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Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

Monograph

Identifikator:
1824546017
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-214923
Document type:
Monograph
Author:
Dopsch, Alfons http://d-nb.info/gnd/118680390
Title:
Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
Place of publication:
Wien
Publisher:
Seidel
Year of publication:
1930
Scope:
XII, 294 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Theorie. Grundsätzliche Anschauungen
  • Zweiter Abschnitt. Die Tatbestände: Die Primitiven
  • Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
  • Vierter Abschnitt. Altgriechenland und das Römerreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Oströmische Reich und der Islam
  • Sechster Abschnitt. Das frühe Mittelalter im Westen. Die Völkerwanderung. Merowinger und Karolinger
  • Siebenter Abschnitt. Das hohe Mittelalter (10.-12. Jahrhundert)
  • Achter Abschnitt. Das spätere Mittelalter (13.-15. Jahrhundert)
  • Neunter Abschnitt. Die Neuzeit
  • Zehnter Abschnitt. Die politischen Auswirkungen: Lehenswesen und Kapitalismus
  • Elfter Abschnitt. Rückfälle aus der Geldwirtschaft in die Naturalwirtschaft
  • Zwölfter Abschnitt. Theoretische Schlußfolgerungen
  • Index

Full text

aufgefressen (1732). Die Folgewirkung war freilich noch viel 
schlimmer, als Regierung und Volk wünschen mochten. Erstere 
beeilte sich, ihre Verordnungen rückgängig zu machen und gab 
den aufgespeicherten Reis an die arme Bevölkerung heraus, 
welche an sehr niedere Preise gewöhnt war. Ja, sie zwang auch 
die Händler, ihre Vorräte zu niederem Preise zu verkaufen. 
Jedoch war diese sprunghafte Preissteigerung nur vorübergehend. 
Schon im nächsten Jahre sank er wieder auf sein altes Niveau 
herab, so daß die Regierung sich genötigt sah, neuerdings zu- 
gunsten einer Erhöhung desselben einzuwirken. Sie stellte 
Minimalpreise für die besseren Reissorten auf. Seit dieser Zeit 
erkannte man, daß der niedere Preis des Reises durch die Ver- 
minderung der umlaufenden Münze verursacht war und eine Ver- 
mehrung dieser unbedingt nötig sei. Eine neue Münzreform 
(1736) hatte eine Verschlechterung der Münze und eine Über- 
flutung des Marktes mit dieser zur Folge?*). Schwierigkeiten ent- 
standen nun für die Kaufleute, da verschiedenartiges Geld vor- 
handen war. Die besten Geschäfte machten die Geldwechsler, 
welche die Relation ganz willkürlich ansetzten. Verbote der 
Regierung wider ungerechten Wechselgewinn fruchteten wenig. 
Auch der Lizenzzwang für die Ausübung dieses Geschäftes behob 
das Übel keineswegs. Ebensowenig konnte die Aufhebung der 
Zünfte die Steigerung der Wechselgebühren beseitigen. Die Re- 
gierung mußte im 19. Jahrhundert vielmehr die Zünfte wieder 
herstellen (1851), da eine schreckliche Verwirrung auf dem Markte 
eingerissen war. 
In Ergänzung der von Frl. Takizawa gebotenen Darstellung, 
der ich hier gefolgt bin, möchte ich noch besonders darauf auf- 
merksam machen, daß diese für die Wirtschaft so schädliche 
Wirksamkeit der Wechsler doch hauptsächlich durch die Re- 
gierung selbst herbeigeführt wurde, weil sie bereits am Beginne 
des 18. Jahrhunderts durch die wiederholte Münzerneuerung die 
Voraussetzungen dafür geschaffen hatte“), Die erste Maßnahme 
gegen die Erhöhung der Wechselgebühren datiert bereits vom 
Jahre 1711. Es war somit die Mißwirtschaft, die aus der Not- 
wendigkeit des Münzwechsels resultierte, nicht erst durch die 
») A.a.0. S.44. . 
») Vgl. Takizawa S. 40 oben!
	        

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Naturalwirtschaft Und Geldwirtschaft in Der Weltgeschichte. Seidel, 1930.
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