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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
1804651486
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-193069
Document type:
Monograph
Author:
Lauck, William Jett http://d-nb.info/gnd/173237126
Title:
The new industrial revolution and wages
Place of publication:
New York
Publisher:
Funk & Wagnalls
Year of publication:
1929
Scope:
ix, 308 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapter VII. Acceptance of the theory of an adequate basic wage
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

4SI) ALLGEMEINE VERHÄLTNISSE. — Sterblichkeitslisten. 
Einzelnen numerisch zu bestimmen. Um dies zu können, muss man genau 
beobachten, in welchem Verhältnisse in ganzen Bevölkerungen auf ausgedehn 
tem Gebiete unter verschiedenen Verhältnissen die Sterbfälle ein treten. Es 
muss dazu festgestellt werden, wie viel in jedem Lebensalter 
von einer gewissen möglichst grossen Zahl Lebender, welche 
in dieses Alter eintreten, im Laufe desselben sterben. Dies ist 
die für die Sterblichkeitsstatistik zu lösende Aufgabe. Zeigt es sich z. B., dass 
von 10,000 neugebornen Knaben im I.aufe des ersten Jahres 1S50 und von 
einer gleich grossen Zahl neugeborner Mädchen während der nemlichen Zeit 
1725 sterben, so ist das Sterblichkeitsverhältniss der Knaben im ersten Le 
bensjahre 18*4 Brocent, dasjenige der Mädchen nur 17'/*, — und findet es sich, 
dass im 25. Lebensjahre von 10,000 Personen männlichen Geschlechts, welche 
in dasselbe ein treten, im Laufe desselben 84, und von ebensoviel Personen 
weiblichen Geschlechts 88 gestorben sind, so wird das Sterblichkeitsverhält 
niss des männlichen Geschlechts im 25. Lebensjahre 0,84 Proc., dasjenige des 
weiblichen Geschlechts dagegen 0,88 Proc. betragen. Aus diesen Zanlen erge 
ben sich von selbst zwei wichtige Verhältnisse, nemlich der Grad der Wahr 
scheinlichkeit oder der Gefahr, im Laufe des nächsten Jahres zu sterben, und 
ebenso der Grad der Wahrscheinlichkeit, das darauf folgende Jahr zu erreichen. 
Da für den einzelnen Menschen eines oder das andere dieser Ereignisse eintre- 
ten muss, so bilden jene beiden Wahrscheinlichkeiten zusammen die Gewiss 
heit, welche durch 1 ausgedrückt wird. Nach den eben angegebenen Zahlen 
wird bezüglich des nächsten Jahres die Sterbens Wahrscheinlichkeit sein : 
für den Neugebornen für den 24jährigen 
männl. Oeschl. — weibl. Geschl. männl. Geschl. — weibl. Geschl. 
0,1850 0,1725 _ _ 0,0084 0,0088 
und die Ueberlebens Wahrscheinlichkeit : 
0,8150 0,8275 0,9010 0,9912 
Sa. 1. 1. 1. 1. 
Sind diese Verhältnisse für jedes Lebensalter (nach einzelnen Jahren und 
für die erste Zeit nach der Geburt, wo in kürzeren Perioden Veränderungen ein- 
treten, nach Wochen und Monaten) genau erforscht, so ist das Wesentlichste 
für die Bestimmung des Sterblichkeitsgesetzes und für Aufstellung einer Sterb 
lichkeitsliste gewonnen. Letztere soll anzeigen, wie viel von einer gewissen 
Zahl Neugeborner in jedem folgenden Lebensjahre (für das erste Lebensjahr 
in kürzeren Zeitabschnitten) mit Tode abgehen, bis alle gestorben sind. 
Solche Beobachtungen ergeben allerdings nur, wie die Verhältnisse auf 
einem gewissen Baume und während einer gewissen Zeit wirklich waren ; wenn 
aber Baum und Zeit eine so grosse Ausdehnung haben, dass auf ihm und in ihr 
die verschiedenen Einflüsse, welche die Sterblichkeit verändern, gleichmässig 
zur Geltung kommen konnten, so ergeben die Beobachtungen an der Vergan 
genheit das mittlere Maas, nach welchem auch künftig die Sterblichkeit 
stattfinden wird. Tausenderlei zufällige Ereignisse bringen zwar fortwährend 
Abweichungen von diesem mittleren Maase bald nach dieser bald nach jener 
Seite hin zu Wege, allein, wenn auch dem Gange der Sterblichkeit des Men 
schen nicht so feste Bahnen, wie dem Laufe der Himmelskörper vorgezeichnet 
sind, so sehen wir doch die Schwankungen dieses Ganges in ziemlich enge 
Grenzen gewiesen. Aus den Beobachtungen an der Vergangenheit kann daher 
stets ein annähernd richtiger Schluss auf die Ereignisse der Zukunft gezogen 
werden, für so lange, als nicht tief eingreifende sociale Aenderungen eintrelen. 
Es könnte nach Gbigem leicht und einfach scheinen, das Gesetz der Sterb 
lichkeit für jedes Alter zu bestimmen, indem man dazu nicht etwa nöthig hat, 
zu beobachten, nach welchem \ erhältnisse eine gewisse grössere Zahl Neuge 
borner beiderlei Geschlechts successive abstirbt, — wozu, abgesehen von andern 
Schwierigkeiten, ein langer Zeitraum gehören würde, — sondern nur zu beob 
achten braucht, wie viele von einer auf einem grösseren Baume lebenden 
Bevölkerung in jedes Lebensjahr eingetreten und wie viel davon im Laufe des 
selben gestorben sind. Gleichwohl unterliegen diese Beobachtungen grossen 
Schwierigkeiten, weniger in Betreff der Gestorbenen, als in Betreff der i,eben 
den, auf welche jene zu beziehen sind. Solche Beobachtungen sind in der That
	        

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Naturalwirtschaft Und Geldwirtschaft in Der Weltgeschichte. Seidel, 1930.
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