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Kartelle

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Bibliographic data

fullscreen: Kartelle

Monograph

Identifikator:
1831288826
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-230774
Document type:
Monograph
Author:
Passow, Richard http://d-nb.info/gnd/116052732
Title:
Kartelle
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
176 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Über Geschichte und Anwendungsgebiet der Anbieterkartelle
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Kartelle
  • Title page
  • Contents
  • I. Der Kartellgriff
  • II. Über Geschichte und Anwendungsgebiet der Anbieterkartelle

Full text

A 
wie gegenüber dem Publikum einen erheblichen wirtschaftlichen 
Machtfaktor dar. 
Zu Vereinbarungen über Mindestpreise für ihre Leistungen sind 
vielfach auch die Architekten, Bücherrevisoren usw. gekommen, 
Bei den Schriftstellern ist ein kartellmäßiger Zusammenschluß 
schwer durchführbar!). Nur für einige Spezialgebiete ist etwas Der- 
artiges gelungen. So gibt es schon seit langem ein Kartell Lyrischer 
Autoren. Da die gegenwärtig geltenden Bestimmungen mir nicht 
erreichbar waren, lasse ich eine ältere Bekanntmachung hier folgen: 
„Die Mitglieder des Kartells verpflichten sich, für Nachdruck ihrer Dichtungen 
in Anthologien und Zeitungen mindestens 50 Pf. Honorar für die Verszeile zu fordern, 
bei Anthologien für jede Auflage von je 3000 Exemplaren; Ausnahmen dürfen nur 
durch Komiteebeschluß bewilligt werden. Die näheren Bestimmungen und Beitritts- 
bedingungen erhält jeder Interessent der Redaktion der ‚Feder‘ unentgeltlich zu- 
gesandt. Anschlußerklärungen sind an dieselbe Redaktion unter der Aufschrift ‚,Kar- 
tell‘ zu senden. 
Otto Julius Bierbaum. Carl Busse. Richard Dehmel. Gustav Falke. 
Hugo von Hoffmannsthal. Arno Holz. Detlev von Liliencron.‘“ 
Ein wirkliches Kartell stellt der Verband Deutscher Bühnen- 
schriftsteller und Bühnenkomponisten dar, Da es ihm (zusammen 
mit der Vereinigung der Bühnenverleger) gelungen ist, die im 
Deutschen Bühnenverein zusammengeschlossenen „Abnehmer“ zu der 
Vereinbarung eines ausschließlichen Verbandsverkehrs zu bestimmen *), 
1) Vgl. dazu Rauecker, Die Fachvereine des freien deutschen Schrift- 
stellertums. (Schriften des Vereins für Sozialpolitik, Bd. 152 I, 5. 157 ff.) 
2) Der zwischen den drei genannten Organisationen abgeschlossene Vertrag 
(in der ab ı. April 1930 geltenden Fassung) bestimmt: 
„$ 3. 1. Verträge über die Aufführung von Bühnenwerken dürfen nur zwischen 
den Mitgliedern der vertragschließenden Verbände abgeschlossen werden. Die drei 
vertragschließenden Verbände verpflichten sich, ihre Mitglieder zur Erfüllung dieser 
Verpflichtung mit allen zu Gebote stehenden Mitteln anzuhalten. 
Scheidet ein Mitglied aus seinem Verband aus, so dürfen die Mitglieder der 
anderen Vertragsparteien von dem Zeitpunkt der Austrittserklärung — unabhängig 
von einer vielleicht erst späteren Wirksamkeit — oder des Ausschlußbeschlusses an 
keine Aufführungsverträge mehr mit ihm tätigen. 
$ 4. 1. Die Aufführungsverträge sind ausschließlich nach den beigefügten 
„Allgemeinen Bestimmungen für den Geschäftsverkehr‘ unter Verwendung des ver- 
einbarten Aufführungsvertragsformulars abzuschließen ... 
2. Verträge über Bühnenwerke sind insofern unwirksam, als sie von den ‚„All- 
gemeinen Bestimmungen für den Geschäftsverkehr‘ abweichen. An die Stelle un- 
wirksamer Vereinbarungen treten die entsprechenden Vorschriften der „Allgemeinen 
Bestimmungen für den Geschäftsverkehr‘. Abweichende Vereinbarungen sind nur 
insofern wirksam, als sie nach den „Allgemeinen Bestimmungen für den Geschäfts- 
verkehr‘ zulässig sind. 
3 m. Iı Die Vertragsparteien haben in ihre Satzungen alle Bestimmungen
	        

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Die Schweiz. Druck und Verlag von Schultheß & Co., 1914.
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