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Kartelle

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Bibliographic data

fullscreen: Kartelle

Monograph

Identifikator:
1831288826
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-230774
Document type:
Monograph
Author:
Passow, Richard http://d-nb.info/gnd/116052732
Title:
Kartelle
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
176 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kartelle
  • Title page
  • Contents
  • I. Der Kartellgriff
  • II. Über Geschichte und Anwendungsgebiet der Anbieterkartelle

Full text

—. 144 
die Verordnung über die Errichtung von Betriebsverbänden in 
der Binnenschiffahrt vom 18. August 1917. Artikel I dieser 
Verordnung besagte: „Die Schiffahrtsabteilung beim Chef des Feld- 
eisenbahnwesens wird ermächtigt, Besitzer von Binnenschiffen auch 
ohne ihre Zustimmung für bestimmte Bezirke zu Betriebsverbänden 
zwecks ständiger Beobachtung des Schiffs- und Güterverkehrs auf 
Binnenwasserstraßen sowie zur Bereithaltung der Binnenschiffe für 
Heeres- und kriegswirtschaftliche Transporte zu vereinigen.“ Wie 
sich schon aus der hier gegebenen Zweckbestimmung und aus den 
weiteren Vorschriften ergibt, sollten diese Verbände die Tätigkeit 
der Schiffahrtsabteilung erleichtern. In Artikel II 8 3 der Verord- 
nung heißt es: „Die Mitglieder sind verpflichtet, nach näherer Be- 
stimmung der Satzung den Betriebsverband in der von der Schiff- 
fahrtsabteilung festgesetzten Zeit und Form über Aufenthaltsort, Ver- 
wendung und Besatzung der in ihrem Besitz befindlichen Binnen- 
schiffe laufend zu unterrichten. Der Betriebsverband hat diese Mit- 
teilungen nach Weisung der Schiffahrtsabteilung aufzubewahren und 
dieser auf Erfordern zur Verfügung zu stellen ?).“ 
1) Wie die Reichstagsdrucksache 1921, Nr. 2349 ergibt, sind im ganzen auf 
Grund der Verordnung nur 5 Schifferbetriebsverbände für östliche Wasserstraßen 
(Schifferbetriebsverband der oberländischen Kanalschiffer in Elbing, ‘Schifferbetriebs- 
verband für die pommerschen Gewässer in Stettin, Schifferbetriebsverband für die 
Oder in Breslau, Schifferbetriebsverband für die märkischen Wasserstraßen in Berlin, 
Schifferbetriebsverband für das Stromgebiet der Elbe in Hamburg) begründet worden. 
Als die Verordnung vom 18. August 1917 aufgehoben wurde, ist durch Reichsgesetz 
vom 19. Mai 1922 die Möglichkeit gegeben, daß die Betriebsverbände auf Grund eines 
Mehrheitsbeschlusses der Mitglieder als öffentlich-rechtliche Kleinschifferverbände 
weiterbestehen. Diese Kleinschifferverbände (sie können nach $ ı1r des genannten Ge- 
setzes auch für andere Verkehrsbezirke neu errichtet werden) sind ebenfalls nicht zu 
kartellartigen Zwecken begründet worden, sondern etwa ein Gegenstück zu den Zwangs- 
innungen. Vgl. die folgenden Bestimmungen des Gesetzes vom 19. Mai 1922: 
$& 4. Der Kleinschifferverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes, 
welcher die sämtlichen Kleinschiffahrtstreibenden eines Stromgebiets als Mitglieder 
angehören, und gilt als die berufene Vertretung der Kleinschiffahrt seines Stromgebiets. 
8 5. Zu den Aufgaben des Kleinschifferverbandes gehört: 
Die Wahrnehmung der Interessen der Kleinschiffahrt gegenüber den Behörden 
und den an der Binnenschiffahrt Beteiligten, 
2. die Unterstützung der Wasserstraßenverwaltung in der Förderung des Schiff- 
fahrtsbetriebs, insbesondere des Kleinschiffergewerbes, 
3. die Mitarbeit bei der Verkehrsstatistik in seinem Stromgebiete, 
4. die Mitwirkung bei Frachtfestsetzungen, 
5. die Beschaffung von Beihilfen für in Not geratene Kleinschiffer, 
6. der Abschluß von Tarifverträgen mit den Verbänden der Schiffsmannschaften. 
7. die Rechtsberatung der Mitglieder und
	        

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Kartelle. Verlag von Gustav Fischer, 1930.
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