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Statistical manual

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Bibliographic data

Full text: Statistical manual

Monograph

Identifikator:
1830562916
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-217337
Document type:
Monograph
Author:
Huntington, Ellsworth http://d-nb.info/gnd/117070092
Cushing, Sumner W.
Title:
Modern business geography
Place of publication:
New York [usw.]
Publisher:
World Book Company
Year of publication:
1930
Scope:
VIII, 352 S.
Ill., graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Kap. IV. 
Widerlegung der Malthusschen Theorie. 
\\7 
lichen Staaten? Ist nicht England, wo die Bevölkerung noch dichter 
als in den östlichen Staaten ist, auch inr Verhältnis reicher? wann 
findet inan den Reichtum am verschwenderischsten unproduktiven 
Zwecken, wie prächtigenGebäuden, schönenMöbeln,luxuriösenEquipagen, 
5tatuen, Gemälden, Gärten und pachten gewidmet? Ist es nicht 
dann, wenn die Bevölkerung am dichtesten, keineswegs aber wenn sie 
am dünnsten ist? Wo findet man die meisten solcher Leute, die selbst 
nicht produktiv arbeiten und die zu erhalten die allgemeine Produktion 
genügt —> Rentiers und vornehme Müßiggänger, Diebe, Polizisten, 
Diener, Advokaten, Schriftsteller und dergleichen? Ist es nicht da, 
wo die Bevölkerung dicht, keineswegs aber da, wo sie schwach ist? woher 
kommt das überströmende Kapital zu gewinnbringender Anlage? Kommt 
es nicht aus den dicht bevölkerten Ländern zu den schwach bevölkerten? 
Alles dies zeigt unwiderleglich, daß der Reichtum am größten, wo die 
Bevölkerung am dichtesten ist, daß die Güterproduktion, die auf eine 
gegebene Summe von Arbeit kommt, mit steigender Bevölkerung zu 
nimmt. Alles dies ist sichtbar, wohin wir unsere Blicke auch wenden. 
Auf gleichem Niveau der Zivilisation, ans gleicher Stufe der produktiven 
Gewerbe, der politischen Verfassung usw. sind die bevölkertsten Länder 
immer die reichsten. 
Nehmen wir einen besonderen ^all und zwar einen Fall, der von 
allen, die angeführt werden können, auf den ersten Blick die uns beschäf 
tigende Theorie am besten zu unterstützen scheint —> den Lall eines 
Tandes, wo der Lohn stark gesunken ist, während die Bevölkerung sich 
bedeutend vermehrt hat, und wo es keine Sache zweifelhafter Schlüsse, 
sondern offenkundige Tatsache ist, daß die Freigebigkeit der Natur sich 
vermindert hat. Dies Land ist Kalifornien. Als nach der Entdeckung 
öes Goldes die erste Einwanderungswoge sich über Kalifornien ergoß, 
fand sie ein Land, in welchem die Natur in großmütigster Geberlaune 
war. Die glitzernden Niederschläge von Jahrtausenden konnten an Fluß- 
ufern und Sandbänken mit den primitivsten Werkzeugen in Beträgen, 
die einen durchschnittlichen Tagelohn von einer Unze (\6 Dollars) er 
gaben, gesammelt werden. Die mit saftigen Gräsern bedeckten Ebenen 
wimmelten von zahllosen Herden von Pferden und Rindern, so zahl 
reich, daß es jedem Reisenden frei stand, seinen Sattel auf ein frisches 
Aoß zu werfen oder ein Rind zu töten, wenn er ein Stück Fleisch brauchte, 
wofern er nur die Haut, das einzig wertvolle, dem Besitzer zurückließ. 
Dem reichen Boden, der zum erstenmal unter Kultur kam, entsprossen 
uach bloßem Pflügen und Säen Ernten, wie sie in älteren Ländern — 
wenn überhaupt — nur durch reichlichstes Düngen und sorgsamste Be 
bauung zu erhalten sind. Inmitten dieser Freigebigkeit der Natur waren 
^ie Löhne und Zinsen in dem früheren Kalifornien höher als sonst 
irgendwo. 
Diese jungfräuliche Freigebigkeit der Natur ist unaufhörlich ge 
wichen vor den größeren und immer größeren Anforderungen, welche
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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