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Kartelle

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Bibliographic data

fullscreen: Kartelle

Monograph

Identifikator:
1831288826
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-230774
Document type:
Monograph
Author:
Passow, Richard http://d-nb.info/gnd/116052732
Title:
Kartelle
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
176 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kartelle
  • Title page
  • Contents
  • I. Der Kartellgriff
  • II. Über Geschichte und Anwendungsgebiet der Anbieterkartelle

Full text

151 
pflichtet werden, dem Syndikate zwecks erfolgreicher Organisierung 
der Industrie beizutreten, dann schwinden die der Syndizierung ent- 
gegenstehenden Schwierigkeiten ohne weiteres, 
„Sofern der Staat auf dem Wege der Gesetzgebung den In- 
dustrien die großen mit der Syndizierung verbundenen Vorteile ver- 
schafft, dann ist er auch berechtigt, von den solchermaßen geschützten 
Industrien von vornherein pro Tonne der erzeugten oder umgesetzten 
Ware eine Steuer zu erheben, und im Falle für den einen oder den 
anderen Industriezweig im Vergleiche zu dem verbündeten Reich 
ein wesentlicher Vorsprung in den Produktionsgrundbedingungen 
vorliegen sollte, einen Teil des Schutzzolles, welcher mit Hilfe des 
Syndikates der geschützten Industrie auf dem Inlandsabsatz zugute 
kommt, des ferneren als Steuer zu erheben. 
„Jede für einzelne unter ungünstigeren Produktionsbedingungen 
arbeitenden Werke etwa infolge des Fortfalles der Zollschranken im 
gegenseitigen Verkehr der beiden Reiche befürchtete Schädigung 
schwindet hierdurch um so mehr, als die Syndikate beider Reiche für 
die einzelnen Industriezweige im Absatz sich auf Grund der Absatz- 
verhältnisse, wie solche in der Vergangenheit vor Ausbruch des 
Krieges bestanden, quotisieren und auch das Absatzverhältnis nach 
in der Vergangenheit gemeinsamen Exportgebieten vertragsmäßig 
festlegen.“ 
In einer ergänzenden Denkschrift vom gleichen Jahre heißt es: 
„Bei den bisherigen in Deutschland begründeten Syndikaten konnte 
ein voller wirtschaftlicher Erfolg nicht erreicht werden, weil sie zu- 
meist nicht die gesamte Produktion des betreffenden Betriebszweiges 
umfaßten und weil des ferneren die Verträge zeitlich nicht genügend 
lang befristet waren, um die zur Förderung der syndikatsmäßig zu- 
sammengeschlossenen Industrien erforderlichen Maßregeln voll zur 
Durchführung zu bringen, 
„Sofern aber der Staat unter gesetzmäßigem Zwange des Bei- 
trittes sämtlicher Betriebe eines bestimmten Industriezweiges den 
betreffenden Industrien für einen entsprechend langen Zeitraum das 
Monopol bewilligt, dann ist die Grundlage gegeben, um mit Hilfe 
deutscher Organisationskraft für die betreffenden Industrien gegen- 
über dem zurzeit in Deutschland bestehenden Zustande der Wirt- 
schaftsführung Mehrgewinne sicherzustellen. 
„Wenn beispielsweise das bedeutende Gebiet der Walzeisen- 
darstellung innerhalb Deutschlands in Betracht gezogen wird, so 
ist festzustellen, daß zurzeit eine große Zahl industrieller Gesell- 
schaften eine jede für sich fast das ganze Programm der Walzware,
	        

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Kartelle. Verlag von Gustav Fischer, 1930.
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