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Kartelle

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Bibliographic data

fullscreen: Kartelle

Monograph

Identifikator:
1831288826
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-230774
Document type:
Monograph
Author:
Passow, Richard http://d-nb.info/gnd/116052732
Title:
Kartelle
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
176 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kartelle
  • Title page
  • Contents
  • I. Der Kartellgriff
  • II. Über Geschichte und Anwendungsgebiet der Anbieterkartelle

Full text

| A 
die den Kreisen des Schuhhandels und der Verbraucher angehörten und ebenfalls vom 
Reichskanzler ernannt und abberufen wurden. Der Überwachungsausschuß unter- 
stand der Aufsicht des Reichskanzlers. Der Vorsitzende des Ausschusses war ver- 
pflichtet, den Vertreter des Reichskanzlers über alle wichtigen Vorgänge auf dem lau- 
fenden zu erhalten und ihm auf Verlangen Auskunft zu geben. Bei der Beschlußfassung 
des Überwachungsausschusses hatte der Vertreter des Reichskanzlers beratende Stimme. 
Er konnte Beschlüsse wegen Verletzung der Gesetze oder öffentlicher Interessen bean- 
standen. Der Reichskanzler entschied über die Berechtigung der Beanstandung. Die 
Ausführung der Beschlüsse hatte so lange zu unterbleiben, als nicht der Reichskanzler 
die Beanstandung für unberechtigt erklärt hatte?). 
Die Organe für die Durchführung der Anordnungen des Überwachungsaus- 
schusses waren die 11 rechtsfähigen „Herstellungs- und Vertriebs- 
gesellschaften‘“. Zu ihnen gehörten infolge Anordnung des Reichskanzlers 
„die Hersteller von Schuhwaren jeder Art, soweit sie bereits vor dem 1. August 1914 
Schuhwaren hergestellt haben‘‘, ohne Rücksicht darauf, ob sie weiterarbeiteten oder 
stillgelegt worden waren. Unter besonderen Verhältnissen konnte der Reichskanzler 
auf Antrag der Landeszentralbehörden anordnen, daß auch ein Betrieb, der erst nach 
dem I. August 1914 mit der Herstellung von Schuhwaren begonnen hatte, in eine 
Gesellschaft aufgenommen werde. Nicht zu den Gesellschaften gehörten die Betriebe 
der Heeresverwaltungen und der Marineverwaltung, sowie die Betriebe, in denen Schuh- 
waren nur handwerksmäßig hergestellt wurden?). Zweck der Gesellschaften war: die 
Herstellung und den Absatz von Schuhwaren jeder Art nach Maßgabe der verfügbaren 
Rohstoffe und der volkswirtschaftlichen Bedürfnisse zu regeln und einen Ausgleich 
zwischen den stilliegenden und weiterarbeitenden Gesellschaften herbeizuführen?) 
Die Satzung der Gesellschaften war vom Reichskanzler erlassen, der auch Namen, 
Sitz und örtlichen Bereich der Gesellschaften bestimmte, mit der Bekanntmachung 
der Satzung im Reichsanzeiger waren die Gesellschaften entstanden‘). 
Wer leitete nun diese ‚„,Herstellungs- und Vertriebsgesellschaften‘‘? Auch hier 
ist wieder zu betonen, daß nicht die Gesellschafter selbst die Leitung in der Hand hat- 
ten; vielmehr war ein vom Überwachungsausschuß bestellter 
Vorstand (‚„Verteilungsausschuß‘“) maßgebend. Zwar war in der Satzung 
auch eine aus sämtlichen Gesellschaftern bestehende Gesellschaftsversammlung vor- 
gesehen, aber sie hatte nicht viel zu sagen. ‚Die Gesellschafterversammlung macht 
dem Überwachungsausschusse Vorschlä ge für die Besetzung des Verteilungs- 
ausschusses und nimmt die Berichte des Vorsitzenden des Verteilungs- 
ausschusses entgegen®).‘“ Der aus einem Vorsitzenden und zwei bis vier Mit- 
gliedern bestehende Vorstand (Verteilungsausschuß) wurde, wie schon bemerkt, vom 
Überwachungsausschuß der Schuhindustrie bestellt und abberufen®). Die Geschäfts- 
ordnung des Verteilungsausschusses wurde vom Überwachungsausschuß erlassen”). 
Dem Verteilungsausschuß, also nicht der Gesellschaft, lag ob: Die Durchführung der 
Anordnungen des Überwachungsausschusses und die Überwachung von deren Beach- 
1) 
Bundesratsverordnung, Art. II, 8 © 
Ebenda, Art. I. 
Bundesratsverordnung, Art. I, Satzung 
Bundesratsverordnung, Art. II, 8 ı. 
Satzung 8 8. 
Satzung $ 14. 
Satzung 8 16 
=
	        

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Kartelle. Verlag von Gustav Fischer, 1930.
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