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Finanzen und Steuern im In- und Ausland

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzen und Steuern im In- und Ausland

Monograph

Identifikator:
1823190766
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-220010
Document type:
Monograph
Title:
Finanzen und Steuern im In- und Ausland
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Hobbing
Year of publication:
1930
Scope:
896 S
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Hauptteil. Deutsche Finanz- und Steuerstatistik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzen und Steuern im In- und Ausland
  • Title page
  • Contents
  • Erster Hauptteil. Deutsche Finanz- und Steuerstatistik
  • Zweiter Hauptteil. Statistik ausländischer Finanzen und Steuern. Unterlagen zum internationalen Vergleich
  • Index

Full text

— 528 — 
Die Pflichtigen setzen sich in fast allen LFA.-Bezirken zu mehr als drei Vierteln aus 
Lohnsteuerpflichtigen zusammen. Eine Ausnahme machen nur Oldenburg mit 68,0 
ınd München mit 72,6 vH Lohnsteuerpflichtigen. In rund der Hälfte der LFA.-Bezirke 
ibersteigt der Lohnsteuerpflichtigenanteil sogar 80 vH. Naturgemäß sind das namentlich 
lie Gebiete mit vorherrschendem Gewerbe oder mit landwirtschaftlichem Großbetrieb, 
wie Düsseldorf, Berlin, Unterweser, Unterelbe, Dresden, Leipzig, Magdeburg, Ober- 
schlesien, Breslau, Königsberg, Brandenburg. In Kassel, Köln und Münster ist der hohe 
Anteil Lohnsteuerpflichtiger nicht allein aus dem industriellen Einschlag, sondern zum 
Teil auch aus den ungünstigen Witterungsbedingungen zu erklären, unter denen die 
Landwirtschaft gerade dieser Gebiete im Jahre 1925 zu leiden hatte und die das Ein- 
zommen zahlreicher selbständiger Landwirte derart schmälerte, daß sie aus der Steuer- 
oflicht ausschieden. 
Steuerkraft. Nach der Höhe ihrer Steuerkraftziffer ergibt sich für die Landes- 
inanzbezirke die nachstehende Reihenfolge (s. Übersicht 35 8. 537). 
Berlin mit einer Steuerkraftziffer von 131,9 AM eröffnet die Reihe mit weitem Vor- 
sprung gegenüber den beiden hansischen LFA.-Bezirken Unterweser und Unterelbe, 
deren Ziffern mit 119,8 und 117,9 eng beieinander liegen. Nur diese drei nahezu rein 
städtischen LFA.-Bezirke haben eine Steuerkraft von mehr als 100.7. Es folgen 
dann die Zentralbezirke der wichtigsten deutschen Industriegebiete, des rheinisch-west- 
tälischen (Düsseldorf, 72,7) und des mitteldeutschen (Leipzig, 83,6). Der LFA.-Bezirk 
Kassel verdankt seine hohe Steuerkraftziffer (70,9) vornehmlich dem Gewicht Frankfurts. 
Dagegen hat die Ziffer Dresdens (67,3) eine allgemein günstige Wirtschaftslage des 
yanzen Bezirks zur Voraussetzung. Das gilt in gleicher Weise für die LFA.-Bezirke 
Stuttgart, Karlsruhe, Schleswig-Holstein und Magdeburg, die eine Steuerkraftziffer von 
51 bis 57 AM aufweisen, gilt aber weniger für Köln (51,8) und Münster (48,3), wo 
sich große Landschaftsgebiete mit grundsätzlich verschiedenem Wirtschaftsaufbau und 
Leistungsvermögen gegenüberstehen. Die bisher genannten 13 Bezirke haben, außer 
Münster, sämtlich eine Steuerkraft von mehr als 50,7. und haben alle einen starken 
gewerblichen Einschlag. Dagegen ist im Wirtschaftsaufbau der 13 steuerschwächeren 
LFA.-Bezirke die Landwirtschaft das wichtigste Glied. Von diesen weisen acht eine 
Steuerkraftziffer von 41 bis 47 AM auf; neben Darmstadt und den drei bayerischen 
LFA.-Bezirken sind es die Bezirke Hannover, Oldenburg, Thüringen und Brandenburg- 
Je reiner in den LFA.-Bezirken der agrarische Charakter zum Durchbruch kommt, um 
30 tiefer liegt ihre Steuerkraft. So beträgt sie in Breslau und Mecklenburg-Lübeck 
zaum 40, in Stettin etwas mehr als 30 .A.M, in Oberschlesien nur rd. 26 und in 
Königsberg sogar nur 20 ‚AM. 
Daß Oberschlesien so ungünstig dasteht, erscheint zunächst auffällig, wird aber 
verständlich, wenn man bedenkt, daß der Anteil gewerblich Tätiger an der Gesamt- 
bevölkerung im heutigen Oberschlesien geringer ist als in Niederschlesien. 
Für die Gebiete höherer Steuerkraft ist somit die höhere gewerbliche Entwicklung 
;harakteristisch, dann aber auch das Vorherrschen der bäuerlichen Betriebsform in der 
Landwirtschaft. Die steuerstärksten Gebiete liegen, abgesehen von den rein städtischen 
LFA.-Bezirken (Berlin, Unterelbe, Unterweser), in West- und Mitteldeutschland, nament- 
lich am Saume der Gebirgszüge, von wo sie teilweise weit in das Gebirge hineinragel; 
30 vor allem am Rhein entlang und am Neckar. Dagegen liegen die steuerschwächsten 
Gebiete in den gewerbearmen Bezirken östlich der Elbe. Große Teile Mitteldeutschlands 
sowie Nord- und Süddeutschland weisen im ganzen eine mittlere Steuerkraft. auf. 
Natürlich kann eine solche zusammenfassende Charakterisierung großer Wirtschafts 
zebiete in nur einer Ziffer keine sehr weitgehenden Erkenntnisse erschließen, denn alle 
liese Bezirke umfassen ‚wieder steuerstärkere und steuerschwächere. Teilgebiete. Die 
nachfolgende Aufstellung macht deshalb den inneren Aufbau der nach sinkender 
Steuerkraftziffer geordneten Landesfinanzamtsbezirke genauer ersichtlich.
	        

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Finanzen Und Steuern Im in- Und Ausland. Hobbing, 1930.
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