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Die deutsche Hausindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Monograph

Identifikator:
1831288826
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-230774
Document type:
Monograph
Author:
Passow, Richard http://d-nb.info/gnd/116052732
Title:
Kartelle
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
176 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Der Kartellgriff
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

40 
II. Kap.: Die Entftehung der Hausinduftrie 
der Weimarifchen Strumpfwirkerei, in der Plauenfchen Schleierinduftrie. 
Sic alle fuchen etwaige Mißbräuche in dem neuen Syftem zu befeitigen und 
häufig das Vorrecht des Verlegers auf zünftige Meifter zu befchränken, das 
Verhältnis von Verleger und Heimarbeiter zu regeln. Aber die hausindu ftrielle 
Betriebsform wird von ihnen allen mehr oder weniger ausdrücklich oder ftill- 
fchweigend anerkannt. *) 
Die Umbildung eines handwerksmäßigen Betriebs in einen hausinduftri- 
ellen ift ohne Zweifel diejenige Entftehungsform, der die Hausinduftrie in den 
meiften Fällen ihren Urfprung verdankt. Die Erweiterung des Ver 
kehrs in Verbindung mit einer fortgcfchrittenen 
Technik, das Ungenügen des lokalen Marktes und die 
dadurch hervorgerufene Notlage zahlreicher Handwerker 
warendieUrfachen, die allmählich einen Teil des Hand 
werks in die Hausinduftrie hinüberführen mußten. 
Auch Handwerke, die fich bis in die neuefte Zeit felbftändig erhalten hatten, 
mußten fich aus diefen Gründen allmählich mit der Hausinduftrie befreunden. 
Zahlreiche Schneider, die bis vor wenigen Jahrzehnten felbftändig für das 
bürgerliche und bäuerliche Publikum arbeiteten, haben fich jetzt als Haus- 
induftrielle in den Dienft der Konfektionsgefchäfte gestellt, fobald diefe an 
fingen, die ganze Bekleidungsinduftrie infolge billigerer Herftcllung und aus 
gedehnterer Marktbeziehungen zu beherrfchen. ln der Schwarzwälder Uhren- 
induftrie haben fich bis heute felbftändige Kleinmeifter erhalten, die den Ein 
kauf von Rohftoffen wie den Verkauf ihrer Erzeugniffe auf eigne Rechnung 
bewerkftelligten. Aber in dem unaufhaltfamen Auflöfungsprozeß fpalten fich , 
aus dem Kleinmeiftertum fortgefetzt Hausinduftrielle ab, die dem Verlags- 
fyftem Zufällen. * 2 ) 
§ 4- Die Rückentwicklung der Fabrik zur Hausinduftrie 
ln vielen Gewerbezweigen folgte die Hausinduftrie als eine neue zeitent- 
fprechende Form des gewerblichen Betriebs auf das Handwerk, während dann 
fpäter die Hausinduftrie vielfach wieder abgelöft wurde durch das Fabrikfyftem. 
Sie war — im großen und ganzen — das hiftorifche Mittelglied zwifchen Hand 
werk und Fabrik. Es ift aber auch vorgekommen, daß, nachdem fchon jahre 
lang eine Fabrik in einer beftimmten Branche an einem Orte beftanden hatte, 
neben oder anftatt der Fabrik im felben Orte jene Branche hausinduftriell be- 
*) Vgl. S t i e d a a. a. 0. 125 ff; S c h m o I I c r, Die Hausinduftrie und ihre altem 
Ordnungen und Reglements, in Schmollers Jahrbuch 1887- 
2 ) K. Bittmann, Hausinduftrie und Heimarbeit im Grofzherzogtum Baden, 
Karlsruhe 1907, 125.
	        

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Zwei Bücher Zur Socialen Geschichte Englands. Duncker & Humblot, 1881.
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