Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Kartelle

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Kartelle

Monograph

Identifikator:
1831288826
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-230774
Document type:
Monograph
Author:
Passow, Richard http://d-nb.info/gnd/116052732
Title:
Kartelle
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
176 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Der Kartellgriff
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Kartelle
  • Title page
  • Contents
  • I. Der Kartellgriff
  • II. Über Geschichte und Anwendungsgebiet der Anbieterkartelle

Full text

' 
im engeren Sinne, sondern um eine auf Grund des Ermächtigungs- 
gesetzes vom 13. Oktober 1923 erlassene Verordnung handelt, fehlen 
Materialien, wie sie bei Gesetzen sonst zur Verfügung stehen. 
Immerhin beweisen die folgenden Äußerungen, daß ganz offenbar 
gerade die Verbände gemeint waren, deren Wesensmerkmale im 
vorstehenden charakterisiert sind. 
In der Reichstagssitzung vom 6. Oktober 1923 kündigte der damalige Reichs- 
kanzler Stresemann, der auf den Erlaß der Kartellverordnung auch persönlich von be- 
sonderem Einfluß gewesen ist, diese mit folgenden Worten an: „Was wir brauchen, ist 
ein Vorgehen gegen eine Monopolpreistendenz, die uns vielfach mit dazu gebracht hat, 
daß wir über dem Weltmarktpreise liegen. Es geht nicht an, daß wir durch Konven- 
tionen und Syndikate den Wettbewerb des Wirtschaftslebens überhaupt in der Weise 
ausschalten, wie er ausgeschaltet worden ist. Wir haben zum Teil durch die Verhältnisse 
des Krieges und der Nachkriegszeit, wo der Bedarf die Produktion weit überstieg, den 
für die Wirtschaft ganz ungesunden Zustand, daß der Produzent sich nicht mehr zu 
sorgen braucht um den Absatz seiner Ware. Das ist das Ende des technischen. Fort- 
schritts, das ist der Anfang der Stagnation. Wenn dazu das zweite kommt, daß an 
Stelle der Aufgabe, durch Höchstqualität oder durch ein Minimum von Ausgaben in 
bezug auf Herstellung der Waren konkurrenzfähig zu sein, wenn an Stelle dieser kauf- 
männischen Aufgabe die neue tritt, in Konventionssitzungen neue Preise festzusetzen, 
Entwertungsfaktoren hineinzukalkulieren, dann hört wieder auf, was einst Grundlage 
der Entwicklung der deutschen Wirtschaft war. Wir waren einst beneidet. Mit dieser 
Preispolitik der Konventionen und Syndikate hätten wir niemals den Weltmarkt er- 
obert und wären niemals vorwärtsgekommen ... Wir müssen ein Eingreifen in die 
Preispolitik fordern. Damit nicht der Mehrleistung eine Ausbeutung durch unberechtigte 
Preise gegenübersteht, müssen wir die Mehrleistung des Besitzes fordern. In diesem 
Zusammenwirken sollen sich die Verordnungen bewegen, derentwegen ich eine Er- 
mächtigung von Ihnen fordere.““ 
Als dann die Kartellverordnung erging, wurde folgende offiziöse Pressenotiz ver- 
breitet: „Die Verordnung gegen Mißbrauch wirtschaftlicher Machtstellungen muß in 
den Gesamtrahmen der Maßnahmen eingestellt werden, die die Reichsregierung auf 
Grund des Ermächtigungsgesetzes zum Zwecke der Produktionssteigerung und zur 
Befreiung der Wirtschaft von unproduktiven Hemmungen trifft. Wie durch die Auf- 
hebung wichtiger Teile der Demobilmachungsverordnungen die Beweglichkeit auf dem 
Arbeitsmarkt wiederhergestellt worden ist, so sollen durch die vorliegende Verordnung 
angesunde Hemmungen des freien Wettbewerbs beseitigt werden. 
Die Erzeugungs- und Preispolitik der Kartelle und Konventionen ist seit vielen 
Monaten Gegenstand heftigster Angriffe aus den Kreisen der Verbraucher wie auch eines 
Teils der Produzenten. Die Reichsregierung hat es als ihre Aufgabe angesehen, die er- 
hobenen Klagen auf ihre Berechtigung zu prüfen und ihre Maßnahmen unter Voran- 
stellung allgemein-wirtschaftlicher Gesichtspunkte ausschließlich nach obiektiven Maß- 
präziseren Umschreibung zum Ausdruck brächte. Eine zu eng gefaßte Definition kann 
gewiß den Nachteil haben, daß Tatbestände, die eigentlich auch der Regelung unter- 
worfen werden sollten, ihr entschlüpfen; aber auf der anderen Seite erfordert das Inter- 
esse der Rechtssicherheit, daß die beteiligten Kreise schon aus dem Wortlaut des Ge- 
setzes mit einiger Sicherheit entnehmen können, ob seine Bestimmungen auf sie An- 
wendung finden oder nicht
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Kartelle. Verlag von Gustav Fischer, 1930.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.