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Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Monograph

Identifikator:
1801165386
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-185344
Document type:
Monograph
Author:
Reinhard, Rudolf http://d-nb.info/gnd/14316645X
Title:
Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
Edition:
6., stark erw. und umgearb. Aufl
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Year of publication:
1929
Scope:
279 S.
zahlr. graph. Darst. u. Kt.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeine Wirtschaftsgeographie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeine Wirtschaftsgeographie
  • Allgemeine politische Erdkunde
  • Index

Full text

5 
. ZWEITER TEIL: DER VERKEHR 
verfügen, von größter wirtschaftlicher und politischer Wichtigkeit. Die 
Zahl der drahtlosen Telegraphenstationen der Welt belief sich Anfang 
1926 auf 1722 Landstationen, darunter 40 Großfunkstellen. Dazu 
kommen noch fast 15000 Bordfunkstellen auf Schiffen, die für die Er- 
höhung der Sicherheit im Weltseeverkehr von unschätzbarem Wert 
sind. — Deutsche Großstationen für Funkentelegraphie bestehen zur 
Zeit in Nauen bei Berlin und in Eilvese bei Hannover mit An- 
tennentürmen von mehr als 200 m Höhe. Diese Stellen dienen dem 
Weltfernverkehr, während die Hauptfunkstelle Königswusterhausen 
für den innerdeutschen und europäischen Verkehr bestimmt ist. 
Noch einen Schritt weiter als die drahtlose Telegraphie geht der 
drahtlose Fernspruch, Radio oder Rundfunk, mit dessen Hilfe jede 
einzelne Familie unmittelbar an den Weltnachrichtendienst angeschlossen 
werden kann und der zugleich ein Mittel der Volksbelehrung und Volks- 
unterhaltung von ungeahnter Wirkung geworden ist. Anfang 1928 wur- 
den in der Welt gegen 14 Millionen Rundfunkteilnehmer gezählt, da- 
von in den Vereinigten Staaten fast die Hälfte und mehr als je 2 Mil- 
jonen in England und Deutschland. 
V. INTERNATIONALE VERKEHRSVEREINIGUNGEN 
Die Schnelligkeit und Reichweite der modernen Verkehrsmittel, 
die vor den Schranken staatlicher Grenzen nicht haltmachen, zwang 
bald zu internationalen Besprechungen und Vereinbarungen auf bei- 
nahe allen Gebieten des Fernverkehrs. Die wichtigste dieser inter- 
nationalen Verkehrsvereinigungen ist der Weltpostverein. Er erwuchs 
im Jahre 1878 als „Union postale internationale“ aus der 1874 von 
dem damaligen deutschen Generalpostmeister Ste phan zwischen 
22 Staaten ins Leben gerufenen „Union postale“. Gegenwärtig umfaßt 
der Weltpostverein beinahe alle Kulturstaaten und Kolonien mit etwa 
127 Mill, gkm und mehr als 90% der gesamten Menschheit. Die von 
ihm vertretenen grundsätzlichen Anschauungen sind: Freiheit und Un- 
antgeltlichkeit im Austausch und in der Beförderung der Briefpost- 
gegenstände durch jedes Vereinsland und einheitliches, möglichst nied- 
‚iges Briefporto ohne Rücksicht auf die Entfernung. Freilich das schon 
1885 von Stephan erstrebte einheitliche Weltporto ist auch heute noch 
nicht erreicht. 
Schon früher (1865) gingen der Deutsch-Österreichische Telegraphen- 
verein und der Westeuropäische Telegraphenverein in Paris in dem 
zunächst nur von 20 europäischen Staaten geschlossenen Internatio- 
nalen Telegraphenverein auf, der heute etwa dieselbe Ausdehnung 
wie der Weltpostverein hat. — Für den internationalen Eisenbahn- 
verkehr wurde wichtig das 1890 zwischen den Hauptstaaten des fest- 
ländischen Europa abgeschlossene Berner Abkommen. — Die jüngste 
internationale Verkehrsvereinigung ist die 1925 in Genf gegründete 
„Union internationale de Radiophonie“. Alle diese Vereinigungen 
regeln von Zeit zu Zeit in Weltkongressen die aus den Fortschritten 
der Technik und aus dem Bedürfnis nach Erweiterung und verein- 
{achter Abwicklung des Verkehrs sich ergebenden internationalen Fragen.
	        

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Weltwirtschaftliche Und Politische Erdkunde. Hirt, 1929.
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