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Kartelle

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Bibliographic data

fullscreen: Kartelle

Monograph

Identifikator:
1831288826
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-230774
Document type:
Monograph
Author:
Passow, Richard http://d-nb.info/gnd/116052732
Title:
Kartelle
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
176 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Über Geschichte und Anwendungsgebiet der Anbieterkartelle
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Kartelle
  • Title page
  • Contents
  • I. Der Kartellgriff
  • II. Über Geschichte und Anwendungsgebiet der Anbieterkartelle

Full text

7 
produzenten als Ziel aufgestellt, wobei man allerdings auch stark auf 
staatliche Eingriffe rechnet?). 
Ähnlich liegt die Sache bezüglich der Produkte der tro- 
pischen Landwirtschaft, soweit ihre Gewinnung nicht auf ganz be- 
stimmte enge Gebiete beschränkt ist. Auch hier hat man wegen 
der Schwierigkeiten einer Kartellbildung vielfach nach staatlichen 
(„Valorisations“-) Maßnahmen gerufen. Daneben gewinnt aber auch der 
Kartellgedanke an Boden 3). 
Auch in der Forstwirtschaft fehlt es, das sei zum Schlusse 
noch erwähnt, nicht an Kartellierungsbestrebungen, denen bisher ein 
rechter Erfolg allerdings versagt geblieben ist. Ludwig‘) sagt darüber: 
„Die Entwicklung hat schon bedeutende Fortschritte in dieser Richtung 
gemacht, sie ist heute jedoch noch nicht soweit gediehen, daß man 
von einem Kartell sprechen könnte, vielmehr befinden sich die Organi- 
sationen der Waldbesitzer noch in einem Übergangsstadium insofern, 
als die Trennung von Berufsvereinen und Kartell noch nicht voll- 
zogen ist. Die Mitglieder der Waldbesitzervereine konnten sich bis- 
her zum größten Teil nicht entschließen, hinsichtlich des Verkaufs 
ihrer Produkte feste Bedingungen einzugehen.“ Weiterhin S. 147 
wird noch gesagt: „Für die Aufrechterhaltung eines Verkaufskartells 
tritt ein besonders erschwerender Umstand dadurch auf, daß der 
Staat als mächtiger Außenseiter die Kartellpolitik immer durchkreuzen 
kann. Daß sich die Staatsforsten, wie z. B. die Staatsbergwerke, 
bereiterklären würden, einem derartigen Kartell beizutreten, ist an- 
gesichts der Schwierigkeiten, die einer Einigung zwischen Privatwald- 
besitzern und Staatsforstverwaltungen schon bei der Holzsortierung, 
der Preisberichterstattung und einheitlicher Preisfestsetzung entgegen- 
standen %, kaum zu erwarten. Hinzu kommt noch, daß bisher das 
1) Vgl. Laur, Die Verbesserung der Lage der Landwirtschaft durch die Lö- 
sung des Getreideproblems. (Deutsche Landwirtschaftliche Presse 1930. S. 111 f., 125 f.) 
2) Vgl. z. B. Mautner, Ein britischer Plan zur Kartellierung der Kautschuk- 
erzeugung. Wirtschaftsdienst 1929. S. 2083 ff. 
3) Die Organisation des Absatzes in der Forstwirtschaft. Jena 1927. S. I11. 
4) S. ır4f. wird auf die Bedeutung hingewiesen, die die verschiedene Be- 
messung des Zahlungszieles für die Konkurrenz unter den Verkäufern hat. ‚Die Käufer 
des Holzes können erst Monate nach Beschaffung des Rohstoffes Einnahmen aus dem 
Fertigprodukt erzielen und sind daher bestrebt, bis zu diesem Zeitpunkt eine Stundung 
der Holzkaufgelder durchzusetzen. Die Frage, ob Barzahlung oder Stundung, spielt 
auch für den Verkäufer insofern eine bedeutende Rolle, als der Käufer bereit sein wird, 
demjenigen den höchsten Preis zu zahlen, der ihm die längste Stundungsfrist gewährt. 
Die Staatsforstverwaltungen waren von jeher bestrebt, sich diesen Preisvorteil zu 
sichern zum Nachteil der Privatwaldbesitzer. Denn diesem ist es nicht möglich, eine 
Stundungsfrist zu gewähren, ähnlich der in den Staatsforsten üblichen. Die Bemü-
	        

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Der Gesetzgeberische Ausbau Des Deutschen Reiches Und Seine Wirtschaftlichkeitspolitik. Krais, 1906.
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