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Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

Monograph

Identifikator:
1824546017
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-214923
Document type:
Monograph
Author:
Dopsch, Alfons http://d-nb.info/gnd/118680390
Title:
Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
Place of publication:
Wien
Publisher:
Seidel
Year of publication:
1930
Scope:
XII, 294 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Theorie. Grundsätzliche Anschauungen
  • Zweiter Abschnitt. Die Tatbestände: Die Primitiven
  • Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
  • Vierter Abschnitt. Altgriechenland und das Römerreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Oströmische Reich und der Islam
  • Sechster Abschnitt. Das frühe Mittelalter im Westen. Die Völkerwanderung. Merowinger und Karolinger
  • Siebenter Abschnitt. Das hohe Mittelalter (10.-12. Jahrhundert)
  • Achter Abschnitt. Das spätere Mittelalter (13.-15. Jahrhundert)
  • Neunter Abschnitt. Die Neuzeit
  • Zehnter Abschnitt. Die politischen Auswirkungen: Lehenswesen und Kapitalismus
  • Elfter Abschnitt. Rückfälle aus der Geldwirtschaft in die Naturalwirtschaft
  • Zwölfter Abschnitt. Theoretische Schlußfolgerungen
  • Index

Full text

32 
tener Anweisungs- bzw. Kreditgeldwirtschaft, die der italienische 
Kaufmann mit Recht sehr bewundert hat. Es konnten diese An- 
weisungen eventuell in Silber von der Bank, bei der sie präsentiert 
wurden, realisiert werden*?). 
Schon Ende des 13. Jahrhunderts kam es zu einer großen 
Papiergeldinflation, die eine Devalvation um 80% zur Folge 
hatte??). 
Es soll hier ja keine Geldgeschichte der einzelnen Völker 
und Staaten geboten werden. Nur soviel sei noch hervorgehoben, 
daß auch im 14. Jahrhunderte nachher unter den Einkünften des 
Staates zahlreiche Naturprodukte, vor allem Getreide, Seiden- 
stoffe und Heu, Tee u. a. m., aufgezählt werden. Daß ein völliger 
Fortfall der Naturalien erfolgt sei, wie Max Weber annimmt**), 
möchte ich nicht glauben. Er meint, unter sichtlichem Einfluß 
der Bücherschen Theorien, daß diese Naturalien „damals offenbar 
nur in den Bezirkshaushalten erscheinen, wo sie verbraucht 
wurden?®).“ Dafür liegt keinerlei Anhaltspunkt vor. Wahrschein- 
lich ist, daß diese Abrechnung vom Jahre 1360 keine vollständige 
Aufzählung der Einnahmen bietet. M. Weber hat doch selbst 
bemerkt, daß mit den Zahlen nicht sehr viel anzufangen ist, weil 
man nicht sicher weiß, was vorabgezogen wurde**). Jedenfalls war 
Muschelgeld noch im 16. Jahrhunderte ein sehr bedeutender 
Posten der Staatseinnahmen. 
Die Eroberung der Provinz Jünnan, wo sich Silberminen be- 
fanden, ermöglichte der Ming-Dynastie dann, Silber in größeren 
Mengen in Umlauf zu setzen!"). Damals wurde (Anfang des 
15. Jahrhunderts) das Papiergeld gänzlich abgeschafft'®). Endlich 
berechtigt. Der Berichterstatter war von Haus aus durchaus befähigt, über diese 
Geldverhältnisse zutreffend zu urteilen. 
2”) Es wurden Zettel, die aus der Rinde des Papiermaulbeerbaumes 
bereitet waren, mit dem Siegel des Großkhans (Kublaikhans) und der Wert- 
bezeichnung versehen (babisci) in Umlauf gesetzt, die im ganzen Reiche Zwangs- 
kurs hatten. Vgl. Luschin, Allgem. Münz- und Geldgesch. des Mittelalters und 
der Neuzeit. 2. Aufl., 1926, S. 176. 
18) Vgl. Max Weber a.a.O. ı, 288 (1900). 
142) Ebda. S. 284, Anm. I. 
15) Ebda. S. 285, Note. 
46) Edkins a.a.O. S. 12, 2. Spalte. 
17) Edkins a. a. O. S. 12, 2. Spalte. 
8) Ad. Friedmann a.a.O. S. 76.
	        

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Naturalwirtschaft Und Geldwirtschaft in Der Weltgeschichte. Seidel, 1930.
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