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Cement and concrete (Vol. 1, nr. 8)

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Bibliographic data

fullscreen: Cement and concrete (Vol. 1, nr. 8)

Multivolume work

Identifikator:
1831622599
Document type:
Multivolume work
Title:
The story of Pittsburgh
Place of publication:
Pittsburgh
Publisher:
First National Bank
Year of publication:
1919-1930
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1831623277
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239793
Document type:
Volume
Title:
Cement and concrete
Volume count:
Vol. 1, nr. 8
Place of publication:
Pittsburgh
Publisher:
First National Bank
Year of publication:
1921
Scope:
[ca. 18] Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Directors
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

D. III. Abschnitt. Vermögenssteuern. 
359 
Ertrag oder Einkommen kundgibt, ist natürlich erst dann möglich, 
wenn das Vermögen zur Gewinnung von Ertrag und Einkommen 
verwertet wird und dies mehr und mehr zur Regel, also leicht er 
kennbar wird. Und auch dann ist das Vermögen lange Zeit das 
leichter erfaßbare Ding. Daraus ergibt sich, daß auf tieferen Stufen 
.der wirtschaftlichen Entwicklung, sofern der Staat aus Steuern 
Einnahmen schafft, diese mit dem Vermögen und dessen Größe in 
Verbindung gebracht werden. 
Solche reale Vermögenssteuern haben den großen Nachteil, 
daß sie das Vermögen, dessen Stamm selbst angreifen. Mit der 
Entfaltung des wirtschaftlichen Lebens, welche zur produktiven 
Benutzung der Vermögensgegenstände aneifert, wird die Leistungs 
fähigkeit des Vermögens viel vollkommener an dem Ertrag und 
später an dem Einkommen gemessen. Die rohen Realvermögens 
steuern werden mehr und mehr verlassen. In der Neuzeit wird 
wieder auf die Vermögenssteuer zurückgegriffen, doch sind diese 
Vermögenssteuern mehr nominelle, insofern als sie zur Steuer 
basis nicht den Vermögenswert, sondern die Früchte des Vermögens: 
Ertrag, Einkommen, nehmen. Die Berechtigung dieser Vermögens 
steuern beruht darauf, daß das aus Vermögen stammende Ein 
kommen, sowohl was die Leichtigkeit des Erwerbes, als die Dauer 
haftigkeit des Einkommens betrifft, größere Steuerfähigkeit bekundet, 
als das aus Arbeit stammende Einkommen, wovon ein Teil ohne 
dies zur Amortisation der Arbeitskraft und zur Vermögensbildung 
verwendet werden muß. Zugunsten dieser Vermögenssteuern spricht 
auch der Umstand, daß durch die Vermögenssteuer auch solche 
Vermögen zur Besteuerung herangezogen werden, welche nicht zur 
Produktion verwendet werden, sondern dem Genuß, dem Luxus 
dienen, was bei sinkendem Zinsfuß mit einem stets wachsenden 
Teile des Vermögens geschieht. Die Berechtigung dieser Motive 
kann nicht in Zweifel gezogen werden. Oder warum soll nicht 
jene Laune besteuert werden, die Millionen auf Sammlung von 
Kuriositäten verwendet oder welche einen Wellington dahin führte, 
eine 100000-Pfund-Note unter Rahmen zu halten? Auch ein 
steuertechnisches Moment ist zugunsten der Vermögenssteuer an 
zuführen, insofern als in der Regel das Vermögen leichter zu er 
forschen ist, als das Einkommen. Die Vermögenssteuer soll auch 
die Funktion erfüllen, die Fassionen der Einkommensteuer zu 
kontrollieren. 
Namentlich die angeführten Argumente werden für die Ver 
mögenssteuer angeführt. Übrigens kann die Vermögenssteuer mit 
der Einkommensteuer in Einklang gebracht werden, insofern als
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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