandel
  • Deutschland
  • Die deutsche Industrie
  • Kredite für Deutschland
  • Deutschlands Inlandsabsatz und deutscher Außenahndel
  • Zusammenfassung

Full text

Hinzuzufüger ist Rußland, das weltwirtschaftlich trotz seiner Größe und 
hohen Bevölkerungszahl für geraume Zeit kaum eine Rolle spielt, wie die 
Imvport- und Exportziffern wenigstens bisher zeigen: 
Räte-Rußland-Moskau ;  ükm 
Europa „& 4 © u = ı @m 576210 
Nordkaukasien .. . . . „2 „831552 
Turkestan » 2.000000. 1478.44 
Sibirien‘ : . 10780 97. 
RSFSR 16 353 062 
Räte-Ukraine-Charkow USSR . 4146 838 
Räte-Transkaukasien: no 
Georgien-Tiflis . . 0... 65 967 
Armenien-Eriwan . . . . 39 021 
Aserbeidschan-Baku ” 86.999 
Einwohner 
66 485 972 
7 649 027 
7201 551 
Q 9257 825 
90 594 375 
26 001 802 
2 372 403 
1214 391 
2 096 973 
ZSFSR 191 987 5.683 767 
Räte-Weißruthenien-Minsk BSSR 59634 . 1.634223 
Bund der Soc. Räte-Freistaaten 17051527 . . . 123914167 
Auf dieses durch Zollschranken zurzeit getrennte und unter Haß- 
Nachwirkungen des Krieges und Verarmung leidende Europa ist 
Deutschland: neben seinem Inlandsverbrauch‘ in seiner Hauptausfuhr 
angewiesen. Folglich hängt seine wirtschaftliche Wiedergeburt in erster 
Linie davon ab. wie es die inländische Produktiön und Aufnahmefähig- 
keit stärkt. 
Die Vereinigten Staaten von Nordamerika, 
Die europäischen Industrien, selbst die vorgeschrittenen “deutschen 
Industrien, haben vor allem die Entwickelung in dem sowohl rohstoff- 
wie industriereichen Nordamerika aufs genaueste zu beobachten: 
Prof. Friedrich Dessauer schrieb nach einer Amerikareise in 
„Hochland“: „Wie unendlich konservativ sind wir im Grunde in Europa? 
Wie mühselig ringen wir, wie zäh halten wir! Eıngerichtet, abgeschafft, neu 
gebaut: —. es. geht in Amerika schnell. Und die meisten menschlichen Dinge 
sind auch danach, daß wir unsere Ansichten über sie nicht aus” Granit 
bauen sollten. Das Entscheidende ist in Nordamerika das Werden, Ver- 
gehen, nicht das Sein, der materielle, körperliche, geistige Stoffwechsel. nicht 
der aufgespeicherte, errungene, verwahrte Vorrat.“ 
Unter den amerikanischen Reden ist mir ein Wort unauslöschlich 
im Gedächtnis geblieben; es handelte sich um die Mahnung, auf dem 
Negativen aufzubauen, nicht mit dem Positiven, dem Erreichten zu- 
frieden zu sein. Das Erreichte, die Erfolge in. die Welt hinauszu- 
posaunen, ist bei uns in Deutschland vor dem Kriege ein großer Fehler 
gewesen. Natürlich ist jetzt nach all den Kriegsfolgen die Stimmung 
eine ganz andere 
In der Gesellschaft für technische Physik hat, Prof. Gehlhoff seine 
amerikanischen Eindrücke geschildert. Ein Amerikaner führte aus, daß seiner 
Ansicht nach die größere Wissenschaftlichkeit nicht genügen würde, die 
Stellung der deutschen Technik zu behaupten. Amerika hätte in zivilisaterischer 
Hinsicht einen gewissen Sättigungsgrad erreicht und somit Kraft übrig, um 
sich jetzt auch den kulturellen Aufgaben zu widmen. Das mache sich nicht 
nur in der Wissenschaft. sondern auch in der Literafur und Kunst bereits be-
	        

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Zum Wiederaufbau Deutschlands Und Europas. Schettler, 1925.
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